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Eigentlich sollte das Apfelmus werden. Ein ganz klassisches, einfaches Apfelmus, wie es meine Oma immer gemacht hat. Ich hatte die Äpfel schon geschält, die Zimtstange bereitgelegt und den Topf auf dem Herd. Aber dann klingelte das Telefon, ich wurde abgelenkt, und als ich zurückkam, war der Topf fast trocken gekocht. Die Äpfel waren nicht mehr schön püriert, sondern eine dunkle, fast karamellisierte Masse. Ich war kurz davor, alles wegzuwerfen – ehrlich, ich war richtig frustriert. Meine Küche roch zwar unglaublich, aber das war nicht der Plan.
Dann habe ich trotzig weitergemacht. Ich habe die Masse einfach weiter köcheln lassen, einen Löffel Honig dazu gegeben und weitergerührt. Und was soll ich sagen? Nach einer Stunde hatte ich die samtigste, konzentrierteste Apfelbutter der Welt in meinem Topf. Kein Geliermittel, keine komplizierten Schritte – nur Äpfel, Zeit und ein kleiner Fehler. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn man etwas aus Versehen besser hinbekommt als alles, was man je geplant hat. Genau so fühlt sich dieses Rezept an.
Seit diesem Tag mache ich diese langsam geröstete Apfelbutter jedes Jahr im Herbst. Sie ist nicht nur einfacher als jedes Marmeladenrezept, sondern auch vielseitiger. Du kannst sie aufs Brot schmieren, zu Käse servieren oder in Joghurt rühren. Und das Beste: Sie kommt ganz ohne Geliermittel aus und hält sich trotzdem monatelang in Gläsern. Diese Apfelbutter ist mein Beweis dafür, dass die besten Dinge im Leben manchmal aus einem kleinen Chaos entstehen.
Warum du diese langsam geröstete Apfelbutter lieben wirst
Lass mich dir sagen, warum dieses Rezept ein absoluter Game-Changer in meiner Vorratskammer ist. Ich habe in den letzten Jahren bestimmt zehn verschiedene Apfelbutter-Rezepte ausprobiert, aber dieses hier ist das einzige, das ich immer wieder mache. Warum? Ganz einfach: Es funktioniert wirklich ohne Stress.
- Kein Geliermittel nötig: Die Äpfel haben genug eigenes Pektin. Du brauchst keinen Gelierzucker, keine Zitronensäure – nur Äpfel und Geduld.
- Einfache Zutaten: Du hast wahrscheinlich alles schon zu Hause. Keine exotischen Gewürze oder speziellen Einkäufe nötig.
- Perfekt für den Herbst: Wenn die Äpfel Saison haben und du nicht weißt, wohin mit der Ernte, ist dieses Rezept die Rettung.
- Familienfreundlich: Meine Kinder lieben sie auf dem Frühstücksbrot, und mein Mann nimmt sie sogar als Dip zu seinen Käsebroten mit.
- Unfassbar lecker: Die langsame Röstung im Ofen konzentriert den Geschmack. Es schmeckt wie Apfelkuchen im Glas – ehrlich.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Die Methode. Während die meisten Apfelbutter-Rezepte ständiges Rühren auf dem Herd verlangen, macht unser Ofen die Arbeit. Du schneidest die Äpfel, schiebst sie in den Ofen und vergisst sie fast. Das Ergebnis ist eine butterweiche, intensiv aromatische Masse, die du in sterilisierte Gläser füllst und monatelang genießen kannst. Es ist nicht einfach nur eine weitere Marmeladen-Alternative – es ist die beste Version von Herbst im Glas.
Ich liebe es, wie diese Apfelbutter ein einfaches Frühstück in etwas Besonderes verwandelt. An grauen Novembertagen öffne ich ein Glas und erinnere mich an den sonnigen Septembertag, an dem ich sie gemacht habe. Das ist Comfort Food pur – ohne Zuckerzusatz, ohne künstliche Aromen, nur reine Apfelsüße und ein Hauch Gewürze.
Welche Zutaten du für die Apfelbutter brauchst
Dieses Rezept lebt von einfachen, ehrlichen Zutaten. Die Qualität der Äpfel macht hier den entscheidenden Unterschied – verwende am besten eine Mischung aus süßen und säuerlichen Sorten für das beste Aroma.
Hauptzutaten
- 2 kg Äpfel – eine Mischung aus süßen Sorten wie Gala, Fuji oder Jonagold und säuerlichen wie Boskoop oder Granny Smith. Die Mischung sorgt für die perfekte Balance zwischen Süße und Säure.
- 100 ml Wasser – hilft den Äpfeln beim Ankochen, ohne dass sie anbrennen. Du kannst auch Apfelsaft nehmen für noch mehr Geschmack.
- 1 Zimtstange – für das typische weihnachtliche Aroma. Ich bevorzuge Ceylon-Zimt, der ist milder und feiner im Geschmack.
- 1 TL Vanilleextrakt – optional, aber ich liebe die zusätzliche Tiefe, die Vanille bringt. Nimm echte Vanille, nicht Vanillinzucker.
- 2 EL Honig oder Ahornsirup – je nach Süße der Äpfel. Wenn deine Äpfel sehr süß sind, reicht auch ein Esslöffel.
- Eine Prise Salz – klingt komisch, aber Salz hebt die Süße hervor und balanciert die Aromen aus.
Optionale Gewürze

- 1 Sternanis – für eine leicht lakritzartige Note, die überraschend gut passt.
- 1/2 TL gemahlener Kardamom – gibt eine warme, fast blumige Würze.
- Eine Prise Nelkenpulver – vorsichtig dosieren, Nelken sind sehr intensiv.
Meine persönliche Empfehlung: Ich kaufe meine Äpfel am liebsten auf dem Wochenmarkt von einem regionalen Bauern. Die Äpfel sind oft günstiger als im Supermarkt und schmecken viel aromatischer. Wenn du Boskoop-Äpfel bekommst, nimm sie – sie zerfallen beim Kochen wunderbar und geben eine besonders cremige Textur.
Substitutions-Tipp: Für eine zuckerfreie Version kannst du den Honig oder Ahornsirup einfach weglassen. Die Apfelbutter wird dann weniger süß, aber immer noch lecker. Du kannst auch Birnen oder Quitten untermischen für eine interessante Geschmacksvariante – probier es einfach aus!
Benötigte Küchenausrüstung
Für dieses Rezept brauchst du keine spezielle Ausrüstung. Die meisten Sachen hast du bestimmt schon in deiner Küche.
- Große ofenfeste Form oder Bräter: Ich verwende eine gusseiserne Form von Le Creuset, aber jede große Auflaufform tut es auch. Wichtig ist, dass die Äpfel nicht zu hoch gestapelt sind.
- Schäler und Messer: Ein guter Sparschäler macht die Arbeit leichter. Ich schwöre auf meinen Y-Schäler von Kuhn Rikon.
- Pürierstab oder Standmixer: Nach dem Rösten müssen die Äpfel püriert werden. Ein Pürierstab ist einfacher zu reinigen, ein Standmixer gibt ein feineres Ergebnis.
- Sterilisierte Einmachgläser: Am besten Twist-off-Gläser mit Schraubdeckel. Ich sammle das ganze Jahr über Gläser von gekauften Marmeladen.
- Backpapier oder Deckel für die Form: Die Form sollte während des Röstens abgedeckt sein, damit die Äpfel nicht austrocknen.
Budget-Tipp: Du musst kein teures Gusseisen kaufen. Eine einfache Glasauflaufform aus dem Supermarkt funktioniert genauso gut. Hauptsache, sie ist groß genug – die Äpfel brauchen Platz zum Rösten.
Zubereitungsmethode: Schritt für Schritt zur perfekten Apfelbutter
Jetzt wird es praktisch. Folge diesen Schritten, und du wirst sehen, wie einfach diese Apfelbutter wirklich ist. Keine Hektik, kein ständiges Rühren – nur du, deine Äpfel und der Ofen.
- Äpfel vorbereiten (15 Minuten): Wasche die Äpfel gründlich, schäle sie und entferne das Kerngehäuse. Schneide sie in grobe Stücke – etwa 2-3 cm groß. Die Größe muss nicht perfekt sein, da die Äpfel später püriert werden. Ich mache das immer direkt über der Form, um unnötiges Geschirr zu vermeiden.
- Ofen vorheizen: Heize den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vor. Umluft ist nicht ideal, da die Äpfel dann zu schnell trocknen. Wenn du Umluft verwenden musst, stelle die Temperatur auf 130°C.
- Äpfel in die Form geben: Lege die Apfelstücke in deine ofenfeste Form. Sie sollten nicht höher als 5-6 cm gestapelt sein, damit sie gleichmäßig garen. Gieße das Wasser dazu – es verdampft während des Röstens und verhindert, dass die Äpfel anbrennen.
- Gewürze hinzufügen: Lege die Zimtstange und den Sternanis (falls verwendet) zwischen die Äpfel. Streue die Prise Salz darüber. Wenn du Honig oder Ahornsirup verwendest, gib ihn jetzt dazu – er karamellisiert mit den Äpfeln und gibt eine wunderbare Tiefe.
- Abdecken und rösten (1,5 Stunden): Decke die Form mit Backpapier und dann mit Alufolie ab (oder verwende einen passenden Deckel). Schiebe sie in den Ofen und röste die Äpfel für 1,5 Stunden. Nach einer Stunde einmal umrühren – die Äpfel sollten weich sein und anfangen zu zerfallen.
- Abdecken entfernen und weiterrösten (30-45 Minuten): Nimm die Abdeckung ab und röste die Äpfel weitere 30-45 Minuten. Jetzt verdampft die überschüssige Flüssigkeit, und die Apfelbutter wird dick und konzentriert. Rühre alle 15 Minuten um, damit nichts anbrennt. Die Äpfel sollten goldbraun sein und intensiv nach Karamell und Zimt riechen.
- Pürieren: Nimm die Form aus dem Ofen und lass sie 5 Minuten abkühlen. Entferne die Zimtstange und den Sternanis. Püriere die Masse mit dem Pürierstab, bis sie glatt und samtig ist. Wenn du eine besonders feine Konsistenz möchtest, kannst du die Masse durch ein feines Sieb streichen – das ist aber nicht nötig.
- Einkochen im Glas: Fülle die heiße Apfelbutter sofort in die sterilisierten Gläser. Verschließe sie sofort und stelle sie auf den Kopf – so entsteht ein Vakuum, das die Haltbarkeit verlängert. Lass die Gläser vollständig abkühlen, bevor du sie umdrehst und beschriftest.
Wichtiger Tipp aus meiner Erfahrung: Die Apfelbutter wird beim Abkühlen noch etwas fester. Wenn sie dir nach dem Pürieren noch zu flüssig erscheint, lass sie einfach noch 15-20 Minuten ohne Deckel im Ofen weiterrösten. Aber pass auf, dass sie nicht zu trocken wird – sie sollte streichfähig sein, nicht fest wie Gelee.
Kochtipps & Techniken für die perfekte Apfelbutter
Nachdem ich diese Apfelbutter jetzt bestimmt zwanzig Mal gemacht habe, habe ich ein paar Tricks gelernt, die ich gerne mit dir teile. Manche davon habe ich durch Fehler gelernt – ja, auch ich habe schon eine Charge verbrannt.
Die richtige Apfelmischung: Verwende immer eine Mischung aus süßen und säuerlichen Äpfeln. Reine Süßäpfel ergeben eine zu eindimensionale Süße, während zu viele säuerliche Äpfel die Butter bitter machen können. Mein perfektes Verhältnis ist 2:1 – zwei Teile süße Äpfel zu einem Teil säuerliche.
Nicht zu früh pürieren: Ich habe einmal den Fehler gemacht, die Äpfel schon nach einer Stunde zu pürieren. Das Ergebnis war eine wässrige, geschmacklose Suppe. Warte wirklich, bis die Äpfel goldbraun und fast karamellisiert sind – das Konzentrieren ist der Schlüssel zum intensiven Geschmack.
Rühren nicht vergessen: Besonders in der letzten Phase ohne Abdeckung kann die Apfelbutter schnell anbrennen. Stelle einen Timer auf 15 Minuten und rühre jedes Mal um. Ich mache das immer, während ich die Küche aufräume – so vergesse ich es nicht.
Die Konsistenz testen: Ein einfacher Trick: Gib einen kleinen Löffel Apfelbutter auf einen kalten Teller. Wenn sie nach 30 Sekunden nicht verläuft, ist sie fertig. Wenn sie noch flüssig ist, lass sie noch etwas weiterrösten.
Multitasking leicht gemacht: Während die Äpfel im Ofen sind, kannst du die Gläser sterilisieren. Einfach die Gläser und Deckel für 10 Minuten in kochendem Wasser auskochen und auf einem sauberen Handtuch trocknen lassen. So sparst du Zeit und bist bereit, wenn die Apfelbutter fertig ist.
Variationen & Anpassungen für deine Apfelbutter
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass du es endlos variieren kannst. Hier sind ein paar meiner Lieblingsvarianten, die ich im Laufe der Jahre ausprobiert habe.
1. Gewürzvariation „Herbsttraum“: Ersetze die Zimtstange durch 1 TL gemahlenen Ingwer, 1/2 TL Muskatnuss und eine Prise Nelkenpulver. Diese Mischung erinnert an Lebkuchen und passt wunderbar zu Plätzchen oder als Topping auf Porridge.
2. Low-Carb-Version: Verwende statt Honig oder Ahornsirup ein paar Tropfen flüssigen Stevia oder Erythrit. Die Apfelbutter wird dann weniger süß, aber immer noch aromatisch. Achte darauf, dass die Äpfel von Natur aus süß sind – Sorten wie Fuji oder Gala sind hier ideal.
3. Exotische Variante „Mango-Apfel-Butter“: Ersetze 500 g der Äpfel durch reife Mango. Die Mango gibt eine tropische Note und eine wunderschöne goldgelbe Farbe. Verwende statt Zimt etwas Kardamom und einen Spritzer Limettensaft.
4. Schokoladen-Apfel-Butter: Für alle Schokoladenfans: Rühre nach dem Pürieren 50 g dunkle Schokolade (mindestens 70% Kakao) unter die heiße Apfelbutter. Die Schokolade schmilzt und gibt eine himmlische, fast puddingartige Konsistenz. Mein persönlicher Favorit für kalte Winterabende!
5. Vegane und zuckerfreie Version: Lasse den Honig einfach weg oder ersetze ihn durch Dattelsirup. Die Datteln geben eine karamellige Süße, die perfekt zu den Äpfeln passt. Diese Version ist auch für eine vegane Ernährung geeignet.
Servier- und Aufbewahrungsvorschläge
Jetzt, wo deine Apfelbutter fertig ist, möchte ich dir zeigen, wie du sie am besten genießt und lagerst. Denn was nützt das beste Rezept, wenn man nicht weiß, wie man es richtig serviert?
Serviertemperatur: Die Apfelbutter schmeckt sowohl warm als auch kalt. Warm ist sie besonders cremig und passt perfekt zu Pfannkuchen oder Waffeln. Kalt ist sie fester und ideal zum Aufstreichen auf Brot oder Toast. Ich persönlich mag sie am liebsten bei Zimmertemperatur – dann entfaltet sich das Aroma am besten.
Perfekte Begleiter: Probiere die Apfelbutter auf einem frischen Baguette mit Brie oder Camembert – das ist eine himmlische Kombination. Sie passt auch wunderbar zu:
- Joghurt oder Quark mit etwas Müsli
- Als Füllung für Crêpes oder Omeletts
- Zu einer Käseplatte mit gereiftem Cheddar oder Blauschimmelkäse
- Als Glasur für gebratenes Schweinefleisch oder Hähnchen
- In Haferflocken-Porridge für ein süßes Frühstück
Aufbewahrung: Die Apfelbutter hält sich in sterilisierten Gläsern an einem kühlen, dunklen Ort mindestens 6 Monate. Einmal geöffnet, solltest du sie im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2-3 Wochen verbrauchen. Achte darauf, immer einen sauberen Löffel zu verwenden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Einfrieren: Du kannst die Apfelbutter auch einfrieren. Fülle sie in gefriergeeignete Behälter und lass etwas Platz zum Ausdehnen. Im Gefrierschrank hält sie sich bis zu einem Jahr. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Mein persönlicher Tipp: Die Apfelbutter entwickelt ihren Geschmack in den ersten Wochen nach dem Einkochen noch weiter. Sie wird intensiver und die Gewürze ziehen richtig durch. Ich warte immer mindestens eine Woche, bevor ich das erste Glas öffne – es lohnt sich!
Nährwertinformationen & gesundheitliche Vorteile
Diese Apfelbutter ist nicht nur lecker, sondern auch überraschend gesund. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Esslöffel (20 g):
| Nährwert | Menge pro EL (20 g) |
|---|---|
| Kalorien | 35 kcal |
| Kohlenhydrate | 9 g |
| davon Zucker | 7 g (natürlicher Fruchtzucker) |
| Ballaststoffe | 1 g |
| Fett | 0 g |
| Eiweiß | 0 g |
| Vitamin C | 2% des Tagesbedarfs |
Gesundheitliche Vorteile: Äpfel sind reich an Pektin, einem löslichen Ballaststoff, der die Verdauung fördert und den Cholesterinspiegel senken kann. Die enthaltenen Antioxidantien, besonders Quercetin, unterstützen das Immunsystem. Zimt hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann den Blutzuckerspiegel regulieren. Wenn du auf zusätzlichen Zucker verzichtest, ist diese Apfelbutter eine hervorragende Wahl für eine ausgewogene Ernährung.
Allergene: Dieses Rezept ist von Natur aus glutenfrei, laktosefrei und vegan (wenn du Honig durch Ahornsirup ersetzt). Achte bei gekauften Äpfeln auf mögliche Pestizidrückstände – ich wasche sie immer gründlich oder kaufe Bio-Äpfel.
Meine persönliche Meinung: Ich sehe diese Apfelbutter nicht als „gesundes“ Essen im klassischen Sinne, sondern als natürlichen Genuss. Sie enthält keine künstlichen Zusätze, keinen raffinierten Zucker und ist trotzdem so befriedigend wie ein Dessert. Für mich ist das die perfekte Balance zwischen Genuss und Wohlbefinden.
Fazit: Warum du diese Apfelbutter unbedingt ausprobieren solltest
Ich habe dir jetzt viel erzählt, aber lass mich es kurz zusammenfassen: Diese langsam geröstete Apfelbutter ist das einfachste und zugleich lohnendste Rezept, das du diesen Herbst machen kannst. Sie braucht kaum Aufmerksamkeit, verwendet einfache Zutaten und belohnt dich mit einem Geschmack, der nach purem Herbst schmeckt.
Was mich an diesem Rezept am meisten begeistert? Dass ich es jedes Jahr wieder neu entdecken kann. Mal mit anderen Gewürzen, mal mit einer anderen Apfelsorte – und jedes Mal schmeckt es ein bisschen anders. Es ist wie ein persönliches Tagebuch der Jahreszeiten, festgehalten in Gläsern.
Ich lade dich ein: Probier es aus! Mach deine eigene Apfelbutter, experimentiere mit den Gewürzen und finde deine Lieblingskombination. Vielleicht entdeckst du ja auch deine eigene „Fehler“-Geschichte, die zu etwas Wunderbarem führt. Und wenn du sie gemacht hast, erzähl mir davon! Hinterlasse einen Kommentar unter diesem Beitrag oder teile deine Kreation auf Pinterest. Ich bin gespannt, was aus deiner Küche kommt.
Denk daran: Perfektion ist nicht das Ziel. Das Ziel ist Genuss – und den hast du mit diesem Rezept garantiert. Also ran an die Äpfel und los geht’s!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch andere Früchte mit den Äpfeln mischen?
Ja, absolut! Birnen, Quitten oder sogar Kürbis passen wunderbar zu den Äpfeln. Achte nur darauf, dass die Früchte ähnliche Garzeiten haben. Birnen und Quitten müssen eventuell etwas länger rösten.
Wie lange hält sich die Apfelbutter ungeöffnet?
In sterilisierten Gläsern und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt, hält sie sich mindestens 6 Monate. Ich habe schon Gläser nach einem Jahr geöffnet, die noch perfekt waren. Achte nur darauf, dass das Vakuum intakt ist – der Deckel sollte beim Öffnen ein deutliches „Plopp“-Geräusch machen.
Kann ich die Apfelbutter auch im Schnellkochtopf machen?
Ja, das geht auch. Gib die vorbereiteten Äpfel mit etwas Wasser in den Schnellkochtopf und koche sie für 15 Minuten bei hohem Druck. Danach pürieren und auf dem Herd ohne Deckel einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Der Geschmack wird aber nicht ganz so intensiv wie bei der Ofenmethode, da die Karamellisierung fehlt.
Warum ist meine Apfelbutter zu flüssig geworden?
Das passiert, wenn die Äpfel zu viel Wasser enthalten oder nicht lange genug geröstet wurden. Einfach zurück in den Ofen geben und ohne Abdeckung weiterrösten, bis die überschüssige Flüssigkeit verdampft ist. Du kannst auch einen Esslöffel Chiasamen unterrühren – sie binden die Flüssigkeit und geben zusätzliche Nährstoffe.
Muss ich die Äpfel schälen?
Nein, du kannst die Schale dranlassen, wenn du die Äpfel nach dem Rösten durch ein feines Sieb streichst. Die Schale enthält viel Pektin und Ballaststoffe. Ich persönlich schäle sie aber lieber, weil ich die feine, samtige Textur ohne störende Stückchen bevorzuge. Probier einfach aus, was dir besser gefällt.
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Einfachste langsam geröstete Apfelbutter für Vorratsgläser
Diese langsam geröstete Apfelbutter ist das einfachste und zugleich lohnendste Rezept für den Herbst. Sie braucht kaum Aufmerksamkeit, verwendet einfache Zutaten und belohnt mit einem intensiven, karamellisierten Apfelgeschmack – perfekt für Vorratsgläser.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 2 Stunden 15 Minuten
- Total Time: 2 Stunden 30 Minuten
- Yield: 4 Gläser (ca. 500 ml pro Glas) 1x
- Category: Aufstrich / Konserve
- Cuisine: Deutsch / Amerikanisch
Ingredients
- 2 kg Äpfel (Mischung aus süßen Sorten wie Gala, Fuji oder Jonagold und säuerlichen wie Boskoop oder Granny Smith)
- 100 ml Wasser
- 1 Zimtstange (Ceylon-Zimt bevorzugt)
- 1 TL Vanilleextrakt (optional)
- 2 EL Honig oder Ahornsirup (je nach Süße der Äpfel)
- 1 Prise Salz
- 1 Sternanis (optional)
- 1/2 TL gemahlener Kardamom (optional)
- 1 Prise Nelkenpulver (optional)
Instructions
- Äpfel vorbereiten (15 Minuten): Wasche die Äpfel gründlich, schäle sie und entferne das Kerngehäuse. Schneide sie in grobe Stücke von etwa 2-3 cm Größe.
- Ofen vorheizen: Heize den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vor (bei Umluft 130°C).
- Äpfel in die Form geben: Lege die Apfelstücke in eine ofenfeste Form (nicht höher als 5-6 cm gestapelt). Gieße das Wasser dazu.
- Gewürze hinzufügen: Lege die Zimtstange und den Sternanis (falls verwendet) zwischen die Äpfel. Streue die Prise Salz darüber. Gib Honig oder Ahornsirup dazu.
- Abdecken und rösten (1,5 Stunden): Decke die Form mit Backpapier und Alufolie ab (oder verwende einen Deckel). Röste die Äpfel für 1,5 Stunden. Nach einer Stunde einmal umrühren.
- Abdecken entfernen und weiterrösten (30-45 Minuten): Nimm die Abdeckung ab und röste die Äpfel weitere 30-45 Minuten. Rühre alle 15 Minuten um, bis die Äpfel goldbraun sind und intensiv nach Karamell und Zimt riechen.
- Pürieren: Nimm die Form aus dem Ofen und lass sie 5 Minuten abkühlen. Entferne die Zimtstange und den Sternanis. Püriere die Masse mit einem Pürierstab, bis sie glatt und samtig ist.
- Einkochen im Glas: Fülle die heiße Apfelbutter sofort in sterilisierte Gläser. Verschließe sie sofort und stelle sie auf den Kopf, damit ein Vakuum entsteht. Lass die Gläser vollständig abkühlen, bevor du sie umdrehst und beschriftest.
Notes
Die Apfelbutter wird beim Abkühlen noch etwas fester. Wenn sie nach dem Pürieren zu flüssig erscheint, noch 15-20 Minuten ohne Deckel im Ofen weiterrösten. Die Apfelbutter entwickelt ihren Geschmack in den ersten Wochen nach dem Einkochen weiter – am besten eine Woche warten, bevor das erste Glas geöffnet wird.
Nutrition
- Serving Size: 1 Esslöffel (20 g)
- Calories: 35
- Sugar: 7
- Carbohydrates: 9
- Fiber: 1
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