Geschrieben von

Virginia Ramsey

Veröffentlicht

Cremige Kürbis-Lasagne mit Ricotta und Salbei – Einfaches Rezept

Fertig in 75 Minuten
Portionen 6 Portionen
Schwierigkeitsgrad Medium

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Draußen klebten die letzten Blätter an den Ästen und der Wind pfiff ums Haus. Drinnen roch es nach nichts – diesem neutralen, unentschlossenen Geruch einer Wohnung, die seit Tagen nicht richtig bekocht worden war. Ich stand in der Küche, die Hände in den Taschen meiner Strickjacke, und starrte auf einen Hokkaido-Kürbis, der seit einer Woche auf der Arbeitsplatte lag. Er sah aus wie ein stiller Zeuge meiner fehlenden Inspiration. Aber irgendwann, so um halb fünf, als das Licht schon wieder nachgab, wusste ich: Es musste etwas werden, das nach Herbst schmeckt. Nach Wärme. Nach genau diesem Moment.

Und dann kam mir die Idee mit der Lasagne. Nicht die klassische mit Hackfleisch, sondern eine, die den Kürbis in den Mittelpunkt stellt. Cremig, mit Ricotta, der die Schichten verbindet, und Salbei, der diesem Gericht eine leichte, fast meditative Note gibt. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Rezept genau die Art von Trost war, die dieser graue Nachmittag brauchte. Es ist kein schnelles Abendessen, aber es ist eines, bei dem die Zeit für einen Moment stillzustehen scheint. Und genau das, dachte ich, während ich den Kürbis zu halbieren begann, ist manchmal das Allerbeste.

Warum du diese cremige Kürbis-Lasagne lieben wirst

Diese Lasagne ist mehr als nur ein weiteres Kürbisgericht. Sie ist das Ergebnis mehrerer Testdurchläufe in meiner Küche, bei denen ich gelernt habe, dass die richtige Balance zwischen cremig und herzhaft der Schlüssel ist. Ich habe sie für Freunde gekocht, die skeptisch waren, ob Kürbis in eine Lasagne gehört, und sie haben danach nach dem Rezept gefragt. Das sagt eigentlich alles.

  • Unglaublich cremig: Die Kombination aus Ricotta und einer leichten Béchamel sorgt für eine Textur, die auf der Zunge zergeht – ganz ohne Sahne.
  • Einfache Zutaten: Du brauchst keinen ausgefallenen Lebensmittelladen. Kürbis, Ricotta, Salbei und Lasagneblätter – das hast du wahrscheinlich schon im Haus oder bekommst es beim nächsten Einkauf.
  • Perfekt für gemütliche Abende: Dieses Gericht ist wie eine kulinarische Umarmung. Ideal für ein Abendessen mit Freunden oder einen ruhigen Sonntag, an dem du einfach nur kochen willst.
  • Ein echter Hingucker: Die geschichteten Farben – orange, weiß, grün – machen auf dem Teller richtig was her. Deine Gäste werden beeindruckt sein.
  • Restlos genießbar: Am nächsten Tag schmeckt sie sogar noch besser, wenn die Aromen richtig durchgezogen sind. Das ist selten, aber hier wahr.

Was diese Kürbis-Lasagne von anderen unterscheidet? Es ist die Art, wie der Salbei nicht nur als Dekoration dient, sondern aktiv mit dem Ricotta und dem Kürbis verschmilzt. Ich habe es mit getrocknetem Salbei versucht – funktioniert nicht. Es muss frischer Salbei sein, der in der heißen Butter kurz aufschäumt und sein Aroma freigibt. Das ist der Moment, in dem das Gericht seinen Charakter bekommt. Und ehrlich? Es ist das Gericht, bei dem ich nach dem ersten Bissen immer kurz innehalte. Es ist nicht nur sättigend – es ist ein kleines bisschen Magie auf dem Teller.

Was du an Zutaten brauchst

Dieses Rezept lebt von einfachen, aber hochwertigen Zutaten. Keine Sorge, die Liste ist überschaubar und du wirst die meisten Dinge bestimmt zu Hause haben. Ich zeige dir, worauf du achten solltest, damit deine Kürbis-Lasagne perfekt gelingt.

Für die Kürbis-Schichten

  • 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis (ca. 800 g): Den musst du nicht schälen! Das ist der größte Trick. Die Schale wird beim Rösten weich und ist voller Ballaststoffe. Ich nehme am liebsten einen festen, leuchtend orangenen Hokkaido.
  • 2 EL Olivenöl: Nativ extra für den Geschmack. Es hilft dem Kürbis, im Ofen schön zu karamellisieren.
  • 1 TL Salz: Ich verwende feines Meersalz, es verteilt sich gleichmäßiger.
  • ½ TL schwarzer Pfeffer: Frisch gemahlen, wenn du kannst. Das macht einen Unterschied.
  • 1 Prise Muskatnuss: Frisch gerieben, wenn möglich. Sie unterstreicht die Süße des Kürbis perfekt.

Für die Ricotta-Salbei-Füllung

Cremige Kürbis-Lasagne mit Ricotta und Salbei preparation steps

  • 500 g Ricotta: Am besten aus dem Kühlregal, nicht der billigste. Ein cremiger, vollmundiger Ricotta ist die Basis. Ich greife oft zu einer Marke aus dem italienischen Supermarkt, aber jede gute Molkerei-Qualität tut es.
  • 1 Bund frischer Salbei (ca. 15-20 Blätter): Hier nicht sparen. Der Salbei ist der heimliche Star. Die Blätter sollten saftig grün sein und kein bisschen welk.
  • 2 Knoblauchzehen: Fein gehackt. Sie geben der Füllung eine leichte Schärfe.
  • 1 Ei (Größe M): Bindet die Ricotta-Masse und sorgt für eine feste, aber cremige Konsistenz.
  • 50 g geriebener Parmesan: Für den herzhaften Kick. Ich kaufe ihn am Stück und reibe ihn frisch – das Aroma ist unvergleichlich.
  • Salz und Pfeffer: Nach Geschmack.

Für die Béchamelsoße

  • 50 g Butter: Gesalzen oder ungesalzen – beides geht. Ich nehme ungesalzen, um die Salzmenge besser kontrollieren zu können.
  • 50 g Mehl (Type 405): Normales Weizenmehl. Für eine glutenfreie Variante kannst du Reismehl nehmen, aber dann wird die Soße etwas dünner.
  • 500 ml Milch (3,5 % Fett): Vollmilch gibt die beste Cremigkeit. Pflanzliche Milch wie Hafermilch funktioniert auch, aber die Soße wird weniger sämig.
  • 1 Prise Muskatnuss: Noch einmal – Muskat und Kürbis sind ein Traumpaar.
  • Salz und Pfeffer: Nach Geschmack.

Außerdem

  • 12-15 Lasagneblätter: Ich nehme die, die nicht vorgekocht werden müssen. Das spart Zeit und sie werden im Ofen perfekt weich. Achte auf die Packungsangabe – manche Marken brauchen etwas mehr Flüssigkeit.
  • 100 g geriebener Mozzarella (optional): Für die Käsekruste oben drauf. Ich mag den extra Schmelz, aber Parmesan allein tut es auch.

Ein kleiner Tipp von mir: Wenn du den Kürbis vorbereitest, schneide ihn in gleichmäßige Würfel von etwa 1,5 cm. So garen sie gleichmäßig und lassen sich später gut schichten. Und heb die schönsten Salbeiblätter für die Dekoration auf – sie sehen auf der fertigen Lasagne einfach wunderbar aus.

Welche Ausrüstung du brauchst

Du brauchst kein Profi-Equipment für dieses Rezept. Meistens reicht das, was in einer gut sortierten Küche ohnehin vorhanden ist. Hier ist meine Liste, damit du nichts vergisst:

  • Backform (ca. 20 x 30 cm): Eine rechteckige Auflaufform ist ideal. Eine etwas kleinere Form geht auch, dann werden die Schichten höher.
  • Backblech: Zum Rösten des Kürbisses. Ein normales Blech mit Backpapier reicht völlig.
  • Mittelgroßer Topf: Für die Béchamelsoße. Ein Topf mit dickem Boden verhindert, dass die Milch anbrennt.
  • Schneidebrett und scharfes Messer: Ein gutes Messer ist Gold wert, besonders beim Kürbis. Ich hab mir mal fast in den Finger geschnitten, weil ich ein stumpfes Messer benutzt hab – lern aus meinem Fehler!
  • Schüssel: Für die Ricotta-Füllung. Eine mittelgroße reicht.
  • Schneebesen: Unverzichtbar für die Béchamel, damit keine Klümpchen entstehen.
  • Küchenwaage: Für genaue Mengen. Ich schwöre darauf, besonders bei Mehl und Butter.
  • Pfanne (optional): Falls du den Salbei in Butter anbraten willst, bevor du ihn unter die Füllung mischst. Das bringt noch mehr Aroma.

Ich hab die Lasagne schon in einer runden Auflaufform gemacht – das sah auch hübsch aus, aber die quadratische Form ist einfacher zu schichten. Und wenn du keine Backform hast? Ein Backblech mit hohem Rand tut es notfalls auch, dann wird es eine Art „Lasagne-Blechkuchen“. Funktioniert genauso gut!

Die Zubereitung – Schritt für Schritt

Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, ich führe dich durch jeden Schritt. Die Zubereitung dauert etwa 45 Minuten, plus 30 Minuten Backzeit. Nimm dir Zeit – das ist ein Gericht zum Genießen, auch beim Kochen.

Schritt 1: Den Kürbis vorbereiten und rösten

Heiz den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Wasch den Hokkaido-Kürbis gründlich, halbier ihn und kratz die Kerne mit einem Löffel raus. Die Kerne kannst du übrigens aufheben, waschen und mit etwas Salz rösten – ein leckerer Snack! Schneid den Kürbis in etwa 1,5 cm große Würfel. Die Schale bleibt dran. Verteile die Würfel auf einem mit Backpapier belegten Blech, beträufle sie mit Olivenöl, salze und pfeffere sie und streu die Muskatnuss drüber. Alles gut vermischen, dann ab in den Ofen für 20-25 Minuten. Der Kürbis sollte weich sein und an den Ecken leicht bräunen. Wenn du mit einer Gabel reinstichst, sollte sie ohne Widerstand durchgehen. Nimm das Blech raus und lass den Kürbis etwas abkühlen.

Schritt 2: Die Ricotta-Salbei-Füllung zubereiten

Während der Kürbis im Ofen ist, kannst du die Füllung machen. Wasch den Salbei, trockne ihn und hack die Blätter fein. Hebe ein paar ganze Blätter für die Dekoration auf. In einer Schüssel den Ricotta mit dem gehackten Salbei, dem gehackten Knoblauch, dem Ei und der Hälfte des geriebenen Parmesans vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ich hab mal zu viel Knoblauch genommen – das hat den feinen Salbeigeschmack erschlagen. Also: lieber etwas weniger. Die Masse sollte cremig, aber nicht zu flüssig sein. Wenn sie zu fest wirkt, kannst du einen Esslöffel Milch unterrühren.

Schritt 3: Die Béchamelsoße kochen

Jetzt kommt die Soße. Schmelz die Butter in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Hitze. Sobald sie schäumt, rühr das Mehl mit einem Schneebesen ein. Lass die Mehlschwitze unter ständigem Rühren etwa eine Minute lang kochen – sie darf nicht braun werden. Gieß dann nach und nach die Milch ein, während du kräftig weiterrührst. Keine Panik, wenn es erst klumpig aussieht – das gibt sich. Lass die Soße bei schwacher Hitze 3-4 Minuten köcheln, bis sie eindickt. Würz sie mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss. Die Béchamel sollte glatt und sämig sein, wie ein dicker Joghurt. Stell sie beiseite.

Schritt 4: Die Lasagne schichten

Jetzt wird es spannend. Fett die Backform leicht ein oder leg sie mit Backpapier aus. Verteile eine dünne Schicht Béchamel auf dem Boden – das verhindert, dass die Lasagneblätter ankleben. Dann legst du eine Schicht Lasagneblätter darauf. Sie dürfen sich leicht überlappen. Verteile die Hälfte der gerösteten Kürbiswürfel gleichmäßig auf den Blättern. Gib die Hälfte der Ricotta-Füllung in Klecksen darüber und streich sie vorsichtig glatt. Wiederhol den Vorgang: eine Schicht Béchamel, Lasagneblätter, den restlichen Kürbis, die restliche Ricotta. Zum Schluss kommen die letzten Lasagneblätter, die restliche Béchamel und der übrige Parmesan (und optional der Mozzarella) obendrauf. Wenn du die schönsten Salbeiblätter aufgehoben hast, kannst du sie jetzt auf die Käseschicht legen – sie werden im Ofen knusprig und sehen toll aus.

Schritt 5: Backen und ruhen lassen

Schieb die Lasagne in den vorgeheizten Ofen (200 °C Ober-/Unterhitze) und back sie für 25-30 Minuten. Die Oberfläche sollte goldbraun sein und leicht blubbern. Wenn die Käsekruste zu dunkel wird, deck sie in den letzten 5 Minuten mit Alufolie ab. Nach dem Backen ist Geduld gefragt: Lass die Lasagne mindestens 10 Minuten ruhen. Das ist der wichtigste Schritt! Wenn du sie sofort anschneidest, läuft sie auseinander. In der Ruhezeit setzt sich die Masse, und du bekommst saubere, perfekte Stücke. Ich weiß, es riecht unglaublich, aber glaub mir – das Warten lohnt sich.

Tipps und Tricks für die perfekte Kürbis-Lasagne

Ich hab bei diesem Rezept einiges gelernt – manchmal durch Versuch und Irrtum. Hier sind meine besten Tipps, damit dir die Lasagne auf Anhieb gelingt.

  • Kürbis nicht zu weich rösten: Der Kürbis sollte noch Biss haben, wenn er aus dem Ofen kommt. Er gart in der Lasagne nämlich weiter. Wenn er schon matschig ist, wird die ganze Lasagne zu einer einzigen Pampe.
  • Die Béchamel nicht zu dick kochen: Sie sollte flüssig genug sein, um die Lasagneblätter gut zu durchfeuchten. Wenn sie zu dick ist, werden die Blätter nicht weich. Ein guter Test: Die Soße sollte vom Löffel fließen, nicht kleben.
  • Nicht zu viel Ricotta-Füllung pro Schicht: Weniger ist mehr. Eine dünne, gleichmäßige Schicht reicht. Sonst wird die Lasagne zu schwer und fällt beim Anschneiden auseinander.
  • Salbei nicht zu früh hacken: Gehackter Salbei verliert schnell sein Aroma. Hack ihn erst kurz bevor du die Füllung machst. Oder noch besser: Brate die ganzen Blätter kurz in Butter an, bis sie knusprig sind, und brösel sie dann über die Schichten. Das bringt ein intensives, fast nussiges Aroma.
  • Die Ruhezeit ist heilig: Ich hab es einmal eilig gehabt und die Lasagne nach 5 Minuten angeschnitten – es war eine Katastrophe. Die Schichten sind auseinandergefallen wie ein Kartenhaus. Also: 10 Minuten Geduld, und du wirst belohnt.

Ein Fehler, der mir passiert ist: Ich hab einmal getrockneten Salbei verwendet, weil ich keinen frischen hatte. Das Ergebnis war fade und irgendwie staubig. Frischer Salbei ist ein Muss. Und noch was: Wenn du die Lasagne am Vortag zubereitest, schmeckt sie noch besser. Die Aromen haben Zeit, sich zu verbinden. Einfach vor dem Servieren nochmal 20 Minuten bei 180 °C aufbacken.

Variationen und Anpassungen

Dieses Rezept ist ein toller Ausgangspunkt, um kreativ zu werden. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die super funktionieren.

  • Vegetarisch mit Spinat: Füge zwischen die Schichten eine Lage blanchierten Spinat. Einfach 200 g frischen Spinat in einer Pfanne zusammenfallen lassen, ausdrücken und mit etwas Knoblauch würzen. Das gibt eine extra Portion Grün und schmeckt himmlisch.
  • Mit Pilzen: Brate 300 g gemischte Pilze (Champignons, Kräuterseitlinge) in Butter an, bis sie goldbraun sind, und schichte sie mit dem Kürbis. Die Pilze bringen eine erdige Note, die perfekt mit dem Salbei harmoniert.
  • Glutenfreie Variante: Ersetze die Lasagneblätter durch glutenfreie Nudelplatten (aus Mais oder Reis) und das Mehl in der Béchamel durch Reismehl oder eine glutenfreie Mehlmischung. Die Konsistenz wird etwas anders, aber genauso lecker.
  • Weniger Kalorien: Tausche den Ricotta gegen fettreduzierten Quark und lass den Mozzarella weg. Die Béchamel kannst du mit fettarmer Milch (1,5 %) machen. Es wird weniger cremig, aber immer noch richtig gut.
  • Mit Hähnchen für Fleischliebhaber: Falls du etwas Herzhafteres magst: Brate 200 g gewürfeltes Hähnchenbrustfilet in einer Pfanne an und gib es in die Ricotta-Füllung. Das passt überraschend gut – ich hab es für meinen Freund gemacht, der „was mit Fleisch“ wollte, und er war begeistert.

Meine persönliche Lieblingsvariation? Die mit Pilzen. Letzten Herbst hab ich eine große Portion Pfifferlinge ergattert und sie in die Lasagne gepackt – das war der absolute Wahnsinn. Probier dich einfach aus!

Servieren und Aufbewahren

Die Kürbis-Lasagne ist ein Gericht, das allein schon eine Mahlzeit ist. Aber ein paar Beilagen machen es noch perfekter.

Servieren: Lass die Lasagne nach dem Backen 10 Minuten ruhen, dann schneid sie in saubere Stücke. Ich serviere sie gern mit einem einfachen grünen Salat mit einem leichten Zitronen-Dressing – die Säure bricht die Cremigkeit der Lasagne wunderbar. Dazu ein Glas trockener Weißwein, zum Beispiel ein Sauvignon Blanc oder ein Grüner Veltliner. Für ein herbstliches Dinner passen auch geröstete Kürbiskerne als Topping. Die Farbe auf dem Teller – das Orange der Lasagne, das Grün des Salats – ist einfach ein Fest für die Augen.

Aufbewahren: Übrig gebliebene Lasagne hält sich im Kühlschrank problemlos 3-4 Tage. Deck sie gut ab, damit sie nicht austrocknet und keine anderen Gerüche annimmt. Zum Aufwärmen: Einfach bei 160 °C im Backofen für 15-20 Minuten backen, bis sie wieder heiß ist. Die Mikrowelle geht auch, aber die Textur leidet – die Béchamel wird etwas wässrig. Ich persönlich finde, die Lasagne schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser, weil die Aromen richtig durchgezogen sind. Du kannst sie auch einfrieren: In Portionen schneiden, in Gefrierbeutel packen und bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen und dann wie gewohnt aufwärmen.

Ein Tipp: Wenn du die Lasagne einfrierst, lass sie vorher komplett abkühlen. Und wickel die Portionen in Frischhaltefolie, bevor sie in den Beutel kommen – so verhinderst du Gefrierbrand.

Nährwerte und gesundheitliche Vorteile

Diese Kürbis-Lasagne ist nicht nur ein Genuss, sondern hat auch einige gesundheitliche Vorteile. Hier eine grobe Übersicht pro Portion (bei 6 Portionen):

  • Kalorien: ca. 480 kcal
  • Eiweiß: 22 g
  • Fett: 24 g (davon gesättigte Fettsäuren: 14 g)
  • Kohlenhydrate: 42 g
  • Ballaststoffe: 6 g

Der Kürbis ist ein echtes Superfood: Er steckt voller Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandelt – gut für die Augen und das Immunsystem. Außerdem liefert er Kalium und Vitamin C. Ricotta ist eine gute Eiweißquelle und enthält Calcium für starke Knochen. Der Salbei hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann bei Verdauungsbeschwerden helfen. Ich finde es immer wieder schön, wenn ein Gericht, das so nach Genuss schmeckt, auch noch Gutes für den Körper tut. Natürlich ist es kein Diätgericht – die Butter und der Käse machen es reichhaltig – aber in Maßen ist es ein vollwertiges, nahrhaftes Essen. Für eine leichtere Variante kannst du, wie oben beschrieben, fettreduzierte Produkte verwenden.

Achtung: Dieses Gericht enthält Gluten (durch die Lasagneblätter und das Mehl) und Laktose (durch Milch, Ricotta und Käse). Für Menschen mit Unverträglichkeiten gibt es aber, wie in den Variationen beschrieben, gute Alternativen.

Zum Schluss – ein paar Gedanken

Diese cremige Kürbis-Lasagne mit Ricotta und Salbei ist für mich mehr als nur ein Rezept. Sie ist ein Stück Herbst, das ich jedes Jahr aufs Neue genieße. Die Art, wie der Kürbis im Ofen süß wird, wie der Salbei sein Aroma entfaltet, wie die Schichten im Ofen miteinander verschmelzen – das ist für mich der Inbegriff von Wohlfühlessen. Und ich hoffe, dass du beim Kochen genauso viel Freude hast wie ich.

Probier es aus und mach es zu deinem Gericht. Vielleicht mit ein bisschen mehr Knoblauch, vielleicht mit Spinat, vielleicht genau so, wie ich es beschrieben habe. Ich bin gespannt, wie es dir schmeckt! Schreib mir gern in die Kommentare, ob du Variationen ausprobiert hast oder ob dir etwas besonders gut gelungen ist. Und wenn du ein Foto machst, markier mich – ich liebe es, eure Kreationen zu sehen.

Bis zum nächsten Mal, und denk dran: Kochen ist Liebe, die man essen kann. ♥

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich statt Hokkaido auch Butternut-Kürbis verwenden?

Ja, absolut! Butternut-Kürbis ist etwas süßer und hat eine feste Textur. Du musst ihn allerdings schälen, da die Schale nicht essbar ist. Die Garzeit bleibt gleich.

Muss ich die Lasagneblätter vorkochen?

Nein, ich verwende immer Blätter, die nicht vorgekocht werden müssen. Sie werden im Ofen perfekt weich, solange die Béchamel ausreichend Flüssigkeit hat. Wenn du klassische Blätter nimmst, koch sie 2 Minuten kürzer als auf der Packung angegeben.

Kann ich die Lasagne einfrieren?

Ja, sehr gut sogar. Am besten frierst du sie in Portionen ein. Wickel jede Portion in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. Im Kühlschrank auftauen und bei 180 °C aufbacken. Sie hält sich im Gefrierschrank etwa 3 Monate.

Wie verhindere ich, dass die Lasagne zu wässrig wird?

Der Trick ist, den Kürbis vor dem Schichten gut abkühlen zu lassen und überschüssige Flüssigkeit abtropfen zu lassen. Außerdem solltest du die Béchamel nicht zu dünn kochen – sie sollte sämig sein. Wenn der Kürbis sehr wässrig ist (was bei manchen Sorten passiert), kannst du ihn vor dem Rösten etwas salzen und dann mit Küchenpapier trocken tupfen.

Kann ich die Lasagne auch ohne Ei zubereiten?

Ja, das Ei in der Ricotta-Füllung dient hauptsächlich als Bindemittel. Du kannst es weglassen oder durch einen Esslöffel Speisestärke ersetzen, die du in etwas Milch anrührst. Die Lasagne wird dann etwas weniger fest, aber immer noch lecker.

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Cremige Kürbis-Lasagne mit Ricotta und Salbei recipe

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Cremige Kürbis-Lasagne mit Ricotta und Salbei – Einfaches Rezept

Eine cremige Kürbis-Lasagne mit Ricotta und Salbei, die nach Herbst schmeckt und perfekt für gemütliche Abende ist. Die Kombination aus geröstetem Hokkaido-Kürbis, einer leichten Béchamel und frischem Salbei macht dieses Gericht zu einem wahren Wohlfühlessen.

  • Author: Anna
  • Prep Time: 45 Minuten
  • Cook Time: 30 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 15 Minuten
  • Yield: 6 Portionen 1x
  • Category: Hauptgericht
  • Cuisine: Italienisch

Ingredients

Scale
  • 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis (ca. 800 g)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 500 g Ricotta
  • 1 Bund frischer Salbei (ca. 15–20 Blätter)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Ei (Größe M)
  • 50 g geriebener Parmesan
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl (Type 405)
  • 500 ml Milch (3,5 % Fett)
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 12–15 Lasagneblätter (nicht vorgekocht)
  • 100 g geriebener Mozzarella (optional)

Instructions

  1. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Hokkaido-Kürbis waschen, halbieren, die Kerne entfernen und in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Die Würfel auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen, mit Olivenöl beträufeln, salzen, pfeffern und mit Muskatnuss bestreuen. Alles gut vermischen und 20-25 Minuten rösten, bis der Kürbis weich ist und an den Ecken leicht bräunt. Abkühlen lassen.
  2. Während der Kürbis röstet, den Salbei waschen, trocknen und fein hacken (einige ganze Blätter für die Dekoration aufheben). In einer Schüssel Ricotta mit gehacktem Salbei, gehacktem Knoblauch, Ei und der Hälfte des geriebenen Parmesans vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse sollte cremig, aber nicht zu flüssig sein.
  3. Für die Béchamelsoße die Butter in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl mit einem Schneebesen einrühren und die Mehlschwitze unter ständigem Rühren etwa eine Minute kochen lassen, ohne dass sie braun wird. Nach und nach die Milch unter kräftigem Rühren zugießen. Die Soße bei schwacher Hitze 3-4 Minuten köcheln lassen, bis sie eindickt. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Die Béchamel sollte glatt und sämig sein.
  4. Die Backform (ca. 20 x 30 cm) leicht einfetten oder mit Backpapier auslegen. Eine dünne Schicht Béchamel auf dem Boden verteilen. Eine Schicht Lasagneblätter darauflegen (sie dürfen sich leicht überlappen). Die Hälfte der gerösteten Kürbiswürfel gleichmäßig auf den Blättern verteilen. Die Hälfte der Ricotta-Füllung in Klecksen darübergeben und vorsichtig glattstreichen. Diesen Vorgang wiederholen: eine Schicht Béchamel, Lasagneblätter, den restlichen Kürbis, die restliche Ricotta. Zum Schluss di…
  5. Die Lasagne im vorgeheizten Ofen (200 °C Ober-/Unterhitze) 25-30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und leicht blubbert. Falls die Käsekruste zu dunkel wird, in den letzten 5 Minuten mit Alufolie abdecken. Nach dem Backen die Lasagne mindestens 10 Minuten ruhen lassen, bevor sie angeschnitten wird.

Notes

Den Kürbis nicht zu weich rösten, da er in der Lasagne weitergart. Die Béchamel sollte nicht zu dick sein, damit die Lasagneblätter weich werden. Die Ruhezeit nach dem Backen ist wichtig, damit die Lasagne nicht auseinanderfällt. Frischer Salbei ist ein Muss – getrockneter Salbei funktioniert nicht. Die Lasagne schmeckt am nächsten Tag noch besser.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Portion (von 6)
  • Calories: 480
  • Sugar: 8
  • Sodium: 800
  • Fat: 24
  • Saturated Fat: 14
  • Carbohydrates: 42
  • Fiber: 6
  • Protein: 22

Keywords: Kürbis-Lasagne, Ricotta, Salbei, Herbst, vegetarisch, Lasagne, Kürbis

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