Geschrieben von

Virginia Ramsey

Veröffentlicht

Klassischer Zwetschgenkuchen mit knusprigen Streuseln: Einfach perfekt

Fertig in 90 Minuten
Portionen 12 Stücke
Schwierigkeitsgrad Medium

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Die Pflaumen lagen da. In dieser blauen Schale, die meine Oma mir mal geschenkt hat. Sie waren so reif, dass man sie kaum anfassen konnte, ohne dass die Haut aufplatzte. Und ich stand da mit einem vollen Kühlschrank, einem leeren Sonntagnachmittag und diesem leisen Druck im Hinterkopf: Was machst du jetzt damit?

Ich hatte eigentlich nur einen simplen Rührteig geplant. So einen, den man schnell zusammenrührt, wenn die Zeit knapp ist. Aber dann fiel mein Blick auf die Streusel. Reste vom letzten Backprojekt. Und irgendwie passte das. Die Kombination aus dem leicht säuerlichen Zwetschgen, dem butterweichen Teig und diesen knusprigen, fast schon karamellisierten Streuseln – das ist einfach klassisch. Nicht aufregend neu, aber ehrlich und gut.

Dieser klassische Zwetschgenkuchen mit knusprigen Streuseln ist so ein Rezept, das man nicht groß erklären muss. Es ist der Kuchen, den man von der Oma kennt, den man auf dem Wochenmarkt riecht und der einfach immer geht. Ohne Schnickschnack, ohne exotische Zutaten. Nur ein bisschen Geduld und die richtige Mischung. Und genau das macht ihn so perfekt. Denn manchmal braucht man kein neues Wunderrezept. Manchmal braucht man einfach diesen einen Bissen, der sich anfühlt wie nach Hause kommen.

Warum Sie diesen Zwetschgenkuchen lieben werden

Ich backe wirklich gerne, aber ich bin keine Konditorin. Meine Küche ist klein, meine Zeit ist knapp und meine Geduld – na ja, die hat Grenzen. Deshalb mag ich Rezepte, die funktionieren, ohne dass man ständig nachdenken muss. Und dieser Kuchen ist genau das.

  • Schnell & einfach: Der Teig ist in 10 Minuten zusammengerührt. Keine aufwendigen Techniken, kein stundenlanges Kneten. Perfekt für spontane Backgelüste.
  • Einfache Zutaten: Mehl, Butter, Zucker, Eier, Zwetschgen – das haben Sie entweder zuhause oder bekommen es im nächsten Supermarkt. Keine Jagd nach exotischen Gewürzen.
  • Perfekt für den Herbst: Wenn die Zwetschgen Saison haben, ist dieser Kuchen der Star auf jeder Kaffeetafel. Er schmeckt aber auch im Sommer oder Winter, wenn man auf Tiefkühlware zurückgreift.
  • Ein echter Publikumsliebling: Ernsthaft, ich habe diesen Kuchen schon zu Geburtstagen, Grillabenden und einfach so an einem verregneten Sonntag mitgebracht. Er wird immer geliebt. Die Streusel sind der Knaller.
  • Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus dem saftigen, leicht säuerlichen Fruchtfleisch und dem buttrigen, knusprigen Streuselbelag – das ist pure Komfortzone. Einfach himmlisch.

Was diesen klassischen Zwetschgenkuchen mit knusprigen Streuseln von anderen unterscheidet? Es ist der kleine Trick mit der Stärke im Teig und den Streuseln. Dadurch werden die Streusel nicht matschig, sondern bleiben schön knusprig, und der Teig saugt sich nicht mit dem Fruchtsaft voll. Das ist kein Zufall, das ist Erfahrung. Ich habe ein paar Bleche in den Sand gesetzt, bis ich das raus hatte. Aber jetzt ist es perfekt.

Dieser Kuchen ist nicht einfach nur gut. Er ist der Kuchen, bei dem man nach dem ersten Bissen kurz die Augen schließt. Weil er genau das ist, was man in dem Moment braucht.

Was Sie an Zutaten brauchen

Die Zutatenliste ist kurz und überschaubar. Das ist das Schöne daran. Sie brauchen keine Spezialgeschäfte, nur einen gut sortierten Vorratsschrank. Ich habe ein paar persönliche Favoriten und kleine Tipps eingestreut, die den Unterschied machen.

Für den Mürbeteig (der Boden)

  • 250 g Mehl (Type 405): Das ist das Standard-Weizenmehl. Es sorgt für einen mürben, aber stabilen Boden. Wer es etwas nussiger mag, kann 50 g durch Dinkelmehl ersetzen.
  • 125 g kalte Butter: Die Butter muss wirklich kalt sein, am besten direkt aus dem Kühlschrank. Ich schneide sie in kleine Würfel, dann lässt sie sich leichter einarbeiten. (Ich verwende am liebsten die Butter von Kerrygold, aber jede gute Marke tut es.)
  • 80 g Zucker: Feiner Haushaltszucker. Für eine leicht karamellige Note können Sie auch 20 g durch braunen Zucker ersetzen.
  • 1 Ei (Größe M): Das Ei bindet den Teig. Falls Sie kein Ei haben, geht es auch mit 2 EL kaltem Wasser, aber der Teig wird dann etwas bröseliger.
  • 1 Prise Salz: Klingt komisch, aber Salz hebt den Geschmack von Butter und Zucker hervor. Nicht weglassen!

Für die Füllung

klassischer zwetschgenkuchen mit knusprigen streuseln preparation steps

  • 1 kg frische Zwetschgen: Am besten sind reife, aber noch feste Früchte. Sie sollten nicht zu matschig sein. Wenn Sie keine frischen bekommen, nehmen Sie tiefgekühlte Zwetschgen (vorher auftauen und abtropfen lassen).
  • 2 EL Zucker: Zum Bestreuen der Zwetschgen. Je nach Süße der Früchte können Sie die Menge anpassen.
  • 1 TL Zimt: Das klassische Gewürz zu Zwetschgen. Es passt einfach perfekt. (Ich mahle meinen Zimt immer frisch, das riecht so unglaublich gut.)
  • 1 EL Speisestärke: Das ist der geheime Trick! Die Stärke bindet den austretenden Fruchtsaft und verhindert, dass der Boden durchweicht.

Für die knusprigen Streusel

  • 200 g Mehl (Type 405): Auch hier wieder das Standardmehl.
  • 120 g Zucker: Ich nehme eine Mischung aus 80 g weißen und 40 g braunen Zucker. Der braune Zucker gibt den Streuseln eine schöne Farbe und einen Hauch von Karamell.
  • 120 g kalte Butter: Wieder in kleine Würfel geschnitten. Die Butter darf nicht zu weich sein, sonst werden die Streusel zu einer einzigen Masse.
  • 1 Päckchen Vanillezucker: Oder das Mark einer halben Vanilleschote. Das gibt den Streuseln eine wunderbare Note.
  • 1 Prise Salz: Auch hier – nicht vergessen!

Wenn Sie eine glutenfreie Variante möchten, ersetzen Sie das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung für Kuchen. Die Streusel werden dann etwas krümeliger, schmecken aber trotzdem fantastisch.

Welche Ausrüstung Sie brauchen

Sie brauchen keine teure Profiausrüstung für diesen Kuchen. Ein paar grundlegende Dinge reichen völlig aus.

  • Eine Springform (26 cm Durchmesser): Oder eine rechteckige Backform (ca. 30 x 20 cm). Ich persönlich liebe meine Springform von Kaiser mit dem Antihaftboden. Die ist nicht teuer und hält ewig.
  • Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät: Für den Mürbeteig und die Streusel. Sie können alles auch von Hand machen, aber dann brauchen Sie etwas Geduld und Muskelkraft. Die Küchenmaschine macht die Arbeit leichter.
  • Eine Schüssel: Am besten eine große Rührschüssel aus Edelstahl oder Glas.
  • Ein scharfes Messer: Zum Entsteinen der Zwetschgen. Ein kleines Obstmesser ist ideal.
  • Ein Backpapier: Zum Auslegen der Form. Das erspart das Einfetten und der Kuchen lässt sich leichter lösen.
  • Ein Nudelholz: Wenn Sie den Boden ausrollen möchten. Geht auch mit den Händen, aber mit dem Nudelholz wird es gleichmäßiger.

Falls Sie keine Springform haben, nehmen Sie eine Auflaufform. Der Kuchen wird dann etwas höher, backt aber genauso gut. Ein Tipp: Fetten Sie die Form immer gut ein, auch wenn sie antihaftbeschichtet ist. Sicher ist sicher.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt der perfekte Zwetschgenkuchen

Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, das ist einfacher, als Sie denken. Ich zeige Ihnen jeden Schritt genau, damit nichts schiefgehen kann.

  1. Backofen vorheizen und Form vorbereiten: Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Legen Sie den Boden Ihrer Springform mit Backpapier aus und fetten Sie den Rand leicht ein.
  2. Den Mürbeteig zubereiten: Geben Sie das Mehl, die kalten Butterwürfel, den Zucker, das Ei und die Prise Salz in eine Schüssel. Verkneten Sie alles schnell mit den Händen oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh. Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen, ohne zu kleben. Wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank.
  3. Die Zwetschgen vorbereiten: Während der Teig kühlt, kümmern Sie sich um die Früchte. Waschen Sie die Zwetschgen, halbieren Sie sie und entfernen Sie die Kerne. Sie können die Hälften nochmal quer halbieren, wenn Sie kleinere Stücke mögen. Ich lasse sie meist ganz, das sieht später schöner aus. Vermischen Sie die vorbereiteten Zwetschgen in einer Schüssel mit dem Zucker, dem Zimt und der Speisestärke. Lassen Sie sie kurz ziehen.
  4. Die Streusel herstellen: Für die Streusel geben Sie das Mehl, den Zucker (weiß und braun), den Vanillezucker und die Prise Salz in eine Schüssel. Fügen Sie die kalten Butterwürfel hinzu. Verreiben Sie alles mit den Fingerspitzen oder der Küchenmaschine zu krümeligen Streuseln. Wichtig: Die Streusel sollten nicht zu einer Masse werden, sondern schön bröselig bleiben. Stellen Sie die Schüssel beiseite.
  5. Den Boden ausrollen und in die Form geben: Nehmen Sie den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank. Rollen Sie ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis aus, der etwas größer ist als Ihre Springform. Heben Sie den Teig vorsichtig in die Form und drücken Sie ihn gleichmäßig am Boden und etwa 2 cm am Rand hoch. Stechen Sie den Boden mehrmals mit einer Gabel ein – das verhindert, dass er beim Backen Blasen wirft.
  6. Die Zwetschgen verteilen: Verteilen Sie die vorbereiteten Zwetschgen gleichmäßig auf dem Teigboden. Drücken Sie sie leicht an. Der Saft, der sich in der Schüssel gebildet hat, kann ebenfalls über die Früchte gegeben werden – die Stärke sorgt dafür, dass er nicht ausläuft.
  7. Die Streusel daraufgeben: Streuen Sie die Streusel großzügig über die Zwetschgen. Verteilen Sie sie gleichmäßig, sodass die Früchte vollständig bedeckt sind. Es dürfen ruhig ein paar Häufchen geben – das sieht später rustikal und lecker aus.
  8. Backen: Schieben Sie die Form auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Backofen. Backen Sie den Kuchen für etwa 45–55 Minuten. Der genaue Zeitpunkt hängt von Ihrem Ofen ab. Der Kuchen ist fertig, wenn die Streusel goldbraun sind und der Teigrand sich leicht vom Formrand löst. Machen Sie bei Unsicherheit die Stäbchenprobe: Ein Holzstäbchen in den Teigrand gestochen sollte sauber herauskommen.
  9. Abkühlen lassen: Nehmen Sie den Kuchen aus dem Ofen und lassen Sie ihn in der Form auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Das dauert etwa 1–2 Stunden. Erst dann vorsichtig aus der Form lösen. Der Kuchen ist warm zwar auch lecker, aber er lässt sich erst richtig gut schneiden, wenn er kalt ist.

Ein kleiner Tipp von mir: Wenn Sie den Kuchen am Vortag backen, schmeckt er am nächsten Tag noch besser. Die Aromen haben dann Zeit, sich richtig zu verbinden. Einfach abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen.

Backtipps & Profi-Kniffe für den perfekten Streuselkuchen

Ich habe schon so einige Bleche Zwetschgenkuchen gebacken. Und ja, nicht jeder war ein Erfolg. Hier sind die wichtigsten Lektionen, die ich gelernt habe, damit Ihnen das nicht passiert.

Der häufigste Fehler: Durchweichter Boden. Das passiert, wenn die Zwetschgen zu viel Saft abgeben. Die Lösung ist die Speisestärke. Sie bindet den Saft und hält den Teig trocken. Auch das Vorbacken des Bodens für 10 Minuten hilft, aber das ist bei diesem Rezept nicht nötig, wenn Sie die Stärke verwenden.

Die Streusel werden nicht knusprig? Das liegt meist an zu warmer Butter oder an zu wenig Mehl. Die Butter muss kalt sein, und das Verhältnis von Mehl zu Butter sollte etwa 2:1 betragen. Wenn die Streusel trotzdem matschig werden, haben Sie sie vielleicht zu lange geknetet. Einfach nur kurz verreiben, bis es krümelig ist.

Timing ist alles: Ich bereite immer zuerst den Teig zu und stelle ihn kalt. Während er kühlt, mache ich die Zwetschgen und die Streusel fertig. So geht alles Hand in Hand, und der Teig hat genug Zeit zum Entspannen. Das spart Zeit und Nerven.

Einmal war ich zu ungeduldig und habe den Teig nicht lange genug gekühlt. Ergebnis: Der Boden war beim Ausrollen klebrig und ließ sich kaum in die Form heben. Seitdem nehme ich mir die 30 Minuten Kühlzeit. Es lohnt sich.

Für gleichmäßige Streusel: Wenn Sie die Streusel mit den Fingerspitzen reiben, werden sie am schönsten. Die Küchenmaschine ist schneller, aber die Streusel werden oft zu fein. Ich mache es meist von Hand – das ist fast meditativ.

Der Kuchen ist zu dunkel? Jeder Ofen backt anders. Wenn die Streusel nach 30 Minuten schon sehr braun aussehen, legen Sie einfach ein Stück Alufolie lose darüber. Das schützt die Oberfläche, während der Kuchen innen fertig backt.

Variationen & kreative Abwandlungen

Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass es sich wunderbar anpassen lässt. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die wirklich gut funktionieren.

1. Mit anderen Früchten: Statt Zwetschgen können Sie auch Pflaumen, Mirabellen oder sogar Äpfel verwenden. Bei Äpfeln die Stärke weglassen und dafür etwas Zitronensaft über die Früchte geben. Auch Birnen passen hervorragend – einfach in dünne Spalten schneiden.

2. Vegane Variante: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine (am besten eine, die speziell zum Backen geeignet ist) und das Ei durch 2 EL Apfelmus oder Leinsamen-Ei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser, 5 Minuten quellen lassen). Der Teig wird etwas bröseliger, aber der Geschmack ist super.

3. Mit Nüssen: Geben Sie 50 g gehackte Mandeln oder Walnüsse unter die Streusel. Das gibt einen zusätzlichen Crunch und eine wunderbare Note. Ich habe das letztens für einen Geburtstag gemacht – alle waren begeistert.

4. Gewürzvariation: Statt Zimt können Sie auch eine Prise Kardamom oder Nelkenpulver zu den Zwetschgen geben. Oder Sie mischen etwas Lebkuchengewürz unter die Streusel – das schmeckt besonders in der Weihnachtszeit fantastisch.

5. Mit Schmand oder Sahne: Wenn Sie es etwas cremiger mögen, verteilen Sie vor dem Backen 200 g Schmand oder Creme fraîche auf dem Teigboden und geben dann die Zwetschgen darauf. Das ergibt eine ganz andere, aber auch sehr leckere Version.

Ich habe vor kurzem eine Version mit saftigem Aprikosen-Streuselkuchen vom Blech ausprobiert, die ähnlich funktioniert. Die Aprikosen geben eine frische, fruchtige Note – perfekt für den Sommer.

Servieren & Aufbewahren

Der Kuchen schmeckt am besten bei Zimmertemperatur, aber ehrlich gesagt – ich esse ihn auch gerne kalt direkt aus dem Kühlschrank. Die Streusel werden dann noch knuspriger. Ein absoluter Genuss.

Serviertipp: Ein Klecks geschlagene Sahne oder eine Kugel Vanilleeis dazu – das ist der Himmel auf Erden. Für eine herbstliche Note können Sie auch etwas warme Vanillesoße darübergeben. Passt perfekt!

Dazu passt: Eine Tasse Kaffee oder ein Glas kalte Milch. Oder, wenn Sie es etwas besonderer mögen, ein Glas Federweißer – das ist die klassische Kombination zur Zwetschgenzeit.

Aufbewahrung: Der Kuchen hält sich abgedeckt bei Raumtemperatur etwa 2–3 Tage. Im Kühlschrank sogar bis zu 5 Tage. Allerdings werden die Streusel im Kühlschrank etwas weicher. Einfach vor dem Servieren kurz im Ofen bei 150 °C für 5–10 Minuten aufbacken – dann sind sie wieder fast wie frisch gebacken.

Einfrieren: Ja, das geht! Den fertig gebackenen und abgekühlten Kuchen in Stücke schneiden, einzeln in Frischhaltefolie wickeln und in einen Gefrierbeutel geben. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen oder kurz im Ofen aufwärmen.

Mein persönlicher Tipp: Wenn ich den Kuchen für Gäste vorbereite, backe ich ihn am Vortag. Er schmeckt am zweiten Tag oft noch besser, weil die Aromen durchgezogen sind. Und ich habe am Tag des Besuchs weniger Stress.

Nährwerte & gesundheitliche Aspekte

Gut, ein Zwetschgenkuchen ist jetzt kein Diätgericht. Aber er hat durchaus seine guten Seiten. Die Zwetschgen sind reich an Ballaststoffen, Vitaminen (besonders Vitamin K und C) und Antioxidantien. Sie unterstützen die Verdauung und sind gut für das Herz-Kreislauf-System. Also, ein Stück Kuchen ist nicht nur Genuss, sondern auch ein kleiner Gesundheitsboost.

Ungefähre Nährwerte pro Stück (bei 12 Stücken):

  • Kalorien: ca. 320 kcal
  • Fett: ca. 18 g
  • Kohlenhydrate: ca. 38 g
  • Eiweiß: ca. 4 g
  • Ballaststoffe: ca. 3 g

Allergene: Enthält Gluten (Weizenmehl), Milchprodukte (Butter) und Eier. Für eine gluten- oder laktosefreie Variante finden Sie oben die entsprechenden Anpassungen.

Ich persönlich sehe das so: Ein Stück von diesem Kuchen ist ein Stück Lebensfreude. Es geht nicht um Perfektion oder Kalorienzählen. Es geht um den Moment, in dem man den ersten Bissen nimmt und einfach nur glücklich ist. Und das ist doch die beste Medizin.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Kuchen auch mit TK-Zwetschgen backen?
Ja, absolut. Lassen Sie die Zwetschgen vorher auftauen und gießen Sie den überschüssigen Saft ab. Tupfen Sie sie dann mit Küchenpapier trocken. Die Backzeit kann sich um etwa 5–10 Minuten verlängern.

Warum wird mein Streuselkuchen immer matschig?
Das liegt meist an zu viel Fruchtsaft oder an zu warmen Zutaten. Verwenden Sie Speisestärke, um den Saft zu binden, und achten Sie darauf, dass die Butter für die Streusel schön kalt ist. Auch das Vorbacken des Bodens kann helfen.

Kann ich den Zucker reduzieren?
Ja, Sie können den Zucker im Teig und in den Streuseln um etwa 20–30 % reduzieren. Die Zwetschgen sollten Sie aber weiterhin mit Zucker bestreuen, da sie sonst zu sauer werden können. Probieren Sie es einfach aus.

Wie bekomme ich die Streusel besonders knusprig?
Verwenden Sie eine Mischung aus weißem und braunem Zucker. Der braune Zucker karamellisiert und macht die Streusel extra knusprig. Auch das Verhältnis von Mehl zu Butter (2:1) ist entscheidend. Und nicht zu lange kneten!

Kann ich den Kuchen auch ohne Ei backen?
Ja, wie oben beschrieben, können Sie das Ei durch 2 EL Apfelmus oder ein Leinsamen-Ei ersetzen. Der Teig wird dann etwas bröseliger, aber das macht bei einem Streuselkuchen kaum etwas aus.

Fazit: Ein Kuchen für alle Fälle

Dieser klassische Zwetschgenkuchen mit knusprigen Streuseln ist mehr als nur ein Rezept. Er ist ein Stück Heimat, ein bisschen Nostalgie und vor allem: einfach verdammt lecker. Er ist unkompliziert, er funktioniert immer und er zaubert jedem ein Lächeln ins Gesicht. Ob zum Sonntagskaffee, zum Geburtstag oder einfach so, weil die Zwetschgen reif sind – dieser Kuchen ist immer eine gute Idee.

Probieren Sie ihn aus. Und wenn Sie ihn nach Ihrem Geschmack anpassen – mit anderen Früchten, mit Nüssen oder mit einer Prise Ihres Lieblingsgewürzes – dann ist das genau der richtige Weg. Backen soll Spaß machen und persönlich sein. Ich liebe es, wenn meine Leser eigene Kreationen ausprobieren und mir davon erzählen.

Wenn Sie noch mehr Inspiration für fruchtige Kuchen suchen, schauen Sie sich doch mal meinen saftigen Kirsch-Streuselkuchen mit Vanillepudding vom Blech an. Oder für den Sommer diesen saftigen Sommer-Blechkuchen mit gemischten Beeren. Beide sind absolute Lieblinge in meiner Küche.

Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar, wie Ihr Kuchen geworden ist. Ich freue mich riesig über jedes Feedback! Und jetzt: Ran an die Zwetschgen und viel Spaß beim Backen!

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klassischer zwetschgenkuchen mit knusprigen streuseln recipe

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Klassischer Zwetschgenkuchen mit knusprigen Streuseln

Ein einfacher und ehrlicher Zwetschgenkuchen mit buttrigem Mürbeteigboden und knusprigen, fast karamellisierten Streuseln. Perfekt für den Herbst und ein echter Publikumsliebling.

  • Author: Anna
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 50 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 20 Minuten
  • Yield: 12 Stücke 1x
  • Category: Kuchen
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 125 g kalte Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 kg frische Zwetschgen
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Speisestärke
  • 200 g Mehl (Type 405)
  • 120 g Zucker (Mischung aus 80 g weißem und 40 g braunem Zucker)
  • 120 g kalte Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz

Instructions

  1. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Springformboden mit Backpapier auslegen, Rand einfetten.
  2. Für den Mürbeteig: Mehl, kalte Butterwürfel, Zucker, Ei und Salz schnell zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.
  3. Zwetschgen waschen, halbieren, entsteinen. Mit Zucker, Zimt und Speisestärke vermischen und ziehen lassen.
  4. Für die Streusel: Mehl, Zucker (weiß und braun), Vanillezucker und Salz mit kalten Butterwürfeln zu krümeligen Streuseln verreiben. Beiseite stellen.
  5. Teig auf bemehlter Fläche etwas größer als die Form ausrollen, in die Form legen, am Boden und 2 cm am Rand hochdrücken. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
  6. Zwetschgen gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen und leicht andrücken.
  7. Streusel großzügig über die Zwetschgen streuen, sodass sie vollständig bedeckt sind.
  8. Auf der mittleren Schiene 45–55 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind und der Teigrand sich löst. Stäbchenprobe machen.
  9. In der Form auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen (1–2 Stunden), dann vorsichtig lösen.

Notes

Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag noch besser. Streusel werden knuspriger, wenn man eine Mischung aus weißem und braunem Zucker verwendet. Bei zu dunkler Oberfläche nach 30 Minuten mit Alufolie abdecken.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stück
  • Calories: 320
  • Sugar: 22
  • Sodium: 0.2
  • Fat: 18
  • Saturated Fat: 11
  • Carbohydrates: 38
  • Fiber: 3
  • Protein: 4

Keywords: Zwetschgenkuchen, Streuselkuchen, Pflaumenkuchen, Herbstkuchen, einfaches Rezept, klassisch

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