Geschrieben von

Virginia Ramsey

Veröffentlicht

Hausgemachte Tomatensauce zum Einkochen: 5 Portionen einfrieren

Fertig in 45 Minuten
Portionen 5 Portionen
Schwierigkeitsgrad Einfach

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Es war ein Dienstag im Spätsommer, und ich stand in der Küche meiner Nachbarin Frau Weber, während sie mir erklärte, dass man Tomatensauce nicht in Litern einkochen müsse, damit es sich lohnt. Ich war eigentlich nur gekommen, um ihre Katze zu füttern, aber dort stand ich nun, zwischen überquellenden Kisten mit sonnengereiften Tomaten aus ihrem Garten, und hörte zu, wie sie von ihrem Geheimnis sprach: kleine Portionen, perfekt zum Einfrieren, ohne stundenlanges Einkochen. Ehrlich gesagt, ich hatte Tomatensauce immer in großen Töpfen gekocht, weil ich dachte, das sei der einzige Weg. Frau Weber winkte nur ab und drückte mir ein zerknittertes Rezept in die Hand, das auf einem alten Briefumschlag notiert war. „Probier das mal”, sagte sie, „du wirst nie wieder etwas anderes machen.” Ich war skeptisch, aber die Vorstellung, genau 5 Portionen auf Vorrat zu haben, ohne dass der Kühlschrank explodiert, klang verlockend. Also nahm ich den Umschlag, bedankte mich und ging nach Hause.

Die erste Charge war ein kleines Desaster – ich ließ die Sauce fast anbrennen, weil ich dachte, ich könnte nebenbei noch Mails beantworten. Aber der Geschmack? Unglaublich. Diese hausgemachte Tomatensauce schmeckte nach purem Sommer, nach Sonne und Geduld, und das Beste war: Sie war in weniger als einer Stunde fertig. Seitdem ist dieses Rezept mein treuer Begleiter. Ich mache es immer dann, wenn ich einen Überschuss an Tomaten habe – sei es vom Markt, aus dem eigenen Garten oder sogar aus der Dose im Winter. Die kleinen Portionen sind perfekt für hektische Abende, wenn man einfach nur eine schnelle Pasta braucht, ohne auf Fertigsoße zurückzugreifen. Vielleicht kennen Sie das ja: Man steht im Supermarkt vor den Regalen, liest die Zutatenliste und denkt sich: „Das kann ich besser.” Ja, das können Sie. Und mit diesem Rezept wird es auch noch richtig einfach.

Was mich an dieser Methode am meisten überzeugt hat, ist die Freiheit. Ich muss nicht mehr einen ganzen Sonntag opfern, um Sauce für den Winter zu kochen. Stattdessen zaubere ich an einem entspannten Abend 5 kleine Portionen, friere sie ein und habe für Wochen eine ehrliche, selbstgemachte Basis für unzählige Gerichte. Es ist dieses Gefühl von Vorbereitung und Fürsorge, das mich jedes Mal aufs Neue berührt. Deshalb möchte ich dieses Rezept mit Ihnen teilen – es ist einfach zu gut, um es für sich zu behalten.

Warum Sie diese hausgemachte Tomatensauce lieben werden

Ich habe dieses Rezept in den letzten Jahren unzählige Male gekocht, und jedes Mal bin ich aufs Neue begeistert. Es ist nicht einfach nur eine weitere Tomatensauce – es ist die Tomatensauce, die ich immer parat haben will. Hier sind die Gründe, warum sie auch in Ihrer Küche zur Heldin wird:

  • Schnell & unkompliziert: In nur 45 Minuten haben Sie 5 Portionen fertig. Kein stundenlanges Einkochen, kein ständiges Umrühren – perfekt für einen entspannten Kochabend unter der Woche.
  • Einfache Zutaten: Sie brauchen keinen exotischen Kram. Dosentomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl und ein paar Kräuter – das haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause.
  • Perfekt zum Vorbereiten: Ideal für alle, die gerne Meal Prep betreiben oder einfach nur einen schnellen Pastaabend retten wollen. Die kleinen Portionen sind Gold wert, wenn die Zeit knapp ist.
  • Familienliebling: Selbst Kinder, die sonst keine Tomatenstücke mögen, lieben diese Sauce. Sie ist samtig, mild und einfach lecker.
  • Unverschämt lecker: Die Textur ist perfekt – nicht zu dick, nicht zu dünn. Und der Geschmack? Tief, fruchtig und voller Umami. Ganz ehrlich, ich könnte sie pur aus dem Topf löffeln.

Was diese Tomatensauce von anderen Rezepten unterscheidet, ist die Methode. Ich schwöre auf eine Kombination aus Dosentomaten und einem Schuss Olivenöl, der die Aromen richtig zur Geltung bringt. Kein Zucker, kein Tamatemmark in Unmengen – nur pure, ehrliche Zutaten, die für sich sprechen. Und das kleine Geheimnis? Ein Stück Butter ganz am Ende. Das macht die Sauce unglaublich samtig und rundet die Säure der Tomaten perfekt ab. Ich habe es von Frau Weber gelernt, und seitdem mache ich es nie anders.

Diese Sauce ist nicht nur praktisch – sie ist ein kleines Stück Seelenfutter. An einem regnerischen Abend, wenn ich müde nach Hause komme, reicht ein Glas aus dem Gefrierfach, und ich habe in 10 Minuten ein Abendessen, das mich an sonnige Tage erinnert. Genau das liebe ich daran.

Was Sie für die Zutaten benötigen

Für diese hausgemachte Tomatensauce brauchen Sie wirklich keine ausgefallenen Zutaten. Die meisten davon haben Sie bestimmt schon im Vorratsschrank. Ich erkläre Ihnen kurz, warum jede Zutat wichtig ist und worauf Sie achten sollten.

Die Hauptzutaten

  • 1 kg reife Tomaten (oder 2 Dosen à 400 g ganze geschälte Tomaten): Wenn Sie frische Tomaten verwenden, nehmen Sie am besten San Marzano oder eine andere Fleischtomate. Sie sind weniger wässrig und haben mehr Fruchtfleisch. Im Winter greife ich gerne auf Dosentomaten zurück – die Marke Mutti oder La Selva finde ich persönlich am besten, weil sie ein intensives Aroma haben.
  • 2 mittelgroße Zwiebeln (ca. 200 g): Sie bilden die Basis der Sauce. Ich nehme gelbe Zwiebeln, weil sie beim Anbraten eine schöne Süße entwickeln. Rote Zwiebeln gehen auch, aber die Sauce wird dann etwas würziger.
  • 4 Knoblauchzehen: Knoblauch ist ein Muss. Drücken Sie ihn mit der flachen Seite des Messers an, bevor Sie ihn hacken – das gibt mehr Aroma frei.
  • 3 EL Olivenöl (extra vergine): Ein gutes Olivenöl ist hier entscheidend. Es darf ruhig etwas fruchtiger sein, denn es trägt den Geschmack der Sauce. Ich verwende am liebsten ein Öl aus der Toskana.
  • 1 TL getrockneter Oregano: Oregano und Tomaten sind ein Traumpaar. Er bringt eine mediterrane Note mit, die perfekt passt.
  • 1 TL Salz (oder nach Geschmack): Salz hebt die Aromen hervor. Fangen Sie mit einem Teelöffel an und schmecken Sie am Ende ab.
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen): Frischer Pfeffer ist immer besser als gemahlener aus der Tüte. Er gibt der Sauce eine leichte Schärfe.
  • 1 Prise Zucker (optional): Nur wenn die Tomaten sehr sauer sind. Ein halber Teelöffel reicht völlig aus, um die Säure auszugleichen.
  • 1 EL Butter (unge salzen): Das ist mein Geheimtipp! Die Butter macht die Sauce unglaublich samtig und mildert die Säure auf eine ganz natürliche Weise. Lassen Sie sich nicht abschrecken – es lohnt sich.

Optionale Zutaten für mehr Tiefe

Hausgemachte Tomatensauce zum Einkochen preparation steps

  • 1 Karotte (fein gerieben): Sie gibt der Sauce eine natürliche Süße und eine schöne Farbe. Ich gebe sie manchmal dazu, wenn ich eine besonders milde Sauce für Kinder koche.
  • 1 Stück Selleriestange (fein gehackt): Für eine herzhaftere Note. Das ist eher etwas für eine Bolognese-Variante.
  • Frische Kräuter (Basilikum, Thymian, Rosmarin): Im Sommer, wenn der Garten voll ist, gebe ich gerne ein paar frische Zweige mit. Aber Vorsicht: nicht zu viel, sonst dominiert der Kräutergeschmack.

Ein Tipp zur Auswahl der Tomaten: Wenn Sie frische Tomaten verwenden, sollten sie wirklich reif sein. Sie erkennen das an der tiefroten Farbe und daran, dass sie auf leichten Druck hin leicht nachgeben. Unreife Tomaten machen die Sauce sauer und wässrig. Und keine Sorge, wenn die Tomaten kleine Druckstellen haben – das schadet nicht, solange Sie die schlechten Stellen großzügig wegschneiden.

Benötigte Küchenausstattung

Für dieses Rezept brauchen Sie keine Spezialgeräte. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt schon in Ihrer Küche. Hier ist, was ich verwende:

  • Ein großer Topf (mindestens 3 Liter Fassungsvermögen): Ich schwöre auf einen schweren Edelstahltopf mit dickem Boden. Er verteilt die Hitze gleichmäßig und verhindert, dass die Sauce anbrennt. Ein günstiger Topf von Tefal hat bei mir jahrelang gute Dienste geleistet.
  • Ein scharfes Messer und ein Schneidebrett: Zum Hacken von Zwiebeln und Knoblauch. Ein gutes Kochmesser ist hier Gold wert – es spart Zeit und Nerven.
  • Eine Küchenreibe: Wenn Sie die Karotte fein reiben möchten. Eine Microplane-Reibe ist perfekt dafür.
  • Ein Pürierstab oder eine Küchenmaschine: Für die feine Textur der Sauce. Ein Pürierstab ist einfacher zu reinigen, aber eine Küchenmaschine macht die Sauce noch samtiger. Wenn Sie es stückig mögen, können Sie die Sauce auch so lassen.
  • Ein Sieb (optional): Falls Sie die Tomaten enthäuten möchten. Ich mache das nur selten, weil ich die Stücke mag, aber wenn Sie eine ganz feine Sauce wollen, ist ein Sieb hilfreich.
  • 5 Einmachgläser oder Gefrierbehälter (à ca. 200 ml): Hier kommt der Clou: Kleine Portionen! Ich verwende alte Marmeladengläser oder spezielle Gefrierdosen von Ikea. Die sind perfekt, weil sie genau eine Portion für eine Person oder zwei kleine Portionen für Pasta fassen.
  • Ein Trichter: Macht das Abfüllen viel sauberer und einfacher. Ein kleiner Edelstahltrichter ist ideal.

Ein Tipp zur Reinigung: Wenn Sie den Topf nach dem Kochen mit kaltem Wasser ausspülen, löst sich das Fett besser. Und lassen Sie den Pürierstab nicht zu lange laufen – sonst wird die Sauce zu einer homogenen Masse, und die Textur leidet.

Die Zubereitung Schritt für Schritt

Jetzt wird es praktisch! Ich zeige Ihnen, wie Sie in etwa 45 Minuten Ihre 5 Portionen hausgemachte Tomatensauce zubereiten. Keine Hektik, nur genussvolles Kochen.

Schritt 1: Die Zwiebeln und den Knoblauch vorbereiten (5 Minuten)

Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in feine Würfel. Je kleiner die Würfel, desto schneller werden sie weich. Drücken Sie die Knoblauchzehen mit der flachen Seite des Messers an – das hört sich vielleicht brutal an, aber es macht das Häuten und Hacken viel einfacher. Hacken Sie den Knoblauch dann fein. Achten Sie darauf, dass Sie den Knoblauch nicht zu früh schneiden, sonst oxidiert er und verliert an Aroma. Ich bereite ihn immer direkt vor dem Kochen zu.

Schritt 2: Die Basis anbraten (10 Minuten)

Erhitzen Sie das Olivenöl in Ihrem großen Topf bei mittlerer Hitze. Geben Sie die Zwiebelwürfel hinein und lassen Sie sie unter gelegentlichem Rühren glasig werden – das dauert etwa 5 Minuten. Sie sollten nicht braun werden, sonst wird die Sauce bitter. Sobald die Zwiebeln weich sind, geben Sie den gehackten Knoblauch dazu. Rühren Sie gut um und braten Sie ihn nur 30 Sekunden mit, bis er duftet. Passen Sie auf, dass er nicht verbrennt! Dann kommt der getrocknete Oregano dazu – kurz mitrösten, das bringt die Aromen richtig zur Geltung.

Schritt 3: Die Tomaten hinzufügen (5 Minuten)

Jetzt kommen die Tomaten ins Spiel. Wenn Sie frische Tomaten verwenden, waschen Sie sie, entfernen Sie den Strunk und schneiden Sie sie in grobe Stücke. Dosentomaten drücken Sie einfach mit den Händen ein wenig an, bevor Sie sie in den Topf geben. Ich mag es, wenn noch ein paar Stücke übrig sind. Fügen Sie auch den Saft aus der Dose hinzu – da steckt viel Geschmack drin. Rühren Sie alles gut um und bringen Sie die Sauce zum Kochen. Wenn Sie Karotte oder Sellerie verwenden, geben Sie diese jetzt dazu.

Schritt 4: Die Sauce köcheln lassen (20-25 Minuten)

Sobald die Sauce kocht, reduzieren Sie die Hitze auf niedrige Stufe. Lassen Sie sie ohne Deckel sanft köcheln. Das ist wichtig, damit die Flüssigkeit verdampft und die Sauce schön dick wird. Rühren Sie alle 5 Minuten um, damit nichts ansetzt. Nach etwa 15 Minuten sollten Sie sehen, dass die Sauce eindickt. Die Tomaten zerfallen langsam und geben ihr ganzes Aroma ab. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Salz, Pfeffer und die Prise Zucker hinzuzufügen. Rühren Sie gut um und schmecken Sie ab. Die Sauce sollte fruchtig, aber nicht zu sauer sein.

Schritt 5: Die Sauce pürieren (5 Minuten)

Nehmen Sie den Topf vom Herd. Mit einem Pürierstab pürieren Sie die Sauce nun zu einer feinen, samtigen Konsistenz. Wenn Sie eine Küchenmaschine verwenden, lassen Sie die Sauce kurz abkühlen, bevor Sie sie umfüllen – sonst spritzt es. Ich püriere etwa 30 Sekunden lang, bis keine groben Stücke mehr zu sehen sind. Wenn Sie es stückiger mögen, pürieren Sie nur kurz oder lassen Sie die Sauce ganz wie sie ist. Jetzt kommt der geheime Star: die Butter! Geben Sie das Stück Butter in die noch heiße Sauce und rühren Sie, bis sie vollständig geschmolzen ist. Sie werden sehen, wie die Sauce auf einmal glänzt und cremig wird.

Schritt 6: Abschmecken und abfüllen (5 Minuten)

Schmecken Sie die Sauce noch einmal ab. Vielleicht fehlt noch etwas Salz oder ein Hauch Pfeffer. Ich gebe manchmal noch ein paar frische Basilikumblätter dazu, aber das ist optional. Jetzt kommt der wichtigste Teil: das Abfüllen. Stellen Sie Ihre 5 Gläser oder Gefrierbehälter bereit. Mit einem Trichter füllen Sie die heiße Sauce vorsichtig ein. Lassen Sie etwa 1 cm Platz zum Rand, damit die Sauce beim Einfrieren Platz zum Ausdehnen hat. Verschließen Sie die Gläser sofort und lassen Sie sie auf der Arbeitsplatte abkühlen. Erst dann kommen sie ins Gefrierfach.

Ein Tipp von mir: Beschriften Sie die Gläser immer mit Datum und Inhalt. Ich habe schon oft vergessen, was ich eingefroren habe, und dann stand ich da mit drei Gläsern unidentifizierbarer Sauce. Sparen Sie sich den Ärger!

Kochtipps & Techniken für die perfekte Tomatensauce

Über die Jahre habe ich ein paar Tricks gelernt, die den Unterschied zwischen einer guten und einer großartigen Sauce ausmachen. Hier sind meine besten Tipps:

Die richtige Hitze

Das A und O bei dieser Sauce ist die Geduld. Kochen Sie sie bei zu hoher Hitze, wird sie schnell bitter und die Aromen haben keine Zeit, sich zu entfalten. Halten Sie die Sauce daher immer nur bei einem sanften Köcheln. Sie sollte leicht blubbern, aber nicht wild sprudeln. Wenn Sie sehen, dass die Sauce zu stark eindickt, geben Sie einfach einen Schuss Wasser oder Gemüsebrühe dazu.

Die Kunst des Abschmeckens

Ich mache den Fehler oft, die Sauce erst am Ende zu würzen. Besser ist es, schon während des Kochens zu probieren. So können Sie die Aromen Schritt für Schritt aufbauen. Ein kleiner Trick: Wenn die Sauce zu sauer ist, hilft nicht nur Zucker, sondern auch eine Prise Natron. Aber Vorsicht – das Natron reagiert sofort und schäumt auf. Nur eine Messerspitze reicht völlig aus.

Mein größter Fail – und was ich daraus gelernt habe

Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich dieses Rezept für einen größeren Kreis kochte. Ich hatte doppelte Menge gemacht, war in Eile und ließ die Sauce auf hoher Stufe köcheln, während ich telefonierte. Als ich zurückkam, war der Topfboden schwarz. Die Sauce schmeckte rauchig und bitter – ein kompletter Reinfall. Seitdem stelle ich einen Timer, wenn ich die Sauce köcheln lasse. Und ich rühre sie wirklich alle 5 Minuten um. Klingt banal, aber es rettet die Sauce.

Multitasking leicht gemacht

Während die Sauce köchelt, können Sie wunderbar andere Dinge erledigen. Ich bereite dann oft schon die Pasta vor oder schneide Gemüse für ein schnelles Abendessen. Aber verlassen Sie nie für länger als 5 Minuten die Küche, wenn die Sauce auf dem Herd steht. Ein kurzer Blick genügt, um eine Katastrophe zu verhindern.

Tipp für gleichmäßige Ergebnisse

Wenn Sie die Sauce regelmäßig zubereiten, lohnt es sich, die Zutaten genau abzuwiegen. Ich habe mir angewöhnt, die Zwiebeln und den Knoblauch immer in der gleichen Größe zu schneiden. Das klingt pingelig, aber es sorgt dafür, dass die Garzeiten gleich bleiben und die Sauce jedes Mal perfekt wird.

Variationen & Anpassungen für Ihre Tomatensauce

Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass Sie es endlos variieren können. Hier sind ein paar meiner Lieblingsvarianten:

Mediterrane Kräuterversion

Geben Sie neben dem Oregano noch einen Zweig frischen Rosmarin und zwei Zweige Thymian mit in die Sauce. Lassen Sie sie mitköcheln und entfernen Sie die Zweige vor dem Pürieren. Das gibt der Sauce eine wunderbar würzige Note, die perfekt zu gegrilltem Gemüse passt.

Schärfere Version für Erwachsene

Wenn Sie es etwas feuriger mögen, braten Sie eine halbe, fein gehackte Chilischote zusammen mit den Zwiebeln an. Oder geben Sie einen Teelöffel Chiliflocken kurz vor dem Pürieren dazu. Vorsicht: Die Schärfe intensiviert sich beim Einfrieren, also dosieren Sie lieber etwas zurückhaltender.

Vegetarische Bolognese-Variante

Braten Sie 200 g fein gehackte Pilze (Champignons oder Kräuterseitlinge) zusammen mit den Zwiebeln an. Sie geben der Sauce eine fleischige Textur und viel Umami. Perfekt für eine vegane Bolognese, wenn Sie auch noch auf den Käse verzichten.

Saisonale Anpassungen

Im Sommer, wenn die Tomaten direkt vom Feld kommen, reduziere ich die Kochzeit auf 15 Minuten, weil die Früchte so viel Aroma haben. Im Winter, wenn ich Dosentomaten verwende, lasse ich die Sauce gerne 30 Minuten köcheln, um mehr Tiefe zu bekommen. Und wenn ich einen besonders fruchtigen Geschmack möchte, gebe ich eine Handvoll getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt) mit in den Topf.

Allergenfreundliche Optionen

Die Sauce ist von Natur aus glutenfrei und vegan, wenn Sie die Butter weglassen oder durch Olivenöl ersetzen. Für eine Low-Carb-Version lassen Sie die Karotte einfach weg. Und wenn Sie auf Nachtschattengewächse reagieren, ersetzen Sie die Tomaten durch gegrillte Paprika und Zucchini – das ergibt eine ganz andere, aber ebenfalls köstliche Sauce.

Ich habe selbst schon viele dieser Varianten ausprobiert, und meine absolute Lieblingskombination ist die mit Pilzen und einem Schuss Rotwein. Einfach 100 ml Rotwein zusammen mit den Tomaten in den Topf geben und köcheln lassen – das gibt eine unglaubliche Tiefe.

Servier- und Aufbewahrungshinweise

Jetzt, wo Ihre 5 Portionen fertig sind, geht es ans Eingemachte – im wahrsten Sinne des Wortes. Hier ist, wie Sie Ihre Tomatensauce am besten genießen und lagern.

Serviervorschläge

Die Sauce schmeckt am besten, wenn sie heiß serviert wird. Tauen Sie ein Glas einfach im Kühlschrank über Nacht auf oder erwärmen Sie es direkt im Topf bei niedriger Hitze. Sie passt perfekt zu:

  • Spaghetti oder Penne: Die klassische Kombination. Einfach die Pasta al dente kochen, die Sauce erwärmen und mit frischem Parmesan servieren.
  • Lasagne: Verwenden Sie die Sauce als Basis für eine vegetarische oder klassische Lasagne. Sie ist dick genug, um nicht zu verlaufen.
  • Pizza: Streichen Sie die Sauce dünn auf den Pizzateig – sie ist intensiv genug, um auch ohne viele Beläge zu überzeugen.
  • Suppe: Verdünnen Sie die Sauce mit etwas Gemüsebrühe und geben Sie gekochte Nudeln oder Kichererbsen dazu – fertig ist eine schnelle Tomatensuppe.

Ein Tipp: Die Sauce schmeckt am zweiten Tag immer noch besser, weil die Aromen durchziehen. Aber das ist bei dieser Menge ja kein Problem – Sie haben ja Vorrat!

Aufbewahrung im Kühlschrank

Wenn Sie die Sauce innerhalb von 3-4 Tagen verbrauchen, können Sie sie auch im Kühlschrank aufbewahren. Füllen Sie sie in ein sauberes Schraubglas und verschließen Sie es gut. Die Butter an der Oberfläche verhindert, dass sich Schimmel bildet – aber sicherheitshalber immer erst riechen und probieren, bevor Sie sie verwenden.

Einfrieren – die beste Methode

Das Einfrieren in kleinen Portionen ist der eigentliche Clou. Die Gläser halten sich im Gefrierfach mindestens 6 Monate. Achten Sie darauf, dass die Gläser gefriergeeignet sind – normale Marmeladengläser können platzen, wenn sie zu voll sind. Lassen Sie immer 1-2 cm Platz. Zum Auftauen stelle ich das Glas einfach über Nacht in den Kühlschrank oder gebe es direkt in einen Topf mit etwas Wasser und erwärme es bei niedriger Hitze. Nicht in der Mikrowelle auftauen, das macht die Sauce wässrig.

Wie die Sauce reift

Interessanterweise entwickelt die Sauce beim Einfrieren noch mehr Geschmack. Die Aromen verbinden sich und werden runder. Nach etwa einem Monat im Gefrierfach schmeckt sie fast noch besser als frisch gekocht. Das ist ein Grund mehr, gleich mehrere Portionen zu machen!

Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile

Diese hausgemachte Tomatensauce ist nicht nur lecker, sondern auch richtig gesund. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (ca. 200 ml):

Nährwert Pro Portion
Kalorien ca. 120 kcal
Fett 8 g (davon 3 g gesättigt)
Kohlenhydrate 10 g
Ballaststoffe 3 g
Eiweiß 2 g
Salz 0,8 g

Die Werte können je nach Tomatensorte und Zugabe von Öl leicht variieren. Was diese Sauce aber wirklich auszeichnet, sind die gesundheitlichen Vorteile der Tomaten:

  • Reich an Lycopin: Dieser Antioxidans schützt die Zellen und wird durch das Kochen sogar besser verfügbar. Ein Grund mehr, die Sauce lange zu kochen.
  • Vitamin C und Kalium: Tomaten sind eine gute Quelle für beides. Das Vitamin C stärkt das Immunsystem, und Kalium ist wichtig für die Herzgesundheit.
  • Ballaststoffe: Die Zwiebeln und Tomaten liefern Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und lange satt machen.
  • Wenig Zucker: Anders als viele Fertigsaucen kommt diese Version ohne zugesetzten Zucker aus – nur eine Prise, falls nötig.

Die Sauce ist von Natur aus glutenfrei, laktosefrei (wenn Sie die Butter weglassen) und vegan. Sie eignet sich daher für viele Ernährungsweisen. Ich persönlich liebe es, dass ich mit dieser Sauce etwas Gutes für mich tue, ohne auf Genuss zu verzichten.

Fazit: Warum sich diese Tomatensauce lohnt

Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, in denen ich dieses Rezept immer wieder gekocht habe, dann bin ich jedes Mal aufs Neue dankbar für diesen kleinen Umschlag von Frau Weber. Diese hausgemachte Tomatensauce ist mehr als nur ein Rezept – sie ist eine Einladung, sich selbst und seinen Lieben etwas Gutes zu tun, ohne viel Aufwand. Die kleinen Portionen sind perfekt für den Alltag, und der Geschmack ist so ehrlich und rein, dass man nie wieder zur Fertigsoße greifen wird.

Probieren Sie es aus, und machen Sie die Sauce zu Ihrer eigenen. Vielleicht geben Sie mehr Knoblauch hinein oder lassen die Butter weg – das ist völlig in Ordnung. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es Fehler verzeiht und immer noch großartig schmeckt. Ich lade Sie ein, Ihre Erfahrungen in den Kommentaren zu teilen. Welche Variante hat Ihnen am besten gefallen? Oder haben Sie einen eigenen Trick, den ich noch nicht kenne? Ich bin schon gespannt auf Ihre Geschichten.

In diesem Sinne: Ran an die Töpfe, und genießen Sie den Sommer auf Vorrat. Sie werden es sich selbst danken, wenn an einem hektischen Abend ein Glas dieser Sauce aus dem Gefrierfach kommt und Sie in 10 Minuten ein Abendessen zaubern, das nach Liebe schmeckt. Guten Appetit!

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich die Sauce auch ohne Pürieren verwenden?

Ja, absolut! Wenn Sie es stückig mögen, lassen Sie die Sauce einfach so, wie sie nach dem Köcheln ist. Die Tomaten zerfallen dann zwar etwas, aber es bleiben schöne Stücke übrig. Perfekt für eine rustikale Pasta.

Wie lange hält sich die Sauce im Gefrierfach?

Bei richtiger Lagerung mindestens 6 Monate. Ich habe schon Gläser nach 8 Monaten verwendet, und sie schmeckten noch hervorragend. Achten Sie nur darauf, dass die Gläser gut verschlossen sind und nicht zu voll, damit sie nicht platzen.

Kann ich die Sauce auch im Wasserbad einkochen?

Dieses Rezept ist speziell für das Einfrieren konzipiert, nicht für das klassische Einkochen im Wasserbad. Wenn Sie die Sauce länger haltbar machen möchten, müssten Sie die Säure erhöhen (z.B. mit Zitronensaft) und die Gläser 20 Minuten bei 100°C einkochen. Das ist aber ein anderes Verfahren.

Warum wird meine Sauce manchmal bitter?

Das passiert meistens, wenn der Knoblauch verbrennt oder die Sauce bei zu hoher Hitze kocht. Achten Sie darauf, den Knoblauch nur kurz mitzubraten und die Sauce nicht zu stark zu erhitzen. Ein weiterer Grund kann überreifer Knoblauch sein – verwenden Sie immer frische Zehen.

Kann ich die Sauce auch mit grünen Tomaten machen?

Grüne Tomaten sind sehr sauer und enthalten Solanin, das in großen Mengen unangenehm sein kann. Ich würde sie nicht für dieses Rezept empfehlen. Wenn Sie grüne Tomaten haben, machen Sie besser eingelegte grüne Tomaten oder Chutney daraus.

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Hausgemachte Tomatensauce zum Einkochen: 5 Portionen einfrieren

Diese hausgemachte Tomatensauce ist schnell zubereitet, perfekt zum Einfrieren in kleinen Portionen und schmeckt nach purem Sommer. Ideal für hektische Abende, wenn Sie eine schnelle Pasta brauchen.

  • Author: Anna
  • Prep Time: 10 Minuten
  • Cook Time: 35 Minuten
  • Total Time: 45 Minuten
  • Yield: 5 Portionen (à ca. 200 ml) 1x
  • Category: Beilage, Grundrezept
  • Cuisine: Italienisch

Ingredients

Scale
  • 1 kg reife Tomaten (oder 2 Dosen à 400 g ganze geschälte Tomaten)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln (ca. 200 g)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl (extra vergine)
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL Salz (oder nach Geschmack)
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 1 Prise Zucker (optional)
  • 1 EL Butter (ungesalzen)
  • 1 Karotte (fein gerieben, optional)
  • 1 Stück Selleriestange (fein gehackt, optional)
  • Frische Kräuter (Basilikum, Thymian, Rosmarin, optional)

Instructions

  1. Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in feine Würfel. Drücken Sie die Knoblauchzehen mit der flachen Seite des Messers an und hacken Sie sie fein.
  2. Erhitzen Sie das Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Geben Sie die Zwiebelwürfel hinein und lassen Sie sie unter gelegentlichem Rühren glasig werden (ca. 5 Minuten). Fügen Sie den gehackten Knoblauch hinzu und braten Sie ihn 30 Sekunden mit, bis er duftet. Geben Sie den getrockneten Oregano dazu und rösten Sie ihn kurz mit.
  3. Fügen Sie die Tomaten hinzu. Bei frischen Tomaten waschen, Strunk entfernen und grob schneiden. Dosentomaten mit den Händen etwas zerdrücken und samt Saft in den Topf geben. Rühren Sie alles um und bringen Sie die Sauce zum Kochen. Fügen Sie optional Karotte oder Sellerie hinzu.
  4. Reduzieren Sie die Hitze auf niedrige Stufe und lassen Sie die Sauce ohne Deckel 20-25 Minuten sanft köcheln, bis sie eindickt. Rühren Sie alle 5 Minuten um. Nach etwa 15 Minuten Salz, Pfeffer und die Prise Zucker hinzufügen und abschmecken.
  5. Nehmen Sie den Topf vom Herd. Pürieren Sie die Sauce mit einem Pürierstab oder in einer Küchenmaschine zu einer feinen, samtigen Konsistenz (ca. 30 Sekunden). Geben Sie die Butter in die heiße Sauce und rühren Sie, bis sie geschmolzen ist.
  6. Schmecken Sie die Sauce noch einmal ab. Füllen Sie die heiße Sauce mit einem Trichter in 5 Gläser oder Gefrierbehälter (à ca. 200 ml), lassen Sie etwa 1 cm Platz zum Rand. Verschließen Sie die Gläser sofort, lassen Sie sie abkühlen und frieren Sie sie ein.

Notes

Die Sauce schmeckt am zweiten Tag noch besser. Beim Einfrieren entwickelt sie mehr Geschmack. Gläser immer mit Datum und Inhalt beschriften. Nicht in der Mikrowelle auftauen, da die Sauce sonst wässrig wird.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Portion (ca. 200 m
  • Calories: 120
  • Sugar: 6
  • Sodium: 0.8
  • Fat: 8
  • Saturated Fat: 3
  • Carbohydrates: 10
  • Fiber: 3
  • Protein: 2

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