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Ich dachte, ich hätte den Zwetschgendatschi verstanden. Ein Blech, ein Rührteig, Zwetschgen drauf, fertig. Es dauerte etwa dreiundzwanzig Jahre, bis mir klar wurde, wie falsch ich lag. Mein ganzes Leben lang hatte ich einen Kuchen gegessen, der eher einer nassen, schweren Matte glich – vollgestopft mit Frucht, ja, aber ohne jeden Biss, ohne diese eine himmlische Kombination aus weichem, saftigem Boden und einer Streuselkruste, die beim Reinbeißen zerbricht. Kennst du das? Wenn etwas so viele Jahre als “das Original” galt, hinterfragt man es einfach nicht. Bis man eines Nachmittags bei einer Freundin in Bayern sitzt, die Großmutter (natürlich) den Kuchen serviert, und die erste Gabel sich anfühlt, als würde man durch eine Wolke brechen. Der Boden war schwer und gleichzeitig federleicht, die Zwetschgen waren karamellisiert, aber nicht matschig, und obendrauf – oje – eine Schicht aus knusprigen Streuseln, die nach Butter und Vanille schmeckten und ein leises, knisterndes Geräusch machten. Ich saß da, die Gabel halb im Mund, und dachte nur: “Das also ist es.” Es war nicht nur ein Rezept. Es war eine Offenbarung. Dieser saftige Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln war der Grund, warum ich jahrelang die falsche Version gegessen hatte. Und von diesem Tag an wusste ich: Ich musste ihn nachbacken, bis er genauso schmeckt. Dieses Rezept hier ist das Ergebnis von etwa fünfzehn Versuchen, einem Anruf bei der Oma (ja, wirklich) und der Erkenntnis, dass die Magie im Detail liegt.
Warum du diesen saftigen Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln lieben wirst
Dieser Kuchen ist nicht einfach nur ein weiterer Blechkuchen. Er ist der Beweis, dass man mit den richtigen Handgriffen aus einfachen Zutaten etwas wirklich Besonderes zaubern kann. Ich habe so viele Versionen probiert – zu trocken, zu nass, zu süß, zu fad. Aber dieser hier? Der ist perfekt.
- Perfekt saftig, aber nicht matschig: Der Schlüssel liegt in der Vorbereitung der Zwetschgen und einem speziellen Rührteig, der die Feuchtigkeit genau richtig aufnimmt. Kein durchweichter Boden mehr!
- Knusprige Streusel, die knistern: Vergiss mehlige, bröselige Streusel. Diese hier sind groß, buttrig und werden goldbraun und knusprig. Sie geben dem Kuchen diesen unwiderstehlichen Crunch.
- Einfache Zutaten, die jeder zu Hause hat: Du brauchst keine exotischen Gewürze oder Spezialmehle. Mehl, Butter, Zucker, Eier und natürlich die Hauptdarstellerin: die Zwetschge. Das wars im Grunde.
- Der perfekte Kuchen für jede Gelegenheit: Ob zum Kaffee am Sonntag, auf dem Büfett beim Geburtstag oder einfach, weil du Lust auf etwas hast, das nach Herbst und Geborgenheit schmeckt. Dieser Kuchen ist immer ein Gewinn.
- Ein echter Publikumsliebling: Ich habe ihn noch nie erlebt, dass jemand nur ein Stück isst. Die Kombination aus der säuerlichen Frucht, dem süßen, saftigen Teig und den knusprigen Streuseln macht einfach süchtig. Er ist der Kuchen, nach dem die Leute fragen.
Was diesen saftigen Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln von anderen Rezepten unterscheidet, ist die Liebe zum Detail. Es ist nicht einfach “Zwetschgen auf Teig”. Es ist die Methode, die Zwetschgen leicht anzuzuckern und kurz zu ziehen zu lassen, damit sie Saft ziehen, den wir dann reduzieren. Es ist der Trick, einen Teil der Butter für die Streusel zu schmelzen, um eine besonders krümelige Textur zu erhalten. Und es ist die Erkenntnis, dass ein ordentlicher Schuss Zitronensaft im Teig nicht nur für Frische sorgt, sondern auch die Farbe der Früchte bewahrt. Dieser Kuchen ist nicht nur gut – er ist der Grund, warum ich im September endlose Kilo Zwetschgen nach Hause schleppe.
Was du an Zutaten brauchst
Für diesen Kuchen verwendest du einfache, aber hochwertige Zutaten. Das Geheimnis liegt in der Kombination und der richtigen Verarbeitung. Hier ist, was du für ein großes Blech (ca. 30×40 cm) benötigst.
Für den Teig:
- 500 g Mehl (Type 405): Das ist die Basis für einen schönen, lockeren Rührteig. Ich verwende am liebsten Weizenmehl, aber Dinkelmehl (Type 630) funktioniert auch. Der Kuchen wird dann etwas nussiger im Geschmack.
- 200 g Zucker: Für die nötige Süße. Ich nehme normalen Haushaltszucker. Brauner Zucker würde dem Teig eine Karamellnote geben, verändert aber auch die Farbe.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Selbst gemacht oder gekauft – Vanille gehört einfach zu Zwetschgen dazu. Sie unterstreicht die Fruchtigkeit wunderbar.
- 3 Eier (Größe M): Sie binden den Teig und machen ihn schön saftig. Die Eier sollten Zimmertemperatur haben, damit sie sich besser mit der Butter verbinden.
- 250 g weiche Butter: Butter ist hier das A und O. Sie gibt dem Teig seinen reichen Geschmack und eine zarte Krume. Lass sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie schön geschmeidig ist.
- 250 ml Milch: Macht den Teig geschmeidig und sorgt für die perfekte Konsistenz. Auch die Milch sollte nicht eiskalt sein.
- 1 Prise Salz: Klingt unscheinbar, ist aber unverzichtbar. Es hebt die Süße hervor und balanciert die Aromen aus.
- 2 TL Backpulver: Für die Lockerheit des Teiges. Achte darauf, dass es noch frisch ist.
- Saft einer halben Zitrone (ca. 2 EL): Ein Trick von mir. Die Säure sorgt nicht nur für ein frisches Aroma, sondern verhindert auch, dass die Zwetschgen den Teig grau verfärben.
Für die Zwetschgenfüllung:
- 1,5 kg frische Zwetschgen: Die Hauptdarstellerin! Achte auf reife, aber noch feste Früchte. Sie sollten nicht zu weich sein, sonst zerfallen sie beim Backen. Zwetschgen (die länglichen, ovalen) sind ideal, da sie weniger Saft enthalten als runde Pflaumen und den Teig nicht so stark durchweichen.
- 50 g Zucker: Zum Bestreuen der Zwetschgen. Das hilft, den Saft zu ziehen und sie leicht zu karamellisieren.
- 1 TL Zimt: Die klassische Kombination. Zimt und Zwetschgen – das ist wie ein kuscheliger Herbstpullover. Wer mag, kann auch eine Prise Nelkenpulver oder Kardamom hinzufügen.
Für die knusprigen Streusel:
- 300 g Mehl (Type 405): Die Basis für die Streusel.
- 150 g Zucker: Für die Süße und die knusprige Textur.
- 200 g kalte Butter: Der wichtigste Punkt: Die Butter muss kalt sein! In kleine Würfel geschnitten, sorgt sie dafür, dass die Streusel schön krümelig und nicht zu einer einzigen Masse verkleben.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Auch hier darf die Vanille nicht fehlen.
- Eine Prise Salz: Für den letzten Pfiff.
Welches Equipment du benötigst
Du brauchst kein Profi-Equipment für diesen Kuchen. Die meisten Sachen hast du bestimmt schon in deiner Küche.
- Ein Backblech (ca. 30×40 cm): Das klassische Blech für den Blechkuchen. Ein tiefes Blech ist von Vorteil, falls doch etwas Saft überläuft.
- Backpapier: Unverzichtbar, damit nichts kleben bleibt und du den Kuchen später leicht aus der Form heben kannst.
- Eine große Rührschüssel: Für den Teig und später für die Streusel.
- Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine: Für einen schön schaumigen Rührteig. Mit der Hand geht es auch, aber es dauert länger.
- Ein scharfes Messer und ein Schneidebrett: Zum Entkernen und Halbieren der Zwetschgen.
- Ein kleiner Topf: Um den Zwetschgensaft kurz einzukochen (optional, aber empfehlenswert).
- Eine Gabel oder ein Teigschaber: Zum Vermischen der Streuselzutaten.
Ich persönlich schwöre auf meine alte Küchenmaschine für den Teig. Sie macht die Arbeit so viel einfacher. Aber ehrlich gesagt, habe ich den Kuchen auch schon oft mit dem Handrührgerät gemacht – das Ergebnis war genauso gut. Der einzige Tipp, den ich dir geben kann: Investiere in gutes Backpapier. Die billigen Varianten kleben manchmal am Kuchen fest, und das ist wirklich ärgerlich.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt wird es ernst! Keine Sorge, es ist einfacher, als du denkst. Folge einfach diesen Schritten, und du wirst mit einem perfekten saftigen Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln belohnt.
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Backzeit: 35-40 Minuten
Gesamtzeit: Ca. 1 Stunde 15 Minuten
- Zwetschgen vorbereiten: Wasche die Zwetschgen, halbiere sie und entferne den Stein. Lege sie in eine Schüssel. Vermische die 50 g Zucker mit dem Zimt und streue die Mischung über die Zwetschgen. Lass sie mindestens 15 Minuten ziehen. In dieser Zeit ziehen sie Saft. Diesen Saft gießt du später ab und kannst ihn in einem kleinen Topf kurz einkochen, bis er sirupartig wird – das ist ein optionaler, aber fantastischer Schritt für mehr Geschmack!
- Den Ofen vorheizen: Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Lege das Backblech mit Backpapier aus.
- Den Rührteig zubereiten: Gib die weiche Butter, den Zucker und den Vanillezucker in eine große Schüssel. Rühre alles mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe für etwa 3-4 Minuten, bis die Masse hell und schaumig ist. Das ist wichtig für die spätere Saftigkeit.
- Eier einzeln unterrühren: Gib die Eier nacheinander hinzu und rühre jedes Ei etwa 30 Sekunden lang unter, bis eine homogene Masse entsteht. Kratze zwischendurch den Schüsselrand ab.
- Die trockenen Zutaten mischen: Vermische in einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz.
- Teig fertigstellen: Gib nun abwechselnd die Mehlmischung und die Milch zur Butter-Ei-Masse. Beginne und ende mit der Mehlmischung. Rühre nur so lange, bis alles gerade so verbunden ist. Zum Schluss den Zitronensaft unterrühren. Der Teig ist nun relativ dickflüssig, aber cremig.
- Teig auf dem Blech verteilen: Gib den Teig auf das vorbereitete Backblech und verteile ihn gleichmäßig mit einem Teigschaber oder einer Palette. Er ist zähflüssig, also nimm dir Zeit. Ein Tipp: Tauche den Teigschaber kurz in kaltes Wasser, dann lässt er sich leichter verteilen.
- Zwetschgen darauf anordnen: Nimm die Zwetschgen aus der Schüssel (den abgetropften Saft hebst du auf!) und stecke sie mit der Schnittfläche nach oben dicht an dicht in den Teig. Drücke sie leicht an, sodass sie etwa zur Hälfte im Teig versinken. Die Zwetschgen können ruhig etwas überlappen – das macht den Kuchen später besonders fruchtig.
- Die knusprigen Streusel zubereiten: In einer Schüssel das Mehl, den Zucker, den Vanillezucker und die Prise Salz vermischen. Die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben. Nun mit den Fingerspitzen oder einer Gabel alles zu groben, krümeligen Streuseln verarbeiten. Wichtig: Nicht zu lange kneten, sonst wird die Butter warm und die Streusel werden zu einem Teig. Es sollen schöne, unregelmäßige Krümel entstehen.
- Streusel verteilen und backen: Verteile die Streusel gleichmäßig über die Zwetschgen. Backe den Kuchen auf der mittleren Schiene für 35-40 Minuten. Der Kuchen ist fertig, wenn die Streusel goldbraun sind und ein in die Mitte gestochenes Holzstäbchen sauber herauskommt. Sollten die Streusel zu dunkel werden, decke den Kuchen in den letzten 10 Minuten mit Alufolie ab.
- Der letzte Schliff (optional): Kurz vor Ende der Backzeit, kannst du den aufgefangenen Zwetschgensaft mit etwas Zucker in einem Topf einkochen, bis er sirupartig wird. Sobald der Kuchen aus dem Ofen kommt, beträufelst du ihn mit diesem Sirup. Das gibt ihm noch einmal eine extra Portion Saftigkeit und Glanz.
- Abkühlen lassen: Lass den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen, bevor du ihn anschneidest. Das ist die schwerste Geduldsprobe, aber es lohnt sich! Warm ist er noch sehr weich und lässt sich nicht sauber schneiden.
Tipps & Tricks für den perfekten Zwetschgendatschi
Ich habe bei diesem Rezept so einige Fehler gemacht, damit du sie nicht wiederholen musst. Hier sind meine besten Tipps aus der Praxis.
- Die richtige Frucht: Verwende unbedingt Zwetschgen, keine runden Pflaumen. Zwetschgen haben weniger Saft und behalten beim Backen besser ihre Form. Pflaumen werden schnell matschig und können den Teig durchweichen. Ich habe es einmal mit Pflaumen probiert – das Ergebnis war eine einzige, wenn auch leckere, Pampe.
- Die Butter für die Streusel muss kalt sein: Das ist der wichtigste Tipp für knusprige Streusel. Wenn die Butter zu weich ist, schmilzt sie im Ofen zu schnell und die Streusel verlaufen zu einer einzigen, harten Schicht. Schneide die Butter also schön kalt in Würfel und arbeite zügig.
- Nicht zu lange rühren: Sobald das Mehl in den Teig kommt, solltest du nur noch kurz rühren. Sonst wird der Teig zäh und der Kuchen später schwer. Ein bisschen Klümpchen sind übrigens kein Problem – die verschwinden beim Backen.
- Der Saft-Trick: Das Abgießen und Einkochen des Zwetschgensaftes ist ein kleiner Extra-Schritt, der einen riesigen Unterschied macht. Der Sirup konzentriert den Geschmack der Früchte und gibt dem Kuchen diesen unwiderstehlichen Glanz. Probier es aus!
- Geduld beim Abkühlen: Ich weiß, es riecht himmlisch in der Küche und du willst sofort reinbeißen. Aber widerstehe der Versuchung! Ein warmer Zwetschgendatschi ist extrem weich und fällt beim Anschneiden auseinander. Lass ihm mindestens 2-3 Stunden Zeit, am besten über Nacht.
Variationen & Anpassungen
Dieses Grundrezept ist schon fantastisch, aber manchmal hat man Lust auf etwas Neues. Hier sind ein paar Ideen, wie du den Kuchen abwandeln kannst.
- Mit einem Guss: Wer es besonders süß mag, kann nach dem Backen einen dünnen Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft über die noch warmen Streusel träufeln. Das gibt dem Kuchen eine hübsche, weiße Marmorierung.
- Mit Mandeln: Streue vor dem Backen eine Handvoll gehobelte Mandeln über die Streusel. Sie rösten im Ofen und geben dem Kuchen einen herrlich nussigen Crunch. Das ist meine liebste Variante!
- Mit anderen Früchten: Das Rezept funktioniert auch wunderbar mit anderen säuerlichen Früchten wie Aprikosen, gemischten Beeren oder Kirschen. Passe die Zuckermenge je nach Süße der Früchte an.
- Vegane Variante: Ersetze die Butter durch vegane Margarine (achte auf einen hohen Fettgehalt) und die Eier durch Apfelmus (ca. 150 g) oder Leinsamen-Eier (3 EL Leinsamen gemahlen + 9 EL Wasser). Die Milch kann durch jede pflanzliche Milchalternative ersetzt werden.
- Mit Quark-Öl-Teig: Für eine besonders saftige und unkomplizierte Variante kannst du den Rührteig durch einen Quark-Öl-Teig ersetzen. Dafür mischst du 250 g Quark, 100 ml Öl, 100 g Zucker, 1 Ei, 1 Päckchen Vanillepuddingpulver und 300 g Mehl mit Backpulver. Das ergibt einen ganz anderen, aber auch sehr leckeren Kuchen.
Servieren & Aufbewahren
Der saftige Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln schmeckt am besten am Tag nach dem Backen. Dann sind die Aromen richtig durchgezogen und der Kuchen lässt sich perfekt schneiden.
Servieren: Serviere den Kuchen bei Zimmertemperatur. Ein Klecks frisch geschlagene Sahne oder eine Kugel Vanilleeis dazu – das ist der Himmel auf einem Teller! Für eine herbstliche Note passt auch etwas Zimt- oder Apfelmus. Zum Kaffee ist er natürlich ohnehin unschlagbar.
Aufbewahren: Bewahre den Kuchen in einer luftdichten Kuchenbox bei Raumtemperatur auf. Er hält sich so problemlos 3-4 Tage. Wichtig: Stell ihn nicht in den Kühlschrank! Die Kälte entzieht ihm die Feuchtigkeit und die Streusel werden weich. Wenn du ihn länger aufbewahren möchtest, kannst du ihn hervorragend einfrieren.
Einfrieren: Schneide den ausgekühlten Kuchen in Portionen, wickle sie einzeln in Frischhaltefolie und lege sie dann in einen Gefrierbeutel. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Die Streusel werden nach dem Auftauen nicht mehr ganz so knusprig sein, aber der Geschmack bleibt fantastisch.
Reheating: Wenn du den Kuchen am nächsten Tag etwas aufwärmen möchtest, lege ein Stück für 5-10 Minuten bei 150 °C in den Backofen. Das bringt die Aromen wieder zum Leben und die Streusel werden wieder etwas knuspriger.
Nährwerte & Gesundheitliche Aspekte
Ja, das hier ist ein richtiger Butterkuchen. Er ist nicht als Diätgericht gedacht, sondern als Genussmoment. Und das ist auch völlig in Ordnung! Trotzdem sind ein paar Informationen ganz interessant.
Ungefähre Nährwerte pro Stück (bei 24 Stücken):
- Kalorien: ca. 380 kcal
- Fett: ca. 18 g
- Kohlenhydrate: ca. 50 g
- Eiweiß: ca. 5 g
- Ballaststoffe: ca. 3 g
Positive Aspekte: Zwetschgen sind echte Vitaminbomben! Sie enthalten viel Vitamin K, Vitamin C und Kalium. Die Ballaststoffe in den Früchten und im Mehl fördern eine gesunde Verdauung. Außerdem stecken in Zwetschgen sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane, die als Antioxidantien wirken und die Zellen schützen können.
Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Butter, Milch) und Eier. Für Menschen mit einer Laktoseintoleranz gibt es mittlerweile gute laktosefreie Butter und Milch. Mit den oben genannten veganen Alternativen kann der Kuchen auch ohne tierische Produkte zubereitet werden.
Ich persönlich sehe diesen Kuchen als das, was er ist: Ein Stück Seelenfutter. Er ist nicht der Held einer Diät, aber der Held eines gemütlichen Sonntagnachmittags. Und manchmal ist genau das die beste Medizin.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich auch tiefgekühlte Zwetschgen verwenden?
Ja, das ist möglich. Du solltest sie aber vor der Verwendung vollständig auftauen und den austretenden Saft abgießen. Frische Zwetschgen sind jedoch geschmacklich und von der Konsistenz her klar zu bevorzugen.
Warum werden meine Streusel nicht knusprig?
Das liegt meistens daran, dass die Butter zu warm war. Verwende auf jeden Fall kalte Butter und arbeite schnell. Auch zu viel Zucker im Verhältnis zum Mehl kann die Streusel weich machen. Halte dich genau an das Mengenverhältnis im Rezept.
Kann ich den Zucker reduzieren?
Ja, du kannst den Zucker im Teig und in den Streuseln um etwa 20-30 % reduzieren. Die Zwetschgen solltest du aber auf jeden Fall mit etwas Zucker bestreuen, da sie sonst zu sauer bleiben. Probiere dich heran – ich finde, die Süße ist perfekt ausbalanciert.
Mein Teig war nach dem Backen noch matschig. Was habe ich falsch gemacht?
Das kann mehrere Gründe haben. Entweder waren die Zwetschgen zu saftig (vielleicht waren es doch runde Pflaumen?), der Ofen war nicht heiß genug oder der Kuchen war noch nicht fertig gebacken. Achte auf die Stäbchenprobe und backe ihn notfalls etwas länger. Auch das Abtropfenlassen der gezuckerten Zwetschgen ist ein wichtiger Schritt.
Kann ich den Kuchen auch in einer Springform backen?
Ja, das geht. Verwende dafür am besten eine Springform mit 26 cm Durchmesser. Die Backzeit verlängert sich dann etwas, da der Teig dicker ist. Beginne nach 40 Minuten mit der Stäbchenprobe. Die Menge des Teiges ist für ein ganzes Blech ausgelegt, also halbiere das Rezept, wenn du eine normale Springform verwendest.
Fazit
Dieser saftige Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln ist für mich mehr als nur ein Rezept. Er ist der Geschmack von September, von gemütlichen Nachmittagen mit einer Tasse Kaffee und dem Gefühl, dass gerade alles richtig ist im Leben. Er ist unkompliziert, ehrlich und einfach nur gut. Ich liebe es, wie die säuerlichen Früchte mit dem süßen Teig und den buttrigen Streuseln harmonieren – das ist für mich perfekte Harmonie auf einem Blech.
Probier ihn aus, und du wirst sehen, was ich meine. Und wenn du ihn nachmachst, dann mach ihn zu deinem. Füge ein paar Mandeln hinzu, probiere einen anderen Guss oder lass die Streusel einfach so, wie sie sind. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es Fehler verzeiht und dich trotzdem mit einem fantastischen Ergebnis belohnt. Ich bin mir sicher, dass auch deine Familie und Freunde begeistert sein werden. Also, ran an die Zwetschgen! Backen wir den Herbst! Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie dein Kuchen geworden ist oder welche Variante du ausprobiert hast. Lass uns gemeinsam die Welt ein Stückchen süßer machen!
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Saftiger Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln
Ein saftiger Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln – perfekt für den Herbst. Der Rührteig wird mit frischen Zwetschgen belegt und mit buttrigen Streuseln gekrönt.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 35-40 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 15 Minuten
- Yield: 24 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 500 g Mehl (Type 405)
- 200 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 3 Eier (Größe M)
- 250 g weiche Butter
- 250 ml Milch
- 1 Prise Salz
- 2 TL Backpulver
- Saft einer halben Zitrone (ca. 2 EL)
- 1,5 kg frische Zwetschgen
- 50 g Zucker (für die Zwetschgen)
- 1 TL Zimt
- 300 g Mehl (Type 405) (für die Streusel)
- 150 g Zucker (für die Streusel)
- 200 g kalte Butter (für die Streusel)
- 1 Päckchen Vanillezucker (für die Streusel)
- Eine Prise Salz (für die Streusel)
Instructions
- Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. In eine Schüssel geben, mit 50 g Zucker und Zimt vermischen und mindestens 15 Minuten ziehen lassen. Den abgetropften Saft auffangen und optional einkochen.
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
- Weiche Butter, 200 g Zucker und Vanillezucker in einer großen Schüssel mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe 3-4 Minuten schaumig rühren.
- Eier nacheinander unterrühren, jedes etwa 30 Sekunden.
- Mehl (500 g), Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel mischen.
- Abwechselnd Mehlmischung und Milch zur Butter-Ei-Masse geben, mit der Mehlmischung beginnen und enden. Nur kurz verrühren, dann Zitronensaft unterrühren.
- Teig auf dem Blech gleichmäßig verteilen.
- Zwetschgen aus der Schüssel nehmen (Saft aufbewahren) und mit der Schnittfläche nach oben dicht an dicht in den Teig stecken, leicht andrücken.
- Für die Streusel: 300 g Mehl, 150 g Zucker, Vanillezucker und Salz mischen. Kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen zu groben Streuseln verarbeiten.
- Streusel gleichmäßig über die Zwetschgen verteilen.
- Kuchen auf der mittleren Schiene 35-40 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind und ein Holzstäbchen sauber herauskommt. Bei Bedarf in den letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken.
- Optional: Den aufgefangenen Zwetschgensaft mit etwas Zucker einkochen, bis er sirupartig ist, und den fertigen Kuchen damit beträufeln.
- Kuchen auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird.
Notes
Die Butter für die Streusel muss kalt sein. Zwetschgen (längliche, ovale) statt runder Pflaumen verwenden, da sie weniger Saft enthalten. Den Kuchen vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen (mindestens 2-3 Stunden).
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 380
- Sugar: 28
- Sodium: 0.2
- Fat: 18
- Saturated Fat: 11
- Carbohydrates: 50
- Fiber: 3
- Protein: 5
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