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Dieser eine Geruch – der Duft von gehender Hefe, vermischt mit dem mehligen Aroma von gutem Olivenöl – der mir jedes Mal in die Nase steigt, wenn ich abends die Küchentür öffne. Es ist ein Duft, der Geduld und Vorfreude verspricht. Der mich direkt in unsere winzige Studentenwohnung zurückversetzt, in der wir samstagnachts um zwei Uhr auf den ersten selbstgemachten Pizzateig warteten. Nicht, weil wir so hungrig waren, sondern weil der Teig einfach seine Zeit brauchte. Und ja, wir haben gelernt, dass sich Warten lohnt. Dieser perfekte knusprige Pizzateig mit Übernacht-Gare ist das direkte Ergebnis dieser Nächte. Er ist kein schnelles Projekt, sondern eine kleine Reise. Eine Reise, die mit einem einfachen Mehl-Wasser-Gemisch beginnt und am nächsten Tag mit einer goldenen, blubbernden Kruste endet, die so knusprig ist, dass man sie fast krachen hört. Seitdem mache ich meinen Pizzateig fast ausschließlich so. Es ist die entspannteste Art, großartige Pizza zu backen. Und genau dieses Gefühl von entspannter Perfektion möchte ich heute mit dir teilen.
Warum du diesen Pizzateig lieben wirst
- Unschlagbare Knusprigkeit: Die lange, langsame Gare im Kühlschrank baut das Gluten perfekt auf und sorgt für diese dünne, knusprige Kruste, die trotzdem innen schön luftig bleibt. Du bekommst ein Ergebnis, das an die besten Pizzerien erinnert.
- Maximaler Geschmack, minimaler Aufwand: Klingt paradox, oder? Aber die Übernacht-Gare macht den Teig nicht nur knusprig, sondern entwickelt auch ein unglaublich nussiges, komplexes Aroma. Der Teig arbeitet für dich, während du schläfst. Du musst nur morgens kurz kneten.
- Perfekt für Planung und Gäste: Der Teig hält sich problemlos 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank. Das bedeutet, du kannst ihn am Freitagabend ansetzen und hast am Sonntagmittag im Handumdrehen eine fantastische Pizza für Freunde oder Familie parat. Kein Stress mehr.
- Einfache, ehrliche Zutaten: Du brauchst nur Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Olivenöl. Keine ausgefallenen Zutaten, keine Tricks. Die Kunst liegt in der Zeit und der richtigen Technik, nicht in einem vollen Vorratsschrank.
- Ein echtes Comfort-Food-Projekt: Es gibt etwas unendlich Befriedigendes daran, mit den Händen im Teig zu arbeiten. Dieses Rezept verbindet dich mit der Tradition des Pizzabackens und belohnt dich mit einem Geschmack, den man nicht kaufen kann. Es ist das beste Gefühl, den ersten Bissen zu nehmen.
Was diesen Teig von anderen Rezepten unterscheidet, ist die Kombination aus einem sehr hohen Wasseranteil (Hydration) und der kalten, langsamen Gärung. Die hohe Hydration sorgt für diese großen, luftigen Blasen im Teig, während die Kälte die Hefe bremst und ihr Zeit gibt, die Aromen aus dem Mehl zu ziehen. Das Ergebnis ist ein Teig, der sich trotz seiner Klebrigkeit wunderbar verarbeiten lässt und eine Kruste liefert, die außen knusprig und innen fast schon chewy ist. Glaub mir, nach diesem Rezept wirst du keinen anderen Pizzateig mehr machen wollen.
Welche Zutaten du brauchst
Die Magie dieses Rezepts liegt in der Reduktion auf das Wesentliche. Jede Zutat hat eine entscheidende Rolle, und die Qualität macht den Unterschied.
Für den Teig:
- 500 g Weizenmehl Typ 00 oder Typ 405: Typ 00 ist das traditionelle Pizzamehl aus Italien. Es ist sehr fein gemahlen und hat einen hohen Klebergehalt, was die perfekte, elastische Struktur ergibt. Falls du kein Typ 00 findest, tut es auch gutes Type 405. Für eine noch rustikalere Note kannst du bis zu 100 g durch Vollkornmehl ersetzen, aber dann wird der Teig etwas schwerer.
- 350 ml kaltes Wasser: Die Wassertemperatur ist hier entscheidend. Kaltes Wasser verlangsamt die Hefeaktivität zu Beginn und verhindert, dass der Teig während der langen Kühlung zu schnell aufgeht. Die hohe Hydration von 70 % (350 ml Wasser auf 500 g Mehl) ist der Schlüssel zur luftigen Kruste. (Ich verwende am liebsten Leitungswasser, aber gefiltertes Wasser ist auch super.)
- 2 g frische Hefe oder 1 g Trockenhefe: Ja, du liest richtig – sehr wenig Hefe! Die lange Gare braucht nur eine kleine Menge, um den Fermentationsprozess in Gang zu setzen. Zu viel Hefe würde den Teig überarbeiten lassen und ihm diesen unangenehmen, übermäßig hefigen Geschmack geben. Frische Hefe ist mein Favorit, aber Trockenhefe funktioniert genauso gut.
- 10 g feines Meersalz: Salz ist nicht nur Geschmacksträger, sondern stärkt auch das Glutengerüst und kontrolliert die Hefeaktivität. Verwende unbedingt feines Salz, damit es sich gleichmäßig im Teig verteilt. Grobes Salz könnte sich nicht vollständig auflösen.
- 15 ml natives Olivenöl extra: Das Öl gibt dem Teig Geschmeidigkeit, eine feine Note und hilft, eine goldbraune Kruste zu erzeugen. Ich verwende ein mildes Olivenöl, das den Geschmack nicht überdeckt. Ein wirklich gutes, fruchtiges Öl ist hier die beste Wahl. (Ich schwöre auf ein Öl aus der Toskana, aber jedes gute Olivenöl tut es.)
Für den Belag (optional, aber empfohlen):
- 1 Dose (400 g) San-Marzano-Tomaten: Diese sind für mich die Königinnen unter den Pizzatomaten. Sie sind süß, wenig säuerlich und haben ein festes Fruchtfleisch. Einfach mit den Händen zerdrücken, etwas Salz und Oregano dazu – fertig ist die perfekte Pizzasoße.
- 200 g frischer Mozzarella (Büffelmozzarella oder Fior di Latte): Büffelmozzarella ist cremiger und geschmacksintensiver, während Fior di Latte (Kuhmilchmozzarella) etwas fester ist und weniger Wasser abgibt. Wichtig ist, den Mozzarella vor dem Belegen gut abzutupfen, sonst wird die Pizza matschig. (Ich schneide ihn in Scheiben und lasse ihn 15 Minuten auf Küchenpapier abtropfen.)
- Frisches Basilikum: Kommt erst NACH dem Backen auf die Pizza. Sonst verbrennt es und wird bitter.
- Natives Olivenöl extra zum Beträufeln: Ein Schuss gutes Öl vor dem Servieren ist das i-Tüpfelchen.
Welche Ausrüstung du benötigst
- Große Rührschüssel: Am besten aus Edelstahl oder Glas. Sie sollte groß genug sein, damit der Teig beim Gehen Platz hat.
- Küchenmaschine mit Knethaken (oder starke Hände): Der Teig ist sehr feucht und klebrig. Eine Küchenmaschine macht das Kneten deutlich einfacher. Aber auch von Hand ist es möglich – du brauchst nur etwas Geduld und eine Teigkarte.
- Teigkarte (Teigschaber): Ein absolutes Must-have! Damit bekommst du den klebrigen Teig problemlos aus der Schüssel und kannst ihn auf der Arbeitsfläche bearbeiten.
- Backblech oder Pizzastein: Ein Pizzastein (oder eine gusseiserne Pfanne) speichert die Hitze unglaublich gut und gibt die Energie schlagartig an den Teig ab. Das ist der Schlüssel zur knusprigen Unterseite. Ein einfaches, vorgeheiztes Backblech funktioniert aber auch. (Ich habe jahrelang nur ein Blech benutzt und war trotzdem zufrieden.)
- Küchenwaage: Bitte, bitte, verwende eine Waage! Backen ist Wissenschaft, und Gramm sind viel genauer als Tassen. Besonders bei der Hydration ist das entscheidend.
- Frischhaltefolie oder ein feuchtes Geschirrtuch: Zum Abdecken der Schüssel, damit der Teig nicht austrocknet.
Schritt-für-Schritt Zubereitung
Hier kommt der wichtigste Teil: die genaue Anleitung. Keine Sorge, es klingt aufwändiger, als es ist. Der Großteil der Arbeit ist einfach Warten.
- Hefe aktivieren (optional, aber empfohlen): Löse die frische Hefe in einem kleinen Teil des kalten Wassers (ca. 50 ml) auf. Wenn du Trockenhefe verwendest, kannst du sie direkt mit dem Mehl vermischen. Ich mag es, die Hefe kurz „aufzuwecken“. Lass sie 5 Minuten stehen, bis sie anfängt zu schäumen.
- Mehl und Salz vermischen: Gib das Mehl in die große Rührschüssel und mische das feine Salz gründlich unter. Das verhindert, dass das Salz direkt mit der Hefe in Kontakt kommt, was die Hefe abtöten könnte.
- Wasser und Öl hinzufügen: Gib das restliche kalte Wasser, das Hefewasser und das Olivenöl zum Mehl. Vermische alles kurz mit einem Holzlöffel oder der Teigkarte, bis ein grober, klebriger Teig entsteht. Es wird noch nicht glatt sein – das ist völlig in Ordnung.
- Autolyse (20 Minuten Ruhe): Decke die Schüssel mit Frischhaltefolie ab und lasse den Teig 20 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. Dieser Schritt ist Gold wert! In dieser Zeit saugt das Mehl das Wasser auf, und das Gluten beginnt sich von selbst zu entwickeln. Das spart dir später viel Knetarbeit.
- Kneten (8-10 Minuten): Nach der Ruhezeit knetest du den Teig mit der Küchenmaschine auf niedriger Stufe (oder von Hand) für etwa 8-10 Minuten. Der Teig wird sehr klebrig sein – widerstehe der Versuchung, mehr Mehl hinzuzufügen! Er soll so feucht bleiben. Du knetest so lange, bis der Teig glatt, elastisch und nicht mehr an den Schüsselwänden klebt. Ein guter Test: Ziehe vorsichtig an einer Teigkante. Wenn sie dünn wird, ohne zu reißen (Fenstertest), ist der Teig fertig.
- Erste Stockgare (1 Stunde bei Raumtemperatur): Forme den Teig zu einer glatten Kugel. Gib ihn zurück in die leicht geölte Schüssel und decke sie ab. Lasse ihn 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen. Er sollte sein Volumen sichtbar vergrößern.
- Übernacht-Gare im Kühlschrank (12-24 Stunden): Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Stell die abgedeckte Schüssel für mindestens 12 Stunden, besser 24 Stunden, in den Kühlschrank. Der Teig wird weiter langsam aufgehen und sein volles Aroma entwickeln. Keine Sorge, wenn er nach 24 Stunden etwas überzugehen scheint – das ist normal.
- Teiglinge formen (am nächsten Tag): Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Er wird kalt und fest sein. Bestäube die Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Stürze den Teig vorsichtig aus der Schüssel und teile ihn in 4 gleich große Stücke (je ca. 220 g). Forme jedes Stück zu einer glatten Kugel, indem du die Ränder immer wieder zur Mitte faltest und die Kugel auf der Arbeitsfläche rund drehst.
- Letzte Ruhe (2 Stunden bei Raumtemperatur): Lege die Teigkugeln auf ein bemehltes Brett oder Blech, decke sie mit einem feuchten Tuch ab und lasse sie 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen. Der Teig wird jetzt wieder weich und geschmeidig. Er ist bereit zum Ausrollen!
- Backofen vorheizen (mindestens 30 Minuten): Heize den Backofen auf die höchste Stufe vor (250 °C Umluft oder 275 °C Ober-/Unterhitze). Lege den Pizzastein oder das umgedrehte Backblech auf die mittlere Schiene. Der Stein muss richtig heiß sein, damit die Pizza knusprig wird.
- Pizza formen und belegen: Bestäube die Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Nimm eine Teigkugel und drücke sie von der Mitte nach außen flach. Ziehe den Teig dann vorsichtig mit den Händen in Form – entweder rund oder oval. Wirf ihn nicht in die Luft, wenn du kein Profi bist! Ein Nudelholz ist auch okay, aber die Handarbeit gibt die bessere Textur. Lege den Teig auf ein bemehltes Stück Backpapier. Verteile die zerdrückten Tomaten darauf, lasse dabei einen Rand von 1-2 cm frei. Belege mit dem abgetropften Mozzarella und einem Hauch Salz.
- Backen (8-12 Minuten): Ziehe die Pizza mitsamt Backpapier auf den heißen Stein oder das Blech. Backe sie 8-12 Minuten, bis der Rand goldbraun und knusprig ist und der Käse blubbert. (Die genaue Zeit hängt von deinem Ofen ab.)
- Servieren: Nimm die Pizza aus dem Ofen, beträufle sie mit etwas nativem Olivenöl extra und garniere sie mit frischem Basilikum. Sofort servieren und genießen!
Tipps und Tricks für den perfekten Teig
Ich habe bei diesem Teig so viele Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse:
- Die größte Herausforderung: der klebrige Teig. Keine Panik! Das ist gewollt. Die hohe Hydration macht ihn klebrig, aber genau das sorgt für die Blasen. Verwende eine Teigkarte zum Arbeiten und bestäube deine Hände und die Arbeitsfläche nur ganz leicht mit Mehl. Zu viel Mehl macht den Teig trocken und schwer.
- Die richtige Knetzeit: Wenn du von Hand knetest, musst du länger arbeiten (15-20 Minuten). Der Teig ist fertig, wenn er glatt und elastisch ist und nicht mehr an den Händen klebt. Der Fenstertest ist hier dein bester Freund.
- Die Kälte ist dein Freund: Der Teig direkt aus dem Kühlschrank lässt sich viel leichter formen, weil er fester ist. Wenn er zu warm wird, wird er wieder klebrig. Arbeite also zügig.
- Der Ofen muss richtig heiß sein: Ein Pizzastein ist ideal, aber auch ein schweres Backblech funktioniert. Heize es mindestens 30 Minuten vor. Die Hitze muss direkt auf den Teig treffen, damit er sofort aufgeht und knusprig wird.
- Nicht zu viel belegen: Weniger ist mehr! Ein zu schwerer Belag macht die Pizza matschig und verhindert, dass der Teig durchbackt. Ein paar Zutaten reichen völlig.
- Mein größter Fail: Ich habe einmal den Teig über 48 Stunden im Kühlschrank vergessen. Er roch leicht säuerlich, aber ich habe ihn trotzdem gebacken. Das Ergebnis? Eine Pizza mit einem leicht säuerlichen, aber nicht unangenehmen Geschmack – fast wie Sauerteig. Seitdem weiß ich: 24-36 Stunden sind ideal, aber 48 sind auch noch okay.
Variationen und Anpassungen
Dieses Grundrezept ist eine wunderbare Basis für unzählige Variationen. Hier sind meine Favoriten:
- Die Vollkorn-Variante: Ersetze 100 g des Typ 00 Mehls durch feines Vollkornmehl oder Dinkelvollkornmehl. Der Teig wird etwas schwerer und nussiger im Geschmack. Du musst eventuell 10-20 ml mehr Wasser hinzufügen, da Vollkornmehl mehr Flüssigkeit aufnimmt.
- Die glutenfreie Variante: Für eine glutenfreie Pizza empfehle ich eine fertige glutenfreie Mehlmischung für Brot oder Pizza. Die Übernacht-Gare funktioniert hier nicht so gut, da glutenfreie Teige anders reagieren. Bereite den Teig am besten direkt zu und backe ihn nach einer kurzen Gehzeit von 30 Minuten.
- Die Kräuter-Variante: Gib getrockneten Oregano, Thymian oder Rosmarin direkt mit ins Mehl. Das gibt dem Teig eine wunderbar mediterrane Note. Ich liebe es, ein paar gehackte frische Kräuter aus dem Garten unterzuheben.
- Die Käse-Variante: Neben dem Mozzarella kannst du geriebenen Parmesan, Pecorino oder Gorgonzola verwenden. Streue ihn einfach vor dem Backen über die Pizza. Ein Tipp: Parmesan gibt eine besonders knusprige Kruste.
- Die süße Variante: Ja, du kannst den Teig auch für eine süße Pizza verwenden! Lasse das Salz weg und gib 2 EL Zucker oder Honig mit ins Mehl. Belege die gebackene Pizza dann mit Nutella, frischen Erdbeeren und Puderzucker. Ein Traum!
Servieren und Aufbewahren
Die Pizza schmeckt am besten direkt aus dem Ofen, wenn sie noch heiß und knusprig ist. Serviere sie auf einem Holzbrett oder einem großen Teller.
- Temperatur: Am besten sofort servieren. Lauwarm schmeckt sie auch noch gut, aber die Knusprigkeit leidet.
- Passende Begleiter: Ein frischer grüner Salat mit Balsamico-Dressing oder ein knackiger Gurkensalat passen perfekt dazu. Als Getränk empfehle ich einen italienischen Rotwein (Chianti oder Montepulciano) oder ein kühles Bier. Für einen besonderen Genuss probiere doch mal unsere frischen Festival Wraps als Alternative für den nächsten Ausflug.
- Aufbewahren: Übrig gebliebene Pizza (falls es so etwas gibt) kannst du im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 1-2 Tage aufbewahren. Die Kruste wird dann weicher, aber der Geschmack bleibt.
- Wieder aufwärmen: Der beste Weg, die Pizza wieder knusprig zu bekommen, ist der Backofen oder eine heiße Pfanne. Gib die Pizza für 5-7 Minuten bei 180 °C in den Ofen oder brate sie in einer beschichteten Pfanne ohne Fett für 2-3 Minuten pro Seite. Die Mikrowelle ist tabu – sie macht die Pizza nur matschig.
- Einfrieren: Du kannst den fertig gebackenen Pizzateig (ohne Belag) einfrieren. Backe die Pizza einfach ohne Belag 5 Minuten vor, lasse sie abkühlen und friere sie ein. Bei Bedarf auftauen, belegen und fertig backen. Oder friere die ungebackenen Teiglinge ein. Lasse sie dann über Nacht im Kühlschrank auftauen.
Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile
Selbstgemachte Pizza ist nicht nur lecker, sondern auch gesünder als die Tiefkühlvariante, weil du die Kontrolle über die Zutaten hast. Hier eine grobe Nährwertangabe pro Portion (1/4 des Teigs ohne Belag):
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 350 kcal |
| Kohlenhydrate | 65 g |
| Eiweiß | 10 g |
| Fett | 6 g |
| Ballaststoffe | 3 g |
Gesundheitliche Vorteile: Weizenmehl liefert komplexe Kohlenhydrate, die langanhaltend Energie geben. Das native Olivenöl ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, die gut für das Herz sind. Die lange Gare macht den Teig bekömmlicher, da die Hefe einen Teil der schwer verdaulichen Bestandteile abbaut. Für eine leichtere Variante kannst du einen Teil des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen. Wer auf eine glutenfreie Ernährung angewiesen ist, sollte die glutenfreie Variante wählen. Wenn du nach einer herzhaften Alternative für ein Picknick suchst, sind diese herzhaften Picknick Muffins eine tolle Idee.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch ohne Übernacht-Gare zubereiten?
Ja, das ist möglich. Lass den Teig dann nach dem Kneten einfach 2-3 Stunden bei Raumtemperatur gehen. Der Geschmack und die Knusprigkeit werden aber nicht so intensiv sein wie bei der kalten Gare.
Warum wird mein Pizzateig nicht knusprig?
Die häufigste Ursache ist ein zu niedriger Ofen oder ein zu feuchter Belag. Heize den Ofen auf die höchste Stufe vor und verwende einen Pizzastein. Tupfe den Mozzarella gut ab und übertreibe es nicht mit der Soße.
Kann ich den Teig auch mit Dinkelmehl machen?
Ja, Dinkelmehl (Typ 630) funktioniert gut. Es nimmt etwas weniger Wasser auf, also reduziere die Wassermenge um 20-30 ml. Der Teig wird etwas fester und hat einen nussigeren Geschmack. Für eine rustikalere Variante empfehle ich unser rustikales Roggenbrot.
Wie lange kann ich den Teig im Kühlschrank lassen?
Der Teig ist 24-48 Stunden haltbar. Nach 48 Stunden wird er sehr stark fermentieren und kann leicht säuerlich schmecken. Das ist nicht schädlich, aber der Geschmack verändert sich. Am besten ist er nach 24 Stunden.
Kann ich den Teig einfrieren?
Ja, du kannst die geformten Teigkugeln nach der Übernacht-Gare einfrieren. Wickele sie dazu einzeln in Frischhaltefolie und lege sie in einen Gefrierbeutel. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen und dann 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Fazit
Dieser perfekte knusprige Pizzateig mit Übernacht-Gare ist mehr als nur ein Rezept – er ist eine Einladung, das Pizzabacken neu zu entdecken. Er erfordert ein bisschen Planung, aber der Aufwand wird mit einem Geschmack belohnt, der dich und deine Lieben umhauen wird. Du wirst staunen, wie einfach es ist, mit nur wenigen Zutaten und etwas Geduld eine Pizza zu zaubern, die jeder Fertigpizza haushoch überlegen ist.
Ich liebe diesen Teig, weil er mir das Gefühl gibt, ein echter Pizzaiolo zu sein, ohne dass ich einen Steinofen brauche. Er ist mein Sonntagsritual, mein kleines Projekt, das immer gelingt. Und ich hoffe, er wird auch deins.
Also, trau dich! Schnapp dir die Zutaten, nimm dir die Zeit und backe deine eigene Traumpizza. Und wenn du es ausprobierst, lass es mich wissen! Hinterlasse gerne einen Kommentar, teile deine Kreation auf Pinterest oder tagge mich in deinen Bildern. Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse!
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Perfekter knuspriger Pizzateig mit Übernacht-Gare
Dieser Pizzateig mit Übernacht-Gare liefert eine unschlagbar knusprige Kruste und maximalen Geschmack bei minimalem Aufwand. Die lange, langsame Gare im Kühlschrank sorgt für eine luftige, blubbernde Kruste, die an die besten Pizzerien erinnert.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 10 Minuten
- Total Time: 14 Stunden 40 Minuten (inkl. Ruhezeiten)
- Yield: 4 Portionen (4 Pizzen) 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Italienisch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl Typ 00 oder Typ 405 (ca. 4 Tassen)
- 350 ml kaltes Wasser (ca. 1 1/2 Tassen)
- 2 g frische Hefe oder 1 g Trockenhefe (ca. 1/2 TL frisch oder 1/4 TL trocken)
- 10 g feines Meersalz (ca. 2 TL)
- 15 ml natives Olivenöl extra (ca. 1 EL)
- 1 Dose (400 g) San-Marzano-Tomaten (optional für Belag)
- 200 g frischer Mozzarella (Büffel- oder Fior di Latte, optional für Belag)
- Frisches Basilikum (optional für Belag)
- Natives Olivenöl extra zum Beträufeln (optional)
Instructions
- Hefe aktivieren: Löse die frische Hefe in ca. 50 ml des kalten Wassers auf. Bei Trockenhefe direkt mit Mehl vermischen. 5 Minuten stehen lassen, bis es schäumt.
- Mehl und Salz in einer großen Rührschüssel vermischen.
- Restliches Wasser, Hefewasser und Olivenöl zum Mehl geben. Mit einem Holzlöffel oder Teigkarte zu einem groben, klebrigen Teig vermischen.
- Autolyse: Schüssel abdecken und 20 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
- Kneten: Teig mit Küchenmaschine (niedrige Stufe) oder von Hand 8-10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und nicht mehr an den Schüsselwänden klebt (Fenstertest).
- Erste Stockgare: Teig zu einer glatten Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel geben, abdecken und 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
- Übernacht-Gare: Abgedeckte Schüssel für 12-24 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Teiglinge formen: Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf bemehlter Fläche in 4 gleich große Stücke teilen (je ca. 220 g) und zu glatten Kugeln formen.
- Letzte Ruhe: Teigkugeln auf ein bemehltes Brett legen, abdecken und 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
- Backofen vorheizen: Ofen auf höchste Stufe vorheizen (250 °C Umluft oder 275 °C Ober-/Unterhitze). Pizzastein oder umgedrehtes Backblech auf mittlerer Schiene mitheizen (mindestens 30 Minuten).
- Pizza formen und belegen: Teigkugel auf bemehlter Fläche flach drücken und mit Händen in Form ziehen. Auf Backpapier legen. Tomaten darauf verteilen (Rand frei lassen), mit abgetropftem Mozzarella belegen und leicht salzen.
- Backen: Pizza mitsamt Backpapier auf den heißen Stein oder das Blech ziehen. 8-12 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und knusprig ist und der Käse blubbert.
- Servieren: Pizza aus dem Ofen nehmen, mit Olivenöl beträufeln und mit frischem Basilikum garnieren. Sofort servieren.
Notes
Der Teig ist sehr klebrig – widerstehe der Versuchung, mehr Mehl hinzuzufügen. Die hohe Hydration ist entscheidend für die luftige Kruste. Für beste Ergebnisse den Ofen mindestens 30 Minuten vorheizen und den Mozzarella gut abtupfen, um Matschigkeit zu vermeiden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Pizza (1/4 des Tei
- Calories: 350
- Sugar: 1
- Sodium: 500
- Fat: 6
- Saturated Fat: 1
- Carbohydrates: 65
- Fiber: 3
- Protein: 10
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