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Der Dezember hatte die Stadt fest im Griff. Draußen nieselte es seit drei Tagen ununterbrochen, und der Himmel war dieses undurchdringliche Grau, das einem direkt aufs Gemüt schlägt. Ich stand in der Küche, umgeben von einer Kiste mit Bio-Orangen – viel zu viele, ich hatte sie im Angebot gekauft – und einem halben Glas Honig, das noch vom letzten Bauernmarkt übrig war. Der Zimt lag griffbereit neben der Kaffeemühle. Irgendwie wollte ich nicht backen, aber auch nichts Herzhaftes kochen. Ich wollte diesen Geruch. Du weißt schon, den, der nach Weihnachten riecht, aber ohne den ganzen Stress. Also griff ich zum größten Topf, den ich finden konnte, und beschloss, einfach anzufangen. Kein Rezept, nur eine Idee: Orangen, Zimt, Zucker und ein bisschen Geduld. Was dabei herauskam, war diese einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas – und ehrlich? Sie war besser als alles, was ich je im Laden gekauft hatte.
Es ist nicht so, dass ich eine Meisterkonserviererin bin. Ganz im Gegenteil. Meine ersten Marmeladenversuche waren eine Katastrophe – entweder zu flüssig wie Sirup oder so fest, dass man sie mit dem Messer aus dem Glas stemmen musste. Aber dieses Mal hatte ich Glück. Oder vielleicht lag es an der Kombination. Die Säure der Orangen, die Süße des Honigs und die Wärme des Zimts – sie ergaben genau das, was man an einem tristen Wintertag braucht. Kein aufwendiges Einkochen im Wasserbad, kein stundenlanges Rühren. Nur ein Topf, ein paar Gläser und die Gewissheit, dass man sich selbst etwas Gutes getan hat. Diese Marmelade ist mein kleines Geheimnis gegen die Winterblues. Sie schmeckt nach Sonne, nach gemütlichen Abenden und nach dem Versprechen, dass der Frühling nicht mehr so weit weg ist.
Warum du diese Marmelade lieben wirst
Diese einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas ist nicht nur ein weiteres Rezept – sie ist mein absoluter Liebling für die kalte Jahreszeit. Ich habe sie unzählige Male getestet, verschenkt und selbst genossen. Hier ist, warum sie auch bei dir einziehen wird:
- Schnell & einfach: In unter einer Stunde hast du fertige Marmelade im Glas. Kein stundenlanges Einkochen, kein kompliziertes Equipment.
- Wenige Zutaten: Du brauchst nur Orangen, Zimt, Gelierzucker und optional ein bisschen Honig. Das hast du wahrscheinlich alles im Haus.
- Perfekt zum Verschenken: Füll die Marmelade in hübsche Gläser, binde ein Band drum, und du hast ein persönliches Geschenk, das von Herzen kommt.
- Wohltuend & aromatisch: Der Duft von Orangen und Zimt beim Kochen ist pure Aromatherapie. Er wärmt die Seele und macht die Küche zum gemütlichsten Ort der Welt.
- Vielseitig einsetzbar: Ob aufs Butterbrot, ins Joghurt, über Pfannkuchen oder als Füllung für Plätzchen – diese Marmelade macht alles besser.
Was diese Marmelade wirklich besonders macht, ist die Balance. Die meisten Orangenmarmeladen sind entweder zu süß oder zu bitter. Meine Version hat genau die richtige Menge Zimt, um die Süße der Früchte zu unterstreichen, ohne sie zu überdecken. Und der Honig? Er sorgt für eine feine, blumige Note, die man mit normalem Zucker einfach nicht hinbekommt. Ich habe wochenlang an diesem Verhältnis gefeilt – und ich bin stolz darauf, es mit dir zu teilen.
Außerdem ist dieses Rezept unglaublich verzeihend. Du musst keine Angst haben, dass etwas schiefgeht. Die Gelierprobe ist einfach, und selbst wenn die Marmelade etwas weicher wird, schmeckt sie immer noch fantastisch. Es ist die Art von Rezept, die dich entspannt durch den Nachmittag trägt und dir das Gefühl gibt, etwas Wunderbares geschaffen zu haben. Glaub mir, deine Küche wird danach riechen wie ein Weihnachtsmarkt – nur ohne die Menschenmassen.
Was du an Zutaten brauchst
Bevor wir loslegen, lass uns über die Zutaten sprechen. Jede Komponente hat ihre Aufgabe, und ich verrate dir, worauf du achten solltest, damit deine einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas perfekt gelingt.
- 1 kg saftige Orangen (am besten Bio): Das Herzstück der Marmelade. Ich schwöre auf Bio-Orangen, weil du die Schale mitverarbeitest. Normale Orangen sind oft mit Wachs und Pestiziden behandelt, und das willst du nicht im Glas. Achte darauf, dass die Orangen schwer in der Hand liegen – das bedeutet, sie sind voller Saft. Sorten wie Navel oder Tarocco eignen sich hervorragend. Sie sind süß und haben wenig Kerne.
- 500 g Gelierzucker 2:1: Der Klassiker für eine feste, aber streichzarte Marmelade. Ich verwende am liebsten Gelierzucker von Weiße Rübe oder Gelierzucker von Zentis, weil er sehr gleichmäßig geliert. Du kannst auch 3:1 Zucker nehmen, dann wird die Marmelade etwas süßer und du brauchst nur 350 g. Wenn du weniger Zucker möchtest, nimm 2:1 – er gibt eine schöne Konsistenz, ohne zu überladen.
- 2 EL Honig (flüssig, z.B. Akazien- oder Waldhonig): Optional, aber ich würde ihn nie weglassen. Der Honig rundet die Säure der Orangen ab und verleiht eine feine, blumige Note. Akazienhonig ist mild und lässt die Frucht im Vordergrund stehen. Waldhonig gibt eine kräftigere, fast würzige Note – perfekt, wenn du es etwas herber magst.
- 2 Stangen Zimt (oder 2 TL gemahlener Zimt): Zimt ist der Star neben der Orange. Ich bevorzuge ganze Stangen, weil sie ihr Aroma langsamer abgeben und die Marmelade nicht trüben. Wenn du gemahlenen Zimt nimmst, rühre ihn erst kurz vor dem Ende der Kochzeit ein, sonst kann er bitter werden. Ceylon-Zimt ist milder und etwas teurer, Cassia-Zimt ist kräftiger und günstiger – beide funktionieren.
- Saft einer halben Zitrone (optional): Zitronensäure hilft beim Gelieren und hebt die Fruchtigkeit der Orangen. Wenn deine Orangen sehr süß und wenig säuerlich sind, gib die Zitrone dazu. Bei sehr saftigen, säuerlichen Orangen kannst du sie weglassen.
- 1 Prise Salz: Klingt verrückt, aber Salz ist der geheime Geschmacksverstärker. Eine winzige Prise neutralisiert Bitterstoffe und macht die Süße intensiver. Du wirst es nicht herausschmecken, aber deine Marmelade wird runder schmecken.
Substitutions-Tipp: Du kannst statt Orangen auch Mandarinen oder Clementinen verwenden. Dann wird die Marmelade milder und süßer. Für eine vegane Variante ersetzt du den Honig durch Agavendicksaft oder Ahornsirup. Der Geschmack verändert sich leicht, bleibt aber köstlich. Wenn du keinen Gelierzucker magst, kannst du auch normales Geliermittel wie Agar-Agar verwenden – dann brauchst du etwa 2 TL auf 1 kg Früchte plus 300 g Zucker. Die Konsistenz wird etwas anders, aber auch lecker.
Was du an Küchengeräten brauchst
Du brauchst keine Profi-Ausstattung für diese einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas. Die meisten Dinge hast du bestimmt schon zu Hause. Hier ist meine Liste, mit ein paar persönlichen Tipps:
- Großer Topf (mindestens 4 Liter): Die Marmelade spritzt beim Kochen gern. Ein hoher Topf verhindert, dass deine Herdplatte zu einer klebrigen Sauerei wird. Ich benutze einen Edelstahltopf von WMF, aber ein günstigerer mit dickem Boden tut es auch.
- Gemüsehobel oder scharfes Messer: Zum feinen Abziehen der Schale. Ein Zestenreißer ist ideal, aber ein scharfes Messer und etwas Geduld tun es auch. Schneide nur die orangefarbene Schale ab, das Weiße ist bitter.
- Zitruspresse: Handpresse oder elektrische Presse – egal. Hauptsache, du bekommst den ganzen Saft aus den Orangen. Ich schwöre auf eine klassische Hebelpresse, weil sie den Saft ohne Bitterstoffe auspresst.
- Holzlöffel oder hitzebeständiger Spatel: Zum Rühren. Ein Holzlöffel kratzt nicht den Topfboden und gibt keine Schadstoffe ab. Ich habe einen alten, der schon tausend Rührgänge hinter sich hat – er riecht jetzt nach Orangen.
- Schaumkelle: Zum Abschöpfen des Schaums, der sich beim Kochen bildet. Das ist nicht zwingend nötig, aber die Marmelade wird klarer und hält länger.
- Einmachgläser (ca. 5-6 Stück à 200 ml): Am besten mit Schraubdeckel. Ich sammle das ganze Jahr über Gläser von gekauften Marmeladen oder kaufe neue bei Weck oder IKEA. Sie müssen sauber und trocken sein. Sterilisiere sie vor dem Befüllen: entweder 10 Minuten im Backofen bei 100°C oder in kochendem Wasser ausspülen.
- Trichter: Ein kleiner Trichter erleichtert das Abfüllen der heißen Marmelade in die Gläser. Ohne Trichter kleckert man garantiert.
- Küchenthermometer (optional): Wenn du die Gelierprobe nicht magst, kannst du die Temperatur messen. Die Marmelade ist fertig bei 105°C. Ich mache das nur selten, weil ich die Gelierprobe intuitiver finde.
Budget-Tipp: Du brauchst keine teuren Markenprodukte. Ein einfacher Edelstahltopf aus dem Supermarkt reicht völlig. Die Gläser kannst du auch von leeren Gurkengläsern oder Marmeladengläsern verwenden – Hauptsache, sie sind sauber und haben einen dichten Deckel. Ich habe schon viele Marmeladen in alten Honiggläsern eingekocht, und sie haben immer gehalten.
So wird’s gemacht: Schritt für Schritt

Jetzt wird’s konkret. Keine Sorge, es ist einfacher, als du denkst. Folge diesen Schritten, und deine einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas wird ein voller Erfolg.
- Orangen vorbereiten (10 Minuten): Wasche die Orangen gründlich unter heißem Wasser. Wenn sie nicht bio sind, bürste sie mit einer Gemüsebürste ab. Reibe die Schale von zwei Orangen fein ab – nur den orangefarbenen Teil. Schneide dann die Orangen in Spalten und entferne die Kerne. Hacke das Fruchtfleisch in kleine Stücke, etwa 1 cm groß. Ich lasse die weiße Haut dran, weil sie viel Pektin enthält, das beim Gelieren hilft. Wenn du es feiner magst, püriere die Hälfte der Orangen später mit einem Stabmixer.
- Zutaten mischen (5 Minuten): Gib die gehackten Orangen, den abgeriebenen Zimt (oder die ganzen Stangen), den Honig, den Zitronensaft (falls verwendet) und die Prise Salz in den großen Topf. Füge den Gelierzucker hinzu. Rühre alles gut um, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Lass die Mischung 10 Minuten ziehen – das hilft, dass der Zucker später nicht klumpt.
- Kochen (20-25 Minuten): Stelle den Topf auf den Herd und schalte die höchste Stufe ein. Bringe die Mischung unter ständigem Rühren zum Kochen. Sobald sie sprudelnd kocht, reduziere die Hitze auf mittlere Stufe. Lass die Marmelade 15-20 Minuten kräftig köcheln. Rühre dabei immer wieder um, besonders am Boden, damit nichts anbrennt. Du wirst sehen, wie die Masse eindickt und die Farbe intensiver wird. Der Duft, der dabei entsteht, ist einfach himmlisch – Zimt und Orange, die sich vermählen.
- Gelierprobe machen (2 Minuten): Stelle einen kleinen Teller für 5 Minuten ins Gefrierfach. Nach der Kochzeit nimmst du den Teller raus und tröpfelst einen Teelöffel Marmelade darauf. Warte 30 Sekunden und schiebe dann mit dem Finger durch die Marmelade. Wenn sie eine Falte bildet und nicht mehr zusammenläuft, ist sie fertig. Wenn nicht, koche sie 2-3 Minuten weiter und wiederhole die Probe. Das ist der Moment, in dem ich immer ein bisschen nervös bin – aber es klappt jedes Mal.
- Schaum abschöpfen (1 Minute): Nimm die Zimtstangen heraus (falls du ganze verwendet hast) und schöpfe den Schaum mit der Schaumkelle ab. Das ist nicht zwingend nötig, aber die Marmelade wird klarer und sieht hübscher aus. Außerdem hält sie sich länger, weil weniger Luft im Glas ist.
- Abfüllen (10 Minuten): Stelle die sterilisierten Gläser bereit. Fülle die heiße Marmelade mit dem Trichter bis etwa 1 cm unter den Rand in die Gläser. Verschließe sie sofort mit den Deckeln. Drehe die Gläser für 5 Minuten auf den Kopf – das erzeugt ein Vakuum und die Marmelade hält sich länger. Danach stellst du sie wieder richtig herum und lässt sie vollständig abkühlen.
- Etikettieren und genießen: Wenn die Gläser kalt sind, beschrifte sie mit Datum und Inhalt. Ich schreibe immer „Orangen-Zimt-Marmelade, Dezember 2024″ drauf. Dann ab in den Vorratsschrank oder direkt verschenken. Die Marmelade ist sofort genießbar, aber nach 1-2 Wochen Ruhezeit entfaltet sie ihr volles Aroma.
Warnung: Die Marmelade ist extrem heiß beim Abfüllen. Verbrenne dich nicht! Ich habe mir einmal einen Spritzer auf die Hand bekommen, und das tut höllisch weh. Halte die Gläser mit einem Geschirrtuch fest und arbeite langsam.
Meine besten Tipps & Tricks für die perfekte Marmelade
Nachdem ich diese einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas bestimmt schon zwanzig Mal gekocht habe, habe ich ein paar Tricks gelernt, die ich dir nicht vorenthalten will. Manche davon habe ich mir durch Fehler angeeignet – ja, auch ich habe Marmeladen verpatzt.
- Die richtige Kochzeit: Die meisten Anfänger kochen die Marmelade zu kurz oder zu lange. Zu kurz: sie wird flüssig und läuft vom Brot. Zu lange: sie wird karamellartig und bitter. Vertraue auf die Gelierprobe, nicht auf die Uhr. Jeder Herd ist anders, und die Feuchtigkeit der Orangen variiert. Ich habe einmal eine Charge 30 Minuten gekocht, weil ich abgelenkt war – das Ergebnis war eine klebrige, fast zähe Masse. Noch essbar, aber nicht mehr ideal.
- Nicht zu viel rühren: Sobald die Marmelade kocht, reicht es, sie alle 2-3 Minuten kurz umzurühren. Ständiges Rühren kühlt die Masse ab und verlängert die Kochzeit. Außerdem kann zu viel Rühren die Fruchtstücke zerstören – ich mag es, wenn noch kleine Stücke im Glas sind.
- Zimt richtig dosieren: Zimt ist intensiv. Wenn du gemahlenen Zimt verwendest, fang mit 1 TL an und probiere. Du kannst immer mehr dazugeben, aber nicht weniger. Einmal habe ich 3 TL reingeschüttet, weil ich dachte, mehr ist besser – die Marmelade schmeckte wie ein Zimtstern, aber die Orange kam kaum noch durch. Für eine ausgewogene Note sind 1,5-2 TL perfekt.
- Glas richtig sterilisieren: Das ist der wichtigste Schritt für die Haltbarkeit. Ich sterillisiere meine Gläser im Backofen: 10 Minuten bei 100°C Umluft. Die Deckel lege ich in kochendes Wasser für 5 Minuten. Danach lasse ich sie auf einem sauberen Küchentuch trocknen. Fülle die Marmelade nur in heiße Gläser, sonst können sie springen. Einmal habe ich kalte Gläser verwendet und eines ist geplatzt – eine riesen Sauerei und die Marmelade war im Eimer.
- Multitasking: Bereite die Gläser vor, während die Orangen ziehen. Sterilisiere sie, während die Marmelade kocht. So sparst du Zeit und hast alles griffbereit. Ich mache das immer, wenn die Marmelade die ersten 5 Minuten kocht – dann habe ich die Hände frei und muss nicht hektisch werden.
Variationen & kreative Abwandlungen
Diese einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas ist eine wunderbare Basis, die du nach Lust und Laune anpassen kannst. Ich habe schon einige Varianten ausprobiert, und jede hatte ihren eigenen Charme.
- Orangen-Ingwer-Marmelade: Ersetze den Zimt durch 2 cm frischen Ingwer, den du fein reibst. Die Schärfe des Ingwers passt perfekt zur Süße der Orangen. Gib den Ingwer erst nach dem Kochen dazu, sonst wird er bitter. Diese Variante ist besonders gut zu Käse oder als Dip für Frühlingsrollen.
- Orangen-Vanille-Marmelade: Statt Zimt nimmst du das Mark einer Vanilleschote. Schneide die Schote längs auf, kratze das Mark heraus und gib es mit der Schote in den Topf. Die Vanille macht die Marmelade sehr edel und fast dessertartig. Perfekt zum Verschenken an Vanille-Liebhaber.
- Würzige Orangen-Sternanis-Marmelade: Für eine orientalische Note gibst du 2 Sternanis und 1 Nelke zu den Orangen. Koche sie mit, aber nimm sie vor dem Abfüllen heraus. Diese Marmelade passt hervorragend zu Lammgerichten oder als Glasur für einen Braten.
- Orangen-Chili-Marmelade: Für alle, die es scharf mögen. Gib 1-2 getrocknete Chilischoten (oder 1 TL Chiliflocken) zu den Orangen. Die Schärfe bricht sich in der Süße und sorgt für einen aufregenden Kick. Ich liebe diese Variante auf einem Burger oder zu gegrilltem Halloumi.
- Orangen-Rosmarin-Marmelade: Ein Zweig frischer Rosmarin, der die letzten 5 Minuten mitkocht, verleiht der Marmelade eine herrlich würzige Note. Nimm den Rosmarin vor dem Abfüllen heraus. Diese Marmelade ist ein Traum zu Wildgerichten oder auf einem Butterbrot mit Ziegenkäse.
Persönlicher Tipp: Meine Lieblingsvariante ist die mit Sternanis. Sie erinnert mich an die Gewürze, die meine Oma immer in ihren Glühwein getan hat. Einmal habe ich sie zu einem Weihnachtsessen mitgebracht, und alle waren begeistert. Sie ist einfach etwas Besonderes.
Servier- & Aufbewahrungstipps
Deine einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas ist jetzt fertig. Aber wie genießt man sie am besten? Und wie lange hält sie sich? Hier sind meine Erfahrungen.
Serviervorschläge: Die Marmelade schmeckt am besten bei Zimmertemperatur. Nimm sie 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. Sie passt zu:
- Frischem Brot oder Brötchen (besonders zu einem rustikalen Bauernbrot oder Roggenbrot mit Sonnenblumenkernen)
- Butter oder Frischkäse – die Kombination aus salzig und süß ist göttlich
- Joghurt, Quark oder Porridge – ein Löffel Marmelade macht aus einem einfachen Frühstück etwas Besonderes
- Pfannkuchen, Waffeln oder Crêpes – statt Sirup einfach die Marmelade draufgeben
- Käseplatten – zu Brie, Camembert oder einem kräftigen Bergkäse ist sie eine Offenbarung
- Als Füllung für Plätzchen oder kleine Törtchen – probier sie mal in Streuselkuchen statt Aprikosenkonfitüre
Aufbewahrung: Ungeöffnet hält sich die Marmelade an einem kühlen, dunklen Ort (Vorratsschrank) mindestens 6 Monate. Einmal geöffnet, solltest du sie im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 4-6 Wochen verbrauchen. Achte darauf, dass du immer einen sauberen Löffel nimmst, sonst schimmelt sie schneller. Wenn sich Schimmel bildet, wirf das ganze Glas weg – das ist nicht mehr zu retten.
Einfrieren: Du kannst die Marmelade auch einfrieren. Fülle sie in gefriergeeignete Behälter oder Gläser (lass 2 cm Platz zum Rand, weil sie sich ausdehnt). Im Gefrierfach hält sie sich bis zu einem Jahr. Zum Auftauen stellst du sie über Nacht in den Kühlschrank. Die Konsistenz bleibt gleich, nur das Aroma kann etwas nachlassen.
Nachreifung: Die Marmelade schmeckt in den ersten Tagen nach dem Kochen noch etwas „roh”. Nach etwa 1-2 Wochen haben sich die Aromen von Orange und Zimt richtig verbunden, und die Marmelade ist auf ihrem Höhepunkt. Ich finde, sie wird mit der Zeit sogar noch besser – fast wie ein guter Rotwein.
Nährwerte & gesundheitliche Vorteile
Diese einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas ist nicht nur lecker, sondern hat auch ein paar gesundheitliche Pluspunkte. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro 20 g Portion (ein Esslöffel):
- Kalorien: ca. 45 kcal
- Kohlenhydrate: 11 g (davon Zucker: 10 g)
- Fett: 0 g
- Eiweiß: 0 g
- Ballaststoffe: 0,5 g
- Vitamin C: 8 mg (10% des Tagesbedarfs)
Warum das gut für dich ist:
- Orangen sind Vitamin-C-Bomben. Eine Portion deckt schon 10% deines Tagesbedarfs. Vitamin C stärkt das Immunsystem – perfekt in der Erkältungszeit. Außerdem enthalten Orangen Flavonoide, die entzündungshemmend wirken.
- Zimt ist nicht nur ein Gewürz, sondern auch ein kleiner Gesundheitsheld. Er kann den Blutzuckerspiegel stabilisieren und wirkt antibakteriell. Ein Teelöffel Zimt pro Tag soll sogar den Cholesterinspiegel verbessern – aber übertreib es nicht, zu viel Zimt kann die Leber belasten.
- Honig ist ein natürliches Süßungsmittel mit Antioxidantien. Er wirkt beruhigend bei Halsschmerzen und Husten. In der Marmelade sorgt er für eine feine Süße, ohne den Blutzucker so stark in die Höhe zu treiben wie weißer Zucker.
Diätetische Hinweise: Diese Marmelade ist von Natur aus glutenfrei, laktosefrei und vegan (wenn du den Honig durch Ahornsirup ersetzt). Sie enthält keine Nüsse, Eier oder Milchprodukte. Allergiker sollten also bedenkenlos zugreifen. Wer auf seinen Zuckerkonsum achten muss, kann den Gelierzucker durch eine zuckerfreie Alternative ersetzen – aber dann wird die Konsistenz anders.
Meine persönliche Meinung: Ich sehe Marmelade nicht als „gesundes” Lebensmittel, sondern als Genussmittel. Aber wenn ich schon Süßes esse, dann lieber selbstgemacht mit echten Früchten und ohne künstliche Zusätze. Diese Marmelade ist ein kleiner Luxus, den ich mir gönne – und das ist auch okay. Ein Löffel davon auf meinem morgendlichen Joghurt macht den Tag gleich besser.
Fazit: Warum du diese Marmelade sofort kochen solltest
Ich könnte dir noch stundenlang von dieser einfachen winterlichen Orangen-Zimt-Marmelade im Glas erzählen, aber ich fasse es kurz: Sie ist der Inbegriff von winterlichem Komfort in einem Glas. Sie ist einfach zuzubereiten, schmeckt himmlisch und macht die Küche zum gemütlichsten Ort der Welt. Der Duft allein ist es wert, den Topf aufzusetzen.
Was ich an diesem Rezept am meisten liebe, ist seine Ehrlichkeit. Es versteckt sich nicht hinter komplizierten Techniken oder exotischen Zutaten. Es ist genau das, was es verspricht: eine wunderbare Marmelade aus wenigen, guten Zutaten, die mit Liebe gekocht wird. Jedes Glas erzählt eine kleine Geschichte von einem tristen Dezembertag, an dem ich einfach etwas Schönes erschaffen wollte. Und jetzt kannst du deine eigene Geschichte damit schreiben.
Probier es aus! Pass die Marmelade nach deinem Geschmack an – mehr Zimt, weniger Zucker, ein Schuss Rum, was immer du magst. Sie verzeiht fast alles und belohnt dich mit einem Geschmack, der nach Zuhause und Geborgenheit schmeckt. Und wenn du sie verschenkst, wirst du sehen, wie die Augen der Beschenkten leuchten. Denn selbstgemachte Marmelade ist immer ein Geschenk von Herzen.
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie deine Marmelade gelungen ist. Hast du eine besondere Variante ausprobiert? Oder hast du sie vielleicht zu etwas ganz Unerwartetem gegessen? Teile deine Erfahrungen mit mir – ich lese jede Nachricht und antworte so schnell ich kann. Und wenn dir das Rezept gefallen hat, teile es mit deinen Freunden oder pinne es auf Pinterest. Gemeinsam machen wir die Welt ein bisschen süßer und zimtiger!
Bis zum nächsten Mal – und lass es dir schmecken.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch gefrorene Orangen verwenden?
Ja, das geht. Lass die Orangen vor der Verarbeitung vollständig auftauen und lasse den überschüssigen Saft abtropfen. Gefrorene Orangen sind oft weicher und geben mehr Flüssigkeit ab, daher kann die Kochzeit etwas länger sein. Die Gelierprobe ist hier besonders wichtig.
Warum ist meine Marmelade zu flüssig geworden?
Das passiert, wenn die Kochzeit zu kurz war oder die Orangen zu viel Wasser enthalten. Du kannst die Marmelade noch einmal aufkochen und 5 Minuten weiterkochen – aber sei vorsichtig, sie kann dann bitter werden. Alternativ hilft ein zusätzlicher Pürierstab: püriere die Marmelade kurz, das setzt Pektin frei und dickt sie an. Für die Zukunft: mach die Gelierprobe lieber einmal zu viel als zu wenig.
Kann ich die Marmelade ohne Gelierzucker machen?
Ja, du brauchst dann ein alternatives Geliermittel wie Agar-Agar (2 TL auf 1 kg Früchte) oder Apfelpektin (nach Packungsanleitung). Der Zuckeranteil muss dann reduziert werden, da Agar-Agar keine Süße liefert. Die Konsistenz wird etwas weicher und weniger glänzend, aber immer noch lecker. Ich habe es einmal mit Agar-Agar probiert – es hat funktioniert, aber die Marmelade war nicht so geschmeidig wie mit Gelierzucker.
Wie lange ist die Marmelade ungeöffnet haltbar?
An einem kühlen, dunklen Ort (unter 20°C) mindestens 6 Monate, oft sogar bis zu einem Jahr. Achte darauf, dass die Gläser steril waren und das Vakuum funktioniert hat (der Deckel ist nach innen gewölbt). Wenn der Deckel nachgibt oder die Marmelade schimmelig riecht, wirf sie weg. Sicherheit geht vor.
Kann ich die Marmelade auch im Thermomix zubereiten?
Ja, das geht. Hacke die Orangen 5 Sekunden auf Stufe 5, gib alle Zutaten dazu und koche sie 30 Minuten bei 100°C auf Stufe 2. Die Gelierprobe machst du wie gewohnt. Der Vorteil: der Thermomix rührt von allein und du hast weniger Spritzer. Ich habe es schon ausprobiert – die Marmelade wird etwas feiner, weil die Orangen stärker zerkleinert werden, aber sie schmeckt genauso gut.
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Einfache Winterliche Orangen-Zimt-Marmelade
Diese einfache winterliche Orangen-Zimt-Marmelade im Glas ist der Inbegriff von winterlichem Komfort. Sie ist schnell zubereitet, schmeckt himmlisch und macht die Küche zum gemütlichsten Ort der Welt.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 25 Minuten
- Total Time: 40 Minuten
- Yield: 5-6 Gläser à 200 ml (ca. 1 Liter) 1x
- Category: Marmelade / Konfitüre
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 kg saftige Orangen (am besten Bio)
- 500 g Gelierzucker 2:1
- 2 EL Honig (flüssig, z.B. Akazien- oder Waldhonig)
- 2 Stangen Zimt (oder 2 TL gemahlener Zimt)
- Saft einer halben Zitrone (optional)
- 1 Prise Salz
Instructions
- Orangen vorbereiten (10 Minuten): Wasche die Orangen gründlich unter heißem Wasser. Reibe die Schale von zwei Orangen fein ab – nur den orangefarbenen Teil. Schneide dann die Orangen in Spalten und entferne die Kerne. Hacke das Fruchtfleisch in kleine Stücke, etwa 1 cm groß.
- Zutaten mischen (5 Minuten): Gib die gehackten Orangen, den abgeriebenen Zimt (oder die ganzen Stangen), den Honig, den Zitronensaft (falls verwendet) und die Prise Salz in den großen Topf. Füge den Gelierzucker hinzu. Rühre alles gut um, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Lass die Mischung 10 Minuten ziehen.
- Kochen (20-25 Minuten): Stelle den Topf auf den Herd und schalte die höchste Stufe ein. Bringe die Mischung unter ständigem Rühren zum Kochen. Sobald sie sprudelnd kocht, reduziere die Hitze auf mittlere Stufe. Lass die Marmelade 15-20 Minuten kräftig köcheln. Rühre dabei immer wieder um, besonders am Boden, damit nichts anbrennt.
- Gelierprobe machen (2 Minuten): Stelle einen kleinen Teller für 5 Minuten ins Gefrierfach. Nach der Kochzeit nimmst du den Teller raus und tröpfelst einen Teelöffel Marmelade darauf. Warte 30 Sekunden und schiebe dann mit dem Finger durch die Marmelade. Wenn sie eine Falte bildet und nicht mehr zusammenläuft, ist sie fertig. Wenn nicht, koche sie 2-3 Minuten weiter und wiederhole die Probe.
- Schaum abschöpfen (1 Minute): Nimm die Zimtstangen heraus (falls du ganze verwendet hast) und schöpfe den Schaum mit der Schaumkelle ab.
- Abfüllen (10 Minuten): Stelle die sterilisierten Gläser bereit. Fülle die heiße Marmelade mit dem Trichter bis etwa 1 cm unter den Rand in die Gläser. Verschließe sie sofort mit den Deckeln. Drehe die Gläser für 5 Minuten auf den Kopf – das erzeugt ein Vakuum und die Marmelade hält sich länger. Danach stellst du sie wieder richtig herum und lässt sie vollständig abkühlen.
- Etikettieren und genießen: Wenn die Gläser kalt sind, beschrifte sie mit Datum und Inhalt. Die Marmelade ist sofort genießbar, aber nach 1-2 Wochen Ruhezeit entfaltet sie ihr volles Aroma.
Notes
Die Marmelade ist extrem heiß beim Abfüllen. Verbrenne dich nicht! Halte die Gläser mit einem Geschirrtuch fest und arbeite langsam. Die Marmelade schmeckt in den ersten Tagen nach dem Kochen noch etwas ‘roh’. Nach etwa 1-2 Wochen haben sich die Aromen richtig verbunden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Esslöffel (20 g)
- Calories: 45
- Sugar: 10
- Carbohydrates: 11
- Fiber: 0.5
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