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Meine Nachbarin Frau Chen beobachtete mich an einem verregneten Samstagvormittag dabei, wie ich frustriert auf einen Berg überreifer Zwetschgen starrte. Sie sagte nichts – stellte mir nur wortlos eine kleine Schale mit gerösteten Mandeln auf die Fensterbank und verschwand wieder. Drei Tage später stand sie mit einem Blechkuchen vor meiner Tür, der so duftete, dass selbst der Postbote langsamer ging. „Pflaumen mögen Gesellschaft”, sagte sie lächelnd. „Mandeln sind gute Nachbarn.”
Ehrlich gesagt, ich war zunächst skeptisch. Hefeteig und ich – das war bisher keine Liebesgeschichte. Meistens endete es mit einem flachen, gummiatrigen Etwas, das nach nichts schmeckte. Aber dieser Kuchen? Der hatte etwas Magisches an sich. Die Pflaumen waren weich und saftig, der Teig fluffig wie eine Wolke, und die Mandeln gaben dem Ganzen diesen nussigen Crunch, der einfach perfekt war. Ich habe Frau Chen dann gelöchert, bis sie mir ihr Geheimnis verriet. Und jetzt, Jahre später, backe ich diesen Kuchen jedes Jahr im September, wenn die Pflaumensaison ihren Höhepunkt erreicht. Vielleicht kennen Sie das ja – dieses eine Rezept, das einfach immer gelingt und nach Zuhause schmeckt.
Dieser saftige Pflaumen-Mandel-Hefekuchen vom Blech ist genau das: ein Stück Herbstglück, das sich fast von selbst backt. Er ist nicht zu süß, schön fruchtig und hat diese unwiderstehliche Kombination aus weichem Hefeteig, zartschmelzenden Pflaumen und knusprigen Mandelblättchen. Ich backe ihn mittlerweile mit geschlossenen Augen – und vielleicht geht es Ihnen ja bald genauso.
Warum Sie diesen Kuchen lieben werden
Dieser Kuchen ist nicht einfach nur ein weiteres Blechkuchenrezept. Er ist das Ergebnis unzähliger Testreihen – ja, ich habe wirklich fünf Versionen hintereinander gebacken, bis alles stimmte. Und wissen Sie was? Jeder einzelne Krümel hat sich gelohnt.
- Saftig und fluffig zugleich: Der Hefeteig geht wunderbar auf und bleibt dank der saftigen Pflaumen herrlich feucht. Kein trockener Kuchen mehr!
- Einfache Zutaten: Sie brauchen nichts Exotisches. Mehl, Hefe, Butter, Zucker, Eier – das haben Sie bestimmt zu Hause. Die Pflaumen gibt’s im Herbst an jeder Ecke.
- Perfekt für gemütliche Nachmittage: Ob zum Kaffee, als Dessert oder einfach so – dieser Kuchen passt immer. Besonders schön: Er schmeckt am nächsten Tag fast noch besser.
- Garantiert gelingsicher: Ich habe alle typischen Hefeteig-Fallen selbst durchgemacht, damit Sie es leichter haben. Zu kalte Milch? Falsche Gehzeit? Kein Problem – ich verrate Ihnen meine Tricks.
- Ein echter Publikumsliebling: Selbst Menschen, die sonst keine Hefeteige mögen, greifen bei diesem Kuchen gleich zweimal zu. Die Kombination aus Pflaumen und Mandeln ist einfach unwiderstehlich.
Was diesen Kuchen von anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance zwischen süß und fruchtig, zwischen weich und knusprig. Der Teig ist nicht zu schwer, die Pflaumen nicht zu sauer – einfach genau richtig. Und das Beste: Dieses Rezept hat mir beigebracht, dass Hefeteig gar nicht so kompliziert ist, wie alle immer tun. Es ist wie mit guten Freunden – man muss sich nur einmal richtig kennenlernen.
Was Sie an Zutaten brauchen
Für diesen saftigen Pflaumen-Mandel-Hefekuchen vom Blech brauchen Sie keine ausgefallenen Zutaten. Alles, was Sie benötigen, bekommen Sie im normalen Supermarkt. Ich setze bewusst auf einfache, aber qualitativ hochwertige Zutaten – das schmeckt man am Ende deutlich.
Für den Hefeteig
- 500 g Mehl (Type 550): Ich verwende am liebsten Weizenmehl Type 550. Es hat genau die richtige Menge Klebereiweiß für einen schönen, lockeren Hefeteig. Wer es etwas rustikaler mag, kann auch 100 g durch Dinkelmehl ersetzen.
- 1 Würfel frische Hefe (42 g): Frische Hefe gibt dem Teig ein unvergleichliches Aroma. Sie bekommen sie im Kühlregal. Tipp: Wenn die Hefe beim Zerbröseln bröckelt und nicht matscht, ist sie frisch.
- 250 ml lauwarme Milch: Die Milch darf nicht zu heiß sein, sonst stirbt die Hefe ab. Handwarm ist ideal – etwa 37 Grad. Fühlt sich die Milch auf Ihrem Handrücken angenehm an, ist sie perfekt.
- 80 g Zucker: Normaler Haushaltszucker reicht völlig. Er gibt der Hefe Nahrung und sorgt für eine schöne Bräunung.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Für die feine Vanillenote. Selbst gemacht ist natürlich am besten, aber gekaufter tut es auch.
- 80 g weiche Butter: Die Butter sollte wirklich Zimmertemperatur haben, damit sie sich gut unter den Teig kneten lässt. Ich nehme immer ungesalzene Butter.
- 1 Ei (Größe M): Das Ei gibt dem Teig Bindung und macht ihn schön geschmeidig. Auch hier: Zimmertemperatur ist wichtig.
- 1 Prise Salz: Klingt banal, aber Salz ist der heimliche Held jedes Hefeteigs. Es verstärkt den Geschmack und sorgt dafür, dass der Teig nicht zu schnell aufgeht.
Für den Belag
- 1 kg frische Pflaumen oder Zwetschgen: Zwetschgen sind etwas fester und saftiger, Pflaumen sind weicher und süßer. Beide Sorten funktionieren hervorragend. Die Früchte sollten reif, aber noch fest sein – weiche, matschige Pflaumen verlieren beim Backen ihre Form.
- 100 g gemahlene Mandeln: Sie streuen wir unter die Pflaumen, damit sie den Saft aufsaugen und der Teig nicht durchweicht. Unbedingt gemahlene Mandeln ohne Haut nehmen – die blanchieren sind feiner.
- 80 g Mandelblättchen: Für den Crunch oben drauf. Sie werden gegen Ende der Backzeit über den Kuchen gestreut und goldbraun geröstet.
Für den Guss (optional, aber empfehlenswert)
- 100 g Puderzucker: Zum Bestäuben oder für einen einfachen Zuckerguss.
- 2-3 EL Zitronensaft: Für den Guss. Frisch gepresst schmeckt er natürlich am besten.
Welche Küchenhelfer Sie benötigen
Sie brauchen keine Profi-Ausstattung für diesen Kuchen. Ein paar grundlegende Dinge reichen völlig aus. Ich backe seit Jahren mit denselben einfachen Werkzeugen – und es funktioniert perfekt.
- Große Rührschüssel: Nehmen Sie eine Schüssel, die groß genug ist, damit der Teig beim Kneten nicht über den Rand springt. Eine Edelstahlschüssel ist ideal, weil sie die Wärme gut hält.
- Handrührgerät mit Knethaken: Ein Handrührgerät tut es völlig. Wer eine Küchenmaschine hat, kann natürlich auch die verwenden – dann dauert das Kneten nur etwa 5 Minuten statt 8-10.
- Backblech (ca. 40 x 30 cm): Ein normales Backblech aus dem Ofen. Ich empfehle, es mit Backpapier auszulegen – das erspart später das lästige Einweichen.
- Geschirrtuch: Zum Abdecken des Teigs während der Gehzeit. Ein leicht angefeuchtetes Tuch verhindert, dass der Teig austrocknet.
- Scharfes Messer: Zum Entkernen der Pflaumen. Ein kleines Obstmesser mit gezackter Klinge eignet sich besonders gut.
- Nudelholz: Zum Ausrollen des Teigs. Wenn Sie keins haben, geht es auch mit einer sauberen Glasflasche – habe ich selbst schon gemacht.
Schritt-für-Schritt: So gelingt der Kuchen garantiert
Ich zeige Ihnen jetzt ganz genau, wie dieser saftige Pflaumen-Mandel-Hefekuchen vom Blech entsteht. Keine Sorge – ich erkläre jeden Schritt so, dass auch Anfänger ihn verstehen. Versprochen.
1. Den Hefeteig vorbereiten (ca. 20 Minuten + 1 Stunde Gehzeit)
Wärmen Sie die Milch in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle leicht an – sie muss lauwarm sein, nicht heiß. Bröseln Sie die frische Hefe in eine kleine Schüssel, geben Sie 1 Teelöffel Zucker aus der angegebenen Menge dazu und gießen Sie die lauwarme Milch darüber. Rühren Sie kurz um, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Lassen Sie diese Mischung etwa 5 Minuten stehen. Wenn sich an der Oberfläche Bläschen bilden und es leicht schäumt, ist die Hefe aktiv und bereit. Falls nichts passiert – keine Panik. Dann war die Milch vielleicht zu heiß oder die Hefe zu alt. Einfach frische Hefe besorgen und nochmal probieren.
In der großen Rührschüssel vermischen Sie das Mehl, den restlichen Zucker, den Vanillezucker und das Salz. Machen Sie in der Mitte eine Mulde und gießen Sie die Hefemilch hinein. Geben Sie das Ei und die weiche Butter dazu. Jetzt kneten Sie alles mit den Knethaken Ihres Handrührgeräts für etwa 8-10 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Der Teig ist fertig, wenn er sich vom Schüsselrand löst und nicht mehr klebt. Falls er noch zu feucht ist, einfach einen Esslöffel Mehl mehr dazugeben. Ist er zu trocken, einen Schluck Milch.
Formen Sie den Teig zu einer Kugel, legen Sie ihn zurück in die Schüssel und decken Sie diese mit einem sauberen Geschirrtuch ab. Stellen Sie die Schüssel an einen warmen Ort ohne Zugluft – zum Beispiel in die Nähe der Heizung oder in den ausgeschalteten Ofen mit eingeschalteter Backofentür. Lassen Sie den Teig dort für etwa 1 Stunde gehen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Das dauert mal etwas länger, mal etwas kürzer – Geduld ist hier die wichtigste Zutat.
2. Die Pflaumen vorbereiten (ca. 15 Minuten)
Während der Teig geht, kümmern wir uns um die Pflaumen. Waschen Sie die Früchte gründlich und tupfen Sie sie trocken. Halbieren Sie jede Pflaume mit einem scharfen Messer und entfernen Sie den Stein. Bei Zwetschgen geht das besonders leicht – sie sind länglicher und der Stein lässt sich fast von selbst lösen. Wenn die Früchte sehr groß sind, können Sie sie auch vierteln. Die Hälften sollten etwa gleich groß sein, damit sie gleichmäßig garen.
3. Den Teig formen und belegen (ca. 15 Minuten)
Nach der Gehzeit ist der Teig schön aufgegangen. Heben Sie ihn aus der Schüssel und kneten Sie ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kurz durch. Rollen Sie ihn dann mit dem Nudelholz zu einem Rechteck aus, das etwas größer ist als Ihr Backblech. Legen Sie das Backpapier auf das Blech und heben Sie den Teig vorsichtig darauf. Drücken Sie ihn mit den Fingern gleichmäßig in die Ecken und formen Sie einen kleinen Rand – etwa 1 cm hoch. So läuft später nichts aus.
Bestreuen Sie den Teigboden gleichmäßig mit den gemahlenen Mandeln. Das ist der Trick, der den Teig schön trocken hält! Die Mandeln saugen den überschüssigen Saft der Pflaumen auf, sodass der Boden nicht durchweicht. Jetzt verteilen Sie die Pflaumenhälften mit der Schnittfläche nach oben dicht an dicht auf dem Teig. Drücken Sie sie leicht an – sie versinken ein wenig im Teig, das ist gewollt. Lassen Sie zwischen den Früchten ruhig etwas Platz, denn der Teig geht beim Backen noch einmal auf.
4. Den Kuchen backen (ca. 35-40 Minuten)
Decken Sie das belegte Blech noch einmal mit dem Tuch ab und lassen Sie es für 15 Minuten ruhen. In dieser Zeit geht der Teig ein zweites Mal auf – das macht ihn besonders luftig. Heizen Sie in der Zwischenzeit den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (160 Grad Umluft) vor. Backen Sie den Kuchen auf der mittleren Schiene für etwa 25 Minuten. Dann streuen Sie die Mandelblättchen gleichmäßig darüber und backen ihn weitere 10-15 Minuten, bis die Mandeln goldbraun sind und der Teig sich leicht vom Blechrand löst. Machen Sie die Stäbchenprobe: Wenn kein Teig mehr am Holzstäbchen kleben bleibt, ist der Kuchen fertig.
5. Den Kuchen verfeinern (ca. 5 Minuten)
Lassen Sie den Kuchen auf dem Blech auskühlen. In der Zwischenzeit können Sie einen einfachen Zuckerguss zubereiten: Vermischen Sie den Puderzucker mit dem Zitronensaft, bis eine glatte, dickflüssige Masse entsteht. Beträufeln Sie den noch lauwarmen Kuchen damit – der Guss läuft dann schön in die Zwischenräume und gibt dem Ganzen den letzten Schliff. Wer es lieber etwas weniger süß mag, bestäubt den Kuchen einfach mit Puderzucker.
Meine besten Tipps für den perfekten Hefeteig
Ich habe bei diesem Rezept so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Damit Sie nicht dieselben Erfahrungen sammeln müssen, hier meine wichtigsten Erkenntnisse.
- Die richtige Temperatur ist alles: Hefe ist ein Lebewesen. Bei Temperaturen über 42 Grad stirbt sie ab. Fühlt sich die Milch auf Ihrem Handrücken angenehm warm an, ist sie perfekt. Kaltes Wasser oder kalte Milch verlangsamen die Gärung – der Teig braucht dann einfach länger.
- Nicht zu viel Mehl beim Ausrollen: Der Teig klebt anfangs etwas, das ist normal. Widerstehen Sie der Versuchung, Unmengen Mehl auf die Arbeitsfläche zu streuen. Sonst wird der Teig trocken und schwer. Ein leicht geölter Nudelholz hilft übrigens auch.
- Geduld beim Gehen lassen: Ein Hefeteig lässt sich nicht hetzen. Wenn es in Ihrer Küche kühl ist, kann die Gehzeit auch mal 1,5 Stunden dauern. Stellen Sie die Schüssel einfach in den ausgeschalteten Ofen und stellen Sie eine Schüssel mit heißem Wasser dazu – das schafft ein ideales Klima.
- Die Stäbchenprobe nicht vergessen: Jeder Ofen backt anders. Mein erster Versuch war innen noch teigig, weil ich mich blind auf die Zeit verlassen habe. Ein Holzstäbchen in der Mitte des Kuchens gibt Ihnen die Sicherheit, dass er wirklich durch ist.
Variationen, die Sie ausprobieren sollten
Dieses Grundrezept lässt sich wunderbar abwandeln. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst getestet habe und die hervorragend funktionieren.
- Mit Äpfeln und Zimt: Ersetzen Sie die Pflaumen durch geschälte, in dünne Spalten geschnittene Äpfel (etwa 4-5 Stück). Mischen Sie 2 Teelöffel Zimt unter die gemahlenen Mandeln. Das schmeckt herrlich weihnachtlich.
- Vegane Variante: Tauschen Sie die Butter durch Margarine oder vegane Butter aus, das Ei durch 3 Esslöffel Apfelmus. Die Milch ersetzen Sie durch Hafer- oder Mandelmilch. Der Teig wird etwas kompakter, aber genauso lecker.
- Mit Streuseln: Für alle, die Streusel lieben: Mischen Sie 100 g Mehl, 80 g Zucker, 80 g kalte Butter und 1 Teelöffel Zimt zu Streuseln. Streuen Sie diese in den letzten 10 Minuten der Backzeit über die Mandelblättchen.
- Schokoladig: Geben Sie 50 g gehackte Zartbitterschokolade unter die gemahlenen Mandeln. Die Kombination aus Pflaumen, Mandeln und Schokolade ist einfach himmlisch.
Servieren und Aufbewahren – damit der Kuchen lange frisch bleibt
Dieser Kuchen schmeckt am besten lauwarm, wenn die Pflaumen noch saftig sind und die Mandeln schön knusprig. Aber auch kalt ist er ein Gedicht. Ich serviere ihn gerne mit einem Klecks Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis – das mildert die leichte Säure der Pflaumen perfekt. Dazu eine Tasse Kaffee oder ein Glas Milch – mehr braucht es nicht für einen perfekten Nachmittag.
Zum Aufbewahren: Decken Sie das Blech mit Frischhaltefolie ab oder stürzen Sie den Kuchen vorsichtig auf einen großen Teller und wickeln Sie ihn in Alufolie. Im Kühlschrank hält er sich so etwa 3-4 Tage. Allerdings wird der Teig mit der Zeit etwas feuchter – das mögen viele ja sogar besonders gern. Einfrieren lässt er sich auch hervorragend. Schneiden Sie ihn dafür in Stücke, wickeln Sie jedes Stück einzeln in Frischhaltefolie und legen Sie sie in einen Gefrierbeutel. So haben Sie bis zu 3 Monate lang immer ein Stück Herbstglück auf Vorrat. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur etwa 2 Stunden stehen lassen oder kurz im Ofen aufwärmen.
Nährwerte und gesundheitliche Aspekte
Ein Stück dieses Kuchens (bei 20 Stücken pro Blech) enthält ungefähr:
- Kalorien: ca. 280 kcal
- Kohlenhydrate: 38 g
- Fett: 12 g
- Eiweiß: 6 g
- Ballaststoffe: 3 g
Die Pflaumen stecken voller Vitamine – besonders Vitamin K und Vitamin C sind reichlich vorhanden. Sie enthalten außerdem viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Mandeln liefern gesunde ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium. Natürlich ist dieser Kuchen kein Diätgericht, aber als gelegentlicher Genuss völlig in Ordnung. Ich persönlich finde, dass ein Stück selbstgebackener Kuchen mit guten Zutaten immer noch besser ist als jeder industriell gefertigte Snack. Und mal ehrlich – manchmal braucht die Seele einfach etwas Süßes.
Warum dieser Kuchen mein Herbstbegleiter geworden ist
Ich backe diesen saftigen Pflaumen-Mandel-Hefekuchen vom Blech jetzt seit drei Jahren jeden Herbst. Und jedes Mal, wenn der Duft von Hefe und Mandeln durch die Wohnung zieht, muss ich an Frau Chen denken. An ihre stille Art zu teilen, ohne viele Worte zu verlieren. Dieser Kuchen ist für mich mehr als nur ein Rezept – er ist eine Erinnerung daran, dass die besten Dinge im Leben oft unerwartet kommen. Eine Nachbarin, die einfach hilft. Ein Kuchen, der gelingt, obwohl man es kaum glauben kann.
Probieren Sie es aus. Backen Sie ihn für Ihre Familie, für Freunde oder einfach nur für sich selbst. Passen Sie die Menge der Pflaumen an, wenn Sie weniger süße Früchte mögen. Streuen Sie mehr Mandeln drauf, wenn Sie den Crunch lieben. Dieses Rezept lebt von Ihrer persönlichen Note. Und wenn Ihr Kuchen dann aus dem Ofen kommt und alle in der Küche zusammenströmen – dann wissen Sie, warum sich die Mühe gelohnt hat.
Ich bin gespannt, wie Ihre Version wird! Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag und erzählen Sie mir, ob Sie etwas verändert haben. Oder teilen Sie das Rezept mit jemandem, der auch einen kleinen Glücksmoment im Alltag gebrauchen kann. Denn genau dafür ist Kuchen doch da. Viel Freude beim Backen!
Häufig gestellte Fragen zum Pflaumen-Mandel-Hefekuchen
Kann ich auch getrocknete Pflaumen verwenden?
Grundsätzlich ja, aber das Ergebnis wird anders. Getrocknete Pflaumen sind konzentrierter im Geschmack und geben weniger Saft ab. Weichen Sie sie vorher für etwa 30 Minuten in lauwarmem Wasser oder Rum ein, damit sie schön saftig werden. Frische Pflaumen sind aber auf jeden Fall die bessere Wahl für dieses Rezept.
Muss ich die Pflaumen vorher schälen?
Nein, das ist nicht nötig. Die Schale wird beim Backen weich und stört nicht. Bei sehr dickschaligen Pflaumen können Sie sie aber vorher kurz mit kochendem Wasser überbrühen und dann die Haut abziehen – das ist aber wirklich nur etwas für Perfektionisten.
Kann ich den Teig auch am Vorabend zubereiten?
Ja, das ist eine tolle Zeitersparnis. Bereiten Sie den Teig wie beschrieben zu, lassen Sie ihn eine Stunde gehen und stellen Sie ihn dann über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag lassen Sie ihn etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur akklimatisieren, bevor Sie ihn ausrollen und belegen. Der Teig wird dadurch sogar noch geschmackvoller.
Warum wird mein Hefeteig manchmal so klebrig?
Das kann verschiedene Ursachen haben: Die Milch war zu warm, die Hefe zu alt, oder das Mehl hatte einen zu geringen Klebereiweißgehalt. Einfach noch etwas Mehl einkneten – aber wirklich nur esslöffelweise. Ein klebriger Teig ist übrigens kein Beinbruch, er lässt sich mit geölten Händen trotzdem gut verarbeiten.
Kann ich den Kuchen auch ohne Ei backen?
Ja, das funktioniert. Ersetzen Sie das Ei durch 3 Esslöffel Apfelmus oder eine zerdrückte, reife Banane. Der Teig wird etwas dichter, aber immer noch lecker. Oder Sie verwenden einen Esslöffel Leinsamen, gemahlen und mit 3 Esslöffeln Wasser vermischt – das bindet ebenfalls gut.
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Saftiger Pflaumen-Mandel-Hefekuchen vom Blech – Einfaches Rezept für den perfekten Herbstgenuss
Ein saftiger Hefekuchen mit Pflaumen und Mandeln, der perfekt für den Herbst ist. Der Teig ist fluffig, die Pflaumen sind weich und die Mandeln geben einen nussigen Crunch.
- Prep Time: 20 Minuten
- Cook Time: 35-40 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 55 Minuten (inkl. Gehzeit)
- Yield: 20 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 500 g Mehl (Type 550) (ca. 4 Tassen)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g) (ca. 1,5 oz)
- 250 ml lauwarme Milch (ca. 1 Tasse)
- 80 g Zucker (ca. 1/3 Tasse)
- 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 8 g)
- 80 g weiche Butter (ca. 1/3 Tasse)
- 1 Ei (Größe M)
- 1 Prise Salz
- 1 kg frische Pflaumen oder Zwetschgen (ca. 2,2 lb)
- 100 g gemahlene Mandeln (ca. 1 Tasse)
- 80 g Mandelblättchen (ca. 3/4 Tasse)
- 100 g Puderzucker (ca. 1 Tasse)
- 2–3 EL Zitronensaft (ca. 30–45 ml)
Instructions
- Milch lauwarm erwärmen (ca. 37°C). Hefe zerbröseln, mit 1 TL Zucker und Milch mischen, 5 Minuten stehen lassen, bis Bläschen entstehen.
- Mehl, restlichen Zucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. In der Mitte eine Mulde formen, Hefemilch, Ei und weiche Butter hineingeben.
- Mit Knethaken 8-10 Minuten zu einem glatten Teig kneten, bis er sich vom Schüsselrand löst.
- Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- Pflaumen waschen, trocknen, halbieren und entsteinen. Bei großen Früchten vierteln.
- Teig auf bemehlter Fläche zu einem Rechteck ausrollen, das etwas größer als das Backblech (ca. 40×30 cm) ist. Auf das mit Backpapier ausgelegte Blech legen, einen 1 cm hohen Rand formen.
- Teigboden gleichmäßig mit gemahlenen Mandeln bestreuen. Pflaumenhälften mit der Schnittfläche nach oben dicht an dicht darauf verteilen und leicht andrücken.
- Blech mit Tuch abdecken und 15 Minuten ruhen lassen. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen.
- Kuchen auf mittlerer Schiene 25 Minuten backen. Dann Mandelblättchen gleichmäßig darüber streuen und weitere 10-15 Minuten backen, bis die Mandeln goldbraun sind und der Teig sich vom Blechrand löst (Stäbchenprobe).
- Kuchen auf dem Blech auskühlen lassen. Für den Guss Puderzucker mit Zitronensaft glatt rühren und über den lauwarmen Kuchen träufeln. Oder mit Puderzucker bestäuben.
Notes
Die gemahlenen Mandeln unter den Pflaumen saugen den Saft auf und verhindern, dass der Teig durchweicht. Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag fast noch besser. Zum Aufbewahren mit Frischhaltefolie abdecken oder in Alufolie wickeln, im Kühlschrank 3-4 Tage haltbar. Einfrieren in Stücken bis zu 3 Monate möglich.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 280
- Sugar: 18
- Sodium: 50
- Fat: 12
- Saturated Fat: 5
- Carbohydrates: 38
- Fiber: 3
- Protein: 6
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