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Draußen hängt dieser graue Novembernebel, der alles ein wenig stiller macht. Die Blätter sind längst gefallen, und irgendwie hat man das Gefühl, die Welt zieht sich langsam zum Winterschlaf zurück. In der Küche duftet es nach Salbei und gebratenem Kürbis – ein Geruch, der sich in den Vorhängen festsetzt und bleibt. Ich stehe da, rühre Ricotta durch ein Sieb, und denke an nichts Bestimmtes. Nur an den gleichmäßigen Rhythmus des Rührens und an das leise Zischen des Backofens, der langsam warm wird.
Diese Cremige Kürbis-Lasagne mit Ricotta und Salbei ist nicht für große Gesellschaften oder Festtage. Sie ist für genau diesen Moment: wenn man nichts beweisen muss und der einzige Plan darin besteht, sich etwas Gutes zu tun. Es gibt kein Publikum, keine Kamera – nur mich, den Kürbis und die Schichten aus Pasta und Käse. Und ehrlich? Genau so schmeckt sie am besten.
Ich habe dieses Rezept über ein paar Herbste hinweg entwickelt, jedes Mal ein bisschen anders. Mal mit mehr Muskat, mal mit gerösteten Kürbiskernen obendrauf. Aber die Kombination aus süßlich-herbem Kürbis, cremigem Ricotta und dem erdigen Salbei – die ist geblieben. Sie fühlt sich an wie eine stille Umarmung, warm und tröstlich. Und genau das ist der Punkt: Dieses Gericht muss nicht laut sein. Es muss nur genau richtig sein.
Vielleicht ist es das, was ich an dieser Lasagne am meisten liebe. Sie fragt nicht nach Perfektion, sie verlangt nur ein bisschen Zeit und Ruhe. Und sie gibt dir das Gefühl, dass alles gut ist – zumindest für den Moment. Also, schnapp dir einen Kürbis, stell den Ofen an, und lass uns gemeinsam etwas Schönes kochen.
Warum du diese Kürbis-Lasagne lieben wirst
Es gibt Gerichte, die sind wie eine warme Decke an einem kalten Tag. Diese Lasagne ist genau das – aber mit einer ordentlichen Portion Herbstzauber obendrauf. Lass mich dir sagen, warum sie dein neues Lieblingsrezept werden wird:
- Schnell & einfach: Klar, Lasagne braucht ein bisschen Zeit im Ofen. Aber die Vorbereitung ist überraschend unkompliziert. Kein stundenlanges Vorkochen, keine komplizierten Saucen. In etwa 30 Minuten hast du alles geschichtet – der Rest passiert von allein.
- Einfache Zutaten: Keine exotischen Gewürze oder schwer zu findenden Spezialitäten. Kürbis, Ricotta, Salbei, Lasagneblätter – das meiste hast du wahrscheinlich schon zu Hause. Oder bekommst es im nächsten Supermarkt.
- Perfekt für gemütliche Abende: Dieses Gericht ist wie gemacht für diese Abende, an denen man einfach nur auf der Couch versinken will. Ein Glas Rotwein dazu, vielleicht eine gute Serie – und der Abend ist perfekt.
- Ein echter Publikumsliebling: Ich hab sie schon für Freunde gekocht, die normalerweise nicht so auf Kürbis stehen. Und rate mal? Der Teller war leer. Die Kombination aus cremigem Ricotta und dem leicht süßlichen Kürbis überzeugt einfach jeden.
- Unwiderstehlich lecker: Die Textur ist himmlisch – weiche Pasta, cremige Füllung, und dieser leicht knusprige Rand, der im Ofen karamellisiert. Und der Salbei? Der bringt genau das richtige Maß an Würze, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Was diese Lasagne von anderen Rezepten unterscheidet? Es ist die Art, wie der Ricotta mit dem Kürbis verschmilzt. Ich verwende einen Trick: Ich rühre etwas geriebenen Parmesan unter den Ricotta, bevor ich ihn schichte. Das gibt der Füllung nicht nur mehr Geschmack, sondern auch eine unglaublich cremige Konsistenz, die perfekt mit dem Kürbis harmoniert. Und der Salbei wird nicht nur als Dekoration verwendet – ich brate ihn kurz in Butter an, bevor ich ihn zwischen die Schichten gebe. Das bringt sein Aroma richtig zur Geltung.
Diese Lasagne ist nicht einfach nur ein weiteres Kürbisrezept. Sie ist das Ergebnis vieler Versuche, ein bisschen Trial and Error, und der Erkenntnis, dass die einfachsten Zutaten oft die besten Gerichte ergeben. Sie schmeckt nach Herbst, nach Gemütlichkeit, und nach genau dem, was man braucht, wenn die Tage kürzer werden.
Was du an Zutaten brauchst
Bevor wir loslegen, lass uns einen Blick auf die Zutaten werfen. Das Schöne an diesem Rezept? Du brauchst nicht viel – aber jedes Teil hat seinen Job.
Die Basis bildet ein Hokkaido-Kürbis. Warum Hokkaido? Weil du ihn nicht schälen musst. Die Schale wird beim Kochen wunderbar weich und ist voller Nährstoffe. Außerdem hat er ein intensives, süßliches Aroma, das perfekt zu den herzhaften Komponenten passt. Achte beim Kauf darauf, dass der Kürbis fest ist und keine weichen Stellen hat.
Für die Kürbis-Schicht:
- 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis (ca. 800g – 1 kg)
- 2 EL Olivenöl
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- 1 TL getrockneter Thymian (oder 2 TL frischer)
- Eine Prise Muskatnuss, frisch gerieben
Für die Ricotta-Salbei-Füllung:

- 500 g Ricotta (am besten Vollfettstufe, für die Cremigkeit)
- 100 g geriebener Parmesan (ich nehme gern einen gereiften, der mehr Aroma hat)
- 1 Ei (Größe M oder L)
- Eine Handvoll frische Salbeiblätter (ca. 15-20 Blätter)
- 2 EL Butter
- Salz und Pfeffer
- Eine Prise Chiliflocken (optional, aber ich liebe die leichte Schärfe)
Für die Bechamelsoße:
- 60 g Butter
- 60 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 600 ml Milch (Vollmilch oder 3,5% Fett)
- Salz, Pfeffer, Muskat
- 50 g geriebener Parmesan
Außerdem:
- 12-15 Lasagneblätter (keine Vorkochzeit nötig, wenn du die Sorte nimmst, die im Ofen gart)
- 150 g geriebener Mozzarella (für die Kruste)
- Ein paar frische Salbeiblätter für die Dekoration
Ein paar Tipps von mir: Beim Ricotta lohnt es sich, nicht zur günstigsten Variante zu greifen. Ein guter Ricotta ist cremiger und weniger körnig. Ich mag den von Galbani oder die Eigenmarke von Edeka – die sind beide top. Den Parmesan reibe ich immer frisch, das macht einen deutlichen Unterschied. Und beim Kürbis: Wenn du keinen Hokkaido bekommst, geht auch Butternut-Kürbis. Den musst du dann aber schälen. (Ich finde, der Hokkaido ist trotzdem die beste Wahl – weniger Arbeit, mehr Geschmack.)
Für eine vegane Variante kannst du den Ricotta durch eingeweichte Cashewkerne ersetzen (200 g Cashews über Nacht einweichen, dann mit etwas Wasser und Hefeflocken pürieren). Die Bechamel machst du dann mit Pflanzenmilch und Margarine. Aber ehrlich? Die Originalversion ist einfach unschlagbar cremig.
Welche Küchengeräte du brauchst
Keine Sorge, du brauchst keine Profi-Ausstattung für diese Lasagne. Die meisten Dinge hast du bestimmt schon in der Küche. Hier ist, was ich verwende:
- Eine große Auflaufform (ca. 30×20 cm, oder eine ähnliche Größe – wichtig ist, dass sie hoch genug ist, denn die Lasagne wird schön schichtig)
- Ein scharfes Messer (zum Kürbisschneiden – ein stumpfes Messer ist hier echt gefährlich)
- Ein Backblech (zum Vorrösten des Kürbisses)
- Zwei mittlere Töpfe (einen für die Bechamel, einen zum Blanchieren des Salbeis – aber den Salbei kannst du auch einfach roh verwenden, wenn du magst)
- Eine Küchenwaage (ich wiege lieber ab, als zu schätzen – vor allem beim Mehl für die Bechamel)
- Ein Schneebesen (für eine klumpenfreie Bechamel – ein Holzlöffel geht auch, aber der Schneebesen ist besser)
- Eine kleine Pfanne (zum Anbraten des Salbeis in Butter)
Wenn du keine Auflaufform hast, tut es auch eine runde Backform oder eine ofenfeste Pfanne. Die Garzeit kann sich dann ein wenig ändern, also einfach im Auge behalten. Und falls du keinen Schneebesen besitzt: Kein Drama! Rühr die Bechamel einfach kräftig mit einem Holzlöffel um – das klappt auch. Ich hab das selbst schon oft gemacht, wenn der Schneebesen in der Spülmaschine war.
Ein Tipp zur Auflaufform: Eine aus Keramik oder Glas speichert die Wärme besser und sorgt für eine gleichmäßigere Bräunung. Metallformen sind auch okay, aber die Ränder werden oft schneller dunkel. Leg dann einfach nach der Hälfte der Backzeit ein Stück Alufolie über die Form, wenn die Oberfläche zu braun wird.
So bereitest du die Kürbis-Lasagne zu
Okay, jetzt wird’s ernst. Aber keine Panik – ich führ dich Schritt für Schritt durch. Versprochen, es ist einfacher, als es klingt.
Schritt 1: Den Kürbis vorbereiten (ca. 10 Minuten)
Heiz den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (180°C Umluft) vor. Wasch den Hokkaido-Kürbis gründlich, halbier ihn und kratz die Kerne mit einem Löffel raus. (Die Kerne kannst du übrigens aufheben – gewaschen und mit etwas Salz im Ofen geröstet, sind sie ein toller Snack!) Schneid den Kürbis dann in ca. 1 cm dicke Spalten oder Würfel. Je gleichmäßiger die Stücke, desto gleichmäßiger garen sie.
Vermisch die Kürbisstücke auf dem Backblech mit dem Olivenöl, Salz, Pfeffer und Thymian. Verteile sie in einer einzigen Schicht – nicht zu eng, sonst werden sie gedämpft statt geröstet. Ab in den Ofen für 20–25 Minuten, bis sie weich sind und leichte Bräunung zeigen. Zwischendurch einmal wenden. Wenn du mit der Gabel rein stichst und sie leicht nachgibt, sind sie fertig.
Schritt 2: Den Salbei vorbereiten (ca. 5 Minuten)
Während der Kürbis im Ofen ist, kannst du den Salbei vorbereiten. Wasch die Blätter und tupf sie trocken. In einer kleinen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, bis sie anfängt zu schäumen. Dann die Salbeiblätter hineingeben und etwa 30 Sekunden pro Seite braten – sie werden knusprig und duften unglaublich. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Ein paar Blätter für die Dekoration beiseitelegen, den Rest fein hacken.
Schritt 3: Die Ricotta-Füllung zubereiten (ca. 5 Minuten)
In einer Schüssel den Ricotta mit dem gehackten Salbei, dem Ei, 50 g Parmesan, Salz, Pfeffer und den Chiliflocken (falls du sie nimmst) verrühren. Abschmecken! Die Füllung sollte kräftig gewürzt sein, denn die Lasagneblätter und der Kürbis nehmen viel Geschmack auf.
Schritt 4: Die Bechamelsoße kochen (ca. 10 Minuten)
In einem Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl auf einmal dazugeben und mit einem Schneebesen kräftig verrühren, bis eine glatte Masse entsteht (die sogenannte Mehlschwitze). Lass sie 1–2 Minuten unter Rühren anschwitzen, aber nicht braun werden. Dann nach und nach die Milch angießen, dabei ständig rühren, damit keine Klumpen entstehen. Ich gieße immer nur einen Schuss Milch ein, verrühre ihn komplett, dann den nächsten – so wird’s garantiert klumpenfrei.
Die Soße bei schwacher Hitze unter Rühren etwa 3–4 Minuten köcheln lassen, bis sie schön dicklich ist. Vom Herd nehmen, mit Salz, Pfeffer und einer ordentlichen Prise frisch geriebener Muskatnuss würzen. Dann die restlichen 50 g Parmesan unterrühren. Die Bechamel sollte jetzt cremig sein, aber nicht zu fest – sie wird im Ofen noch etwas dicker.
Schritt 5: Die Lasagne schichten (ca. 10 Minuten)
Jetzt kommt der spaßige Teil! Fett die Auflaufform leicht ein (Butter oder Öl). Verteile eine dünne Schicht Bechamel auf dem Boden – das verhindert, dass die Lasagneblätter ankleben. Dann legst du die erste Schicht Lasagneblätter darauf. Sie dürfen sich ruhig ein wenig überlappen, aber nicht zu sehr.
Jetzt kommt die erste Schicht Kürbis – etwa ein Drittel der gerösteten Stücke. Dann die Hälfte der Ricotta-Füllung in Klecksen darauf verteilen und mit einem Löffel leicht verstreichen. Nicht zu fest drücken, sonst wird die Füllung zu dicht. Dann ein Drittel der Bechamel darüber gießen und glatt streichen. Wieder eine Schicht Lasagneblätter, dann den restlichen Kürbis, die restliche Ricotta, und wieder Bechamel. Die letzte Schicht: Lasagneblätter, den Rest der Bechamel, und dann den geriebenen Mozzarella gleichmäßig darüber streuen.
Wenn du magst, kannst du jetzt noch ein paar der beiseitegelegten ganzen Salbeiblätter auf die Oberfläche legen. Sie werden im Ofen knusprig und sehen wunderschön aus.
Schritt 6: Backen (ca. 35–40 Minuten)
Die Lasagne im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) etwa 35–40 Minuten backen. Die ersten 20 Minuten ohne Abdeckung, damit die Oberfläche schön bräunt. Wenn sie dir zu dunkel wird, leg einfach ein Stück Alufolie locker darüber. Die Lasagne ist fertig, wenn sie blubbert und der Käse goldbraun ist. Die Ränder sollten leicht knusprig sein – das ist der beste Teil!
Wichtig: Lass die Lasagne nach dem Backen mindestens 10–15 Minuten ruhen. Ich weiß, es ist schwer zu widerstehen, aber das ist entscheidend. Die Schichten setzen sich, die Soße bindet, und beim Anschneiden fällt alles nicht auseinander. In dieser Zeit kannst du einen grünen Salat anmachen oder einfach den Duft genießen.
Tipps und Tricks für die perfekte Lasagne
Ich hab im Laufe der Jahre so einige Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit deine Kürbis-Lasagne jedes Mal gelingt:
- Der Kürbis muss trocken sein: Nach dem Rösten den Kürbis kurz auf dem Blech auskühlen lassen. Wenn er zu feucht ist, wird die Lasagne wässrig. Falls du merkst, dass er viel Flüssigkeit abgibt, tupf ihn vorsichtig mit Küchenpapier ab.
- Die Bechamel nicht zu dünn kochen: Sie sollte die Konsistenz von dickflüssigem Joghurt haben. Wenn sie zu dünn ist, saugen die Lasagneblätter zu viel auf und werden matschig. Keine Sorge, sie wird im Ofen noch fester – aber die Basis muss stimmen.
- Nicht zu viel Ricotta auf einmal: Die Füllung sollte in Klecksen verteilt werden, nicht als dicke Schicht. Sonst wird die Lasagne zu schwer und die Textur leidet. Weniger ist hier mehr.
- Die richtige Form wählen: Eine Form, die zu groß ist, führt zu einer flachen Lasagne mit wenig Schichten. Eine zu kleine Form wird überquellen. Meine 30×20 cm Form ist perfekt für 4–6 hungrige Personen.
- Geduld beim Schichten: Ja, es ist verlockend, schnell zu machen. Aber nimm dir Zeit. Jede Schicht sollte gleichmäßig sein. Und drück die Lasagneblätter nicht fest – sie sollen sich später mit der Soße vollsaugen können.
- Der Ruhemoment: Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig das Ruhen ist. Wenn du die Lasagne direkt aus dem Ofen anschneidest, schwimmt sie auf dem Teller. 15 Minuten Geduld machen den Unterschied zwischen einer guten und einer perfekten Lasagne.
Ein persönlicher Fail von mir: Ich hab mal vergessen, die Bechamel zu würzen. Die ganze Lasagne war so fad, dass ich sie mit Salz und Pfeffer nachwürzen musste – pro Teller. Seitdem schmeck ich die Bechamel immer zweimal ab. Einmal vor dem Parmesan, einmal danach. Klingt übertrieben, aber es rettet das Gericht.
Variationen und Abwandlungen
Das Schöne an dieser Lasagne ist, dass sie sich wunderbar anpassen lässt. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Mit Spinat: Gib eine Handvoll frischen Spinat zwischen die Schichten. Einfach kurz in der Pfanne zusammenfallen lassen, ausdrücken, und dann mit dem Ricotta vermischen. Das gibt eine schöne grüne Farbe und noch mehr Nährstoffe.
- Mit Pilzen: Brat 200 g Champignons oder Kräuterseitlinge in Scheiben an, bis sie goldbraun sind. Dann zwischen die Kürbisschichten geben. Pilze und Salbei sind ein Traumteam!
- Vegane Variante: Wie schon erwähnt: Ricotta durch Cashew-Creme ersetzen, Bechamel mit Pflanzenmilch und Margarine, und den Mozzarella durch veganen Reibekäse austauschen. Ich hab’s getestet – es funktioniert, auch wenn es nicht ganz so cremig wird.
- Mit Hähnchen: Für die Fleischliebhaber: 300 g Hähnchenbrust in kleine Würfel schneiden, anbraten, und mit dem Kürbis schichten. Das macht die Lasagne herzhafter und sättigender.
- Glutenfrei: Es gibt inzwischen gute glutenfreie Lasagneblätter aus Reis- oder Maisgrieß. Die verarbeitest du genau gleich. Die Bechamel machst du mit glutenfreiem Mehl (Reismehl oder eine glutenfreie Mehlmischung).
- Weniger Fett: Du kannst den Ricotta durch Magerquark ersetzen (dann aber mit einem Schuss Milch cremiger rühren) und die Bechamel mit fettreduzierter Milch kochen. Der Geschmack leidet ein bisschen, aber es ist immer noch lecker.
Meine persönliche Lieblingsvariation ist die mit Pilzen. Ich nehme gern eine Mischung aus Champignons und Pfifferlingen (wenn sie Saison haben). Die Pilze bringe ich vorher in einer Pfanne mit etwas Thymian und Knoblauch an, bis sie schön gebräunt sind. Dann schichte ich sie zwischen den Kürbis – das gibt eine erdige Tiefe, die perfekt zum Salbei passt. Probier’s mal aus!
Servieren und Aufbewahren
Die Lasagne schmeckt am besten, wenn sie noch warm ist – aber nicht mehr heiß. Servier sie mit einem einfachen grünen Salat mit einer Vinaigrette (Zitrone, Olivenöl, Senf, Honig). Die Säure des Dressings schneidet wunderbar durch die Cremigkeit der Lasagne. Dazu ein Glas trockener Weißwein, zum Beispiel ein Sauvignon Blanc oder ein Grauburgunder – perfekt.
Wenn du Reste hast (was selten vorkommt, glaub mir): Die Lasagne hält sich im Kühlschrank gut verpackt etwa 3–4 Tage. Der Geschmack wird sogar noch besser, weil die Aromen durchziehen. Zum Aufwärmen: Einfach im Ofen bei 160°C für 15–20 Minuten (abgedeckt, damit sie nicht austrocknet). Oder in der Mikrowelle, wenn es schnell gehen muss – aber die Textur leidet dann ein bisschen.
Einfrieren geht auch super. Ich portioniere die Lasagne in Stücke, wickle sie einzeln in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen, dann im Ofen aufwärmen. Tipp: Vor dem Einfrieren die Lasagne komplett abkühlen lassen – sonst bildet sich Kondenswasser und sie wird matschig.
Die Aromen entwickeln sich übrigens mit der Zeit. Am zweiten Tag schmeckt die Lasagne oft noch intensiver, weil der Kürbis und der Ricotta richtig durchgezogen sind. Ich mach manchmal extra eine größere Portion, genau aus diesem Grund. Kalt schmeckt sie übrigens auch – als Rest vom Vortag direkt aus dem Kühlschrank. Nicht für jeden was, aber ich liebe es.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Lass uns kurz über die Nährwerte sprechen – ohne dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Eine Portion (ca. 1/6 der Lasagne) kommt auf etwa 520–580 Kalorien, je nachdem, wie genau du die Zutaten abwiegst. Das klingt viel, aber bedenke: Das ist eine vollwertige Mahlzeit mit Gemüse, Proteinen und Kohlenhydraten.
- Kürbis: Vollgepackt mit Vitamin A (in Form von Beta-Carotin), das gut für die Augen und das Immunsystem ist. Außerdem enthält er viele Ballaststoffe, die lange satt machen.
- Ricotta: Liefert hochwertiges Eiweiß und Calcium für starke Knochen. Und er ist leichter verdaulich als viele andere Käsesorten.
- Salbei: Ein echtes Superkraut! Salbei wirkt entzündungshemmend und verdauungsfördernd. Außerdem enthält er ätherische Öle, die gut für Hals und Rachen sind – perfekt für die Erkältungszeit.
- Olivenöl: Gesunde Fettsäuren, die gut fürs Herz sind.
Wenn du auf eine bestimmte Diät achtest: Die Lasagne ist nicht low-carb (dafür sind einfach zu viele Nudeln drin), aber sie ist relativ ausgewogen. Du kannst den Anteil an Kürbis erhöhen und die Lasagneblätter reduzieren, wenn du weniger Kohlenhydrate möchtest. Oder probier die Variante mit Zucchini-Scheiben statt Pasta – das funktioniert auch, wird aber eine andere Textur.
Allergiker-Hinweis: Enthält Gluten (Lasagneblätter), Laktose (Milch, Käse) und Ei. Für laktosefreie Varianten gibt es laktosefreie Milch und laktosefreien Käse – der Ricotta ist dann etwas schwieriger zu finden, aber es gibt ihn in gut sortierten Supermärkten.
Und jetzt? Ran an den Herd!
Ich hoffe, ich konnte dich überzeugen, dass diese Cremige Kürbis-Lasagne mit Ricotta und Salbei genau das Richtige für die nächste Gelegenheit ist. Sie ist nicht kompliziert, sie ist nicht teuer, und sie schmeckt einfach nach genau dem, was wir im Herbst und Winter brauchen: Wärme, Geborgenheit und ein bisschen Luxus auf dem Teller.
Probier sie aus, und mach sie zu deiner eigenen. Vielleicht magst du mehr Salbei, oder du tauschst den Kürbis gegen Süßkartoffeln. Vielleicht servierst du sie mit einem knackigen Salat, oder du isst sie einfach so. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es Raum für deine Kreativität lässt.
Wenn du sie nachgekocht hast, lass es mich wissen! Schreib in die Kommentare, wie sie dir geschmeckt hat, ob du etwas verändert hast, oder ob sie bei dir genauso gut angekommen ist wie bei mir. Ich freu mich riesig über dein Feedback. Und wenn du ein Foto machst, markier mich gern – ich liebe es, eure Kreationen zu sehen.
Also, schnapp dir einen Kürbis, stell den Ofen an, und gönn dir eine Portion Herbstglück. Du hast es verdient!
Und denk dran: Die beste Lasagne ist die, die mit Liebe gemacht wird. Und mit einem Glas Wein in der Hand, während sie im Ofen blubbert. Prost!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch Butternut-Kürbis statt Hokkaido verwenden?
Ja, absolut! Butternut-Kürbis hat ein ähnlich süßliches Aroma und eine schöne, cremige Textur. Du musst ihn nur vor dem Rösten schälen, da die Schale nicht essbar ist. Der Geschmack wird etwas milder, aber genauso lecker.
Muss ich die Lasagneblätter vorher kochen?
Nein, wenn du die Sorte nimmst, die für den Ofen geeignet ist (steht auf der Packung, meist “vorgekocht” oder “ohne Vorkochen”). Diese Blätter garen in der Soße im Ofen perfekt. Wenn du frische Pasta verwendest, kannst du sie roh schichten. Bei traditionellen getrockneten Lasagneblättern, die nicht vorgekocht sind, solltest du sie kurz in kochendem Salzwasser blanchieren, sonst werden sie zu hart.
Kann ich die Lasagne einen Tag vorher zubereiten?
Unbedingt! Das ist sogar eine super Idee, denn die Aromen ziehen über Nacht durch und die Lasagne wird noch besser. Bereite sie komplett zu, lass sie abkühlen, deck sie ab und stell sie in den Kühlschrank. Am nächsten Tag backst du sie dann einfach 10–15 Minuten länger, da sie kalt in den Ofen kommt. Eventuell die Backzeit um 5–10 Minuten verlängern.
Wie verhindere ich, dass die Lasagne zu wässrig wird?
Das passiert, wenn der Kürbis zu viel Feuchtigkeit enthält. Deshalb ist das Rösten im Ofen so wichtig – es entzieht dem Kürbis Wasser und konzentriert den Geschmack. Tupf den Kürbis nach dem Rösten ab, wenn er sehr feucht ist. Auch die Bechamel sollte nicht zu dünn sein. Und lass die Lasagne nach dem Backen unbedingt ruhen – so setzt sich die Flüssigkeit und läuft nicht auf dem Teller aus.
Kann ich die Lasagne einfrieren?
Ja, sie lässt sich hervorragend einfrieren. Am besten portionierst du sie in Stücke, wickelst sie einzeln ein und frierst sie ein. So hast du immer eine schnelle Mahlzeit parat. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen und dann im Ofen bei 160°C für 20–25 Minuten aufwärmen. Die Textur bleibt erstaunlich gut erhalten – ich hab das schon oft gemacht.
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Cremige Kürbis-Lasagne mit Ricotta und Salbei
Eine wohltuende Lasagne mit süßlich-herbem Kürbis, cremigem Ricotta und erdigem Salbei – perfekt für gemütliche Herbstabende.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 35–40 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 15 Minuten
- Yield: 6 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Italienisch
Ingredients
- 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis (ca. 800 g – 1 kg)
- 2 EL Olivenöl
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- 1 TL getrockneter Thymian (oder 2 TL frischer)
- Eine Prise Muskatnuss, frisch gerieben
- 500 g Ricotta (Vollfettstufe)
- 100 g geriebener Parmesan
- 1 Ei (Größe M oder L)
- Eine Handvoll frische Salbeiblätter (ca. 15–20 Blätter)
- 2 EL Butter
- Eine Prise Chiliflocken (optional)
- 60 g Butter (für die Bechamel)
- 60 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 600 ml Milch (Vollmilch oder 3,5 % Fett)
- 50 g geriebener Parmesan (für die Bechamel)
- 12–15 Lasagneblätter (keine Vorkochzeit nötig)
- 150 g geriebener Mozzarella (für die Kruste)
- Ein paar frische Salbeiblätter für die Dekoration
Instructions
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Hokkaido-Kürbis waschen, halbieren, Kerne entfernen und in ca. 1 cm dicke Spalten oder Würfel schneiden.
- Kürbisstücke mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Thymian vermischen, auf einem Backblech verteilen und 20–25 Minuten rösten, bis sie weich sind und leichte Bräunung zeigen. Zwischendurch einmal wenden.
- Salbeiblätter waschen und trocken tupfen. In einer kleinen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen, Salbeiblätter darin etwa 30 Sekunden pro Seite braten, bis sie knusprig sind. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Einige Blätter für die Dekoration beiseitelegen, den Rest fein hacken.
- In einer Schüssel Ricotta mit gehacktem Salbei, Ei, 50 g Parmesan, Salz, Pfeffer und Chiliflocken (optional) verrühren. Abschmecken.
- Für die Bechamelsoße: 60 g Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Mehl auf einmal dazugeben und mit einem Schneebesen kräftig verrühren, bis eine glatte Mehlschwitze entsteht. 1–2 Minuten unter Rühren anschwitzen. Nach und nach die Milch angießen, dabei ständig rühren, damit keine Klumpen entstehen. Bei schwacher Hitze 3–4 Minuten köcheln lassen, bis die Soße dicklich ist. Vom Herd nehmen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die restlichen 50 g Par…
- Auflaufform (ca. 30×20 cm) leicht einfetten. Eine dünne Schicht Bechamel auf dem Boden verteilen. Erste Schicht Lasagneblätter darauflegen.
- Ein Drittel der gerösteten Kürbisstücke auf den Lasagneblättern verteilen. Die Hälfte der Ricotta-Füllung in Klecksen daraufgeben und leicht verstreichen. Ein Drittel der Bechamel darüber gießen und glatt streichen.
- Wieder eine Schicht Lasagneblätter, dann den restlichen Kürbis, die restliche Ricotta und wieder Bechamel. Abschließend eine Schicht Lasagneblätter, den Rest der Bechamel und den geriebenen Mozzarella gleichmäßig darüber streuen. Nach Wunsch einige der beiseitegelegten ganzen Salbeiblätter auf die Oberfläche legen.
- Lasagne im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) etwa 35–40 Minuten backen. Die ersten 20 Minuten ohne Abdeckung, dann bei zu starker Bräunung mit Alufolie abdecken. Die Lasagne ist fertig, wenn sie blubbert und der Käse goldbraun ist.
- Nach dem Backen mindestens 10–15 Minuten ruhen lassen, bevor sie angeschnitten wird.
Notes
Den Kürbis nach dem Rösten kurz abkühlen lassen und bei Bedarf mit Küchenpapier abtupfen, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen. Die Bechamel sollte die Konsistenz von dickflüssigem Joghurt haben. Die Lasagne nach dem Backen unbedingt ruhen lassen, damit die Schichten sich setzen.
Nutrition
- Serving Size: 1/6 der Lasagne
- Calories: 550
- Sugar: 10
- Sodium: 680
- Fat: 32
- Saturated Fat: 18
- Carbohydrates: 42
- Fiber: 6
- Protein: 24
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