Geschrieben von

Virginia Ramsey

Veröffentlicht

Saftiger Zwetschgenkuchen mit Mürbeteig – Das beste Rezept

Fertig in 90 Minuten
Portionen 12 Stücke
Schwierigkeitsgrad Mittel

Love this? Save it for later!

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Die Kiste Zwetschgen stand auf meiner Arbeitsplatte und starrte mich an. Drei Tage lang. Jedes Mal, wenn ich in die Küche kam, schien sie größer zu werden. Ich hatte sie auf dem Wochenmarkt gekauft, weil sie einfach perfekt aussahen – diese tiefdunkelblaue Farbe, der leichte Duft nach Herbst. Aber dann kam alles dazwischen. Ein vergessener Termin, ein spontaner Besuch, und plötzlich war Freitag. Die Zwetschgen wurden weicher. Ich konnte sie nicht mehr ignorieren.

Also stand ich da, Mehl bis zu den Ellenbogen, und dachte: „Na gut, dann gibt es eben Kuchen.” Mein Problem war nur, dass ich keine Lust auf stundenlanges Hefegehen hatte. Ich wollte etwas, das schnell geht, aber trotzdem nach Großmutters Sonntagsbäckerei schmeckt. Und genau da kam der Mürbeteig ins Spiel. Knusprig, buttrig, und in zehn Minuten zusammengerührt. Perfekt.

Der Kuchen wurde schneller fertig als erwartet – und ehrlich? Er war eine Offenbarung. Der Mürbeteig war so zart, dass er auf der Zunge zerging, und die Zwetschgen hatten genau die richtige Säure. Ich stand in der Küche, aß ein Stück direkt aus der Form und dachte: „Warum habe ich das nicht schon viel früher gemacht?” Seitdem backe ich diesen saftigen Zwetschgenkuchen mit Mürbeteig jedes Jahr im Spätsommer. Es ist mein kleiner, unkomplizierter Triumph geworden. Vielleicht haben Sie ja auch eine Kiste Zwetschgen, die Sie anstarrt?

Warum Sie diesen Zwetschgenkuchen lieben werden

Dieser Kuchen ist nicht einfach nur ein weiteres Rezept – er ist der Kuchen, den Sie immer wieder backen werden. Ich habe ihn in den letzten Jahren unzählige Male gemacht, für Geburtstage, spontane Kaffeerunden und einfach so, weil ich Lust auf etwas Süßes hatte. Und jedes Mal war er perfekt.

  • Schnell & Einfach: Der Mürbeteig ist in 10 Minuten gemacht. Kein Warten, kein Aufgehen, keine komplizierten Techniken. Sie brauchen nicht einmal einen Mixer.
  • Zutaten aus dem Vorrat: Mehl, Butter, Zucker, Eier – das haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause. Die Zwetschgen sind die einzige frische Zutat, die Sie besorgen müssen.
  • Perfekt für den Spätsommer: Wenn die Zwetschgen Saison haben, ist dieser Kuchen der Star jeder Kaffeetafel. Aber er schmeckt auch mit Pflaumen oder Mirabellen fantastisch.
  • Garantiert saftig: Das Geheimnis liegt in der dünnen Schicht Semmelbrösel unter den Früchten. Sie saugt die überschüssige Feuchtigkeit auf und verhindert, dass der Boden durchweicht.
  • Ein echter Publikumsliebling: Ich habe diesen Kuchen zu einem Familienfest mitgebracht, und er war innerhalb von 20 Minuten weg. Sogar mein Onkel, der normalerweise kein Obstkuchen-Fan ist, hat sich ein zweites Stück genommen.

Was diesen Kuchen von anderen unterscheidet, ist die perfekte Balance. Der Mürbeteig ist fest genug, um die schweren Früchte zu tragen, aber gleichzeitig so zart, dass er auf der Zunge zergeht. Die Zwetschgen werden beim Backen weich und süß, aber sie behalten ihre Form. Und der Hauch von Zimt im Teig? Der macht den Unterschied. Es ist kein aufdringlicher Zimtgeschmack, sondern eine leichte, warme Note, die perfekt mit der Fruchtsäure harmoniert.

Ich nenne diesen Kuchen gerne meinen „Notfall-Kuchen”, weil er immer funktioniert. Egal, ob Sie einen gemütlichen Nachmittag planen oder plötzlich Besuch bekommen – dieser Kuchen rettet jeden Tag. Und das Beste? Er schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser, wenn die Aromen richtig durchgezogen sind.

Welche Zutaten Sie brauchen

Für diesen saftigen Zwetschgenkuchen mit Mürbeteig brauchen Sie wirklich keine exotischen Zutaten. Alles, was Sie brauchen, bekommen Sie im normalen Supermarkt. Ich zeige Ihnen, worauf es bei jeder Zutat ankommt.

Für den Mürbeteig:

  • 250 g Mehl (Type 405): Das ist das Standard-Weizenmehl für feine Backwaren. Es sorgt für einen zarten, krümeligen Teig. Wenn Sie ein etwas herzhafteres Aroma mögen, können Sie auch die Hälfte durch Dinkelmehl ersetzen.
  • 125 g kalte Butter: Die Butter muss wirklich kalt sein – direkt aus dem Kühlschrank. Ich verwende am liebsten die Marke Meggle oder Kerrygold für den besten Geschmack. Die Kälte der Butter ist entscheidend für die mürbe Textur.
  • 80 g Zucker: Normaler Haushaltszucker reicht völlig aus. Ich habe auch schon braunen Zucker probiert, aber der macht den Teig etwas schwerer. Für das klassische Mürbeteiggefühl bleibt beim weißen Zucker.
  • 1 Ei (Größe M): Das Ei bindet den Teig. Wenn Sie kein Ei zur Hand haben, können Sie es durch 2 Esslöffel kaltes Wasser ersetzen – der Teig wird dann etwas brüchiger, aber immer noch lecker.
  • 1 Prise Salz: Klingt komisch in einem süßen Kuchen, aber das Salz hebt den Geschmack aller anderen Zutaten hervor. Vergessen Sie es nicht!
  • 1/2 Teelöffel Zimt: Das ist mein kleiner Trick. Der Zimt ist dezent, aber er gibt dem Teig eine warme, herbstliche Note. Sie können ihn auch weglassen, wenn Sie den reinen Buttergeschmack bevorzugen.

Für den Belag:

Saftiger Zwetschgenkuchen mit Mürbeteig preparation steps

  • 1 kg frische Zwetschgen: Das ist die Hauptzutat, also nehmen Sie die besten, die Sie bekommen können. Achten Sie auf feste, aber nicht harte Früchte. Die Zwetschgen sollten leicht nachgeben, wenn Sie sie sanft drücken. Zu harte Früchte sind oft sauer und nicht so aromatisch.
  • 2 Esslöffel Semmelbrösel: Ja, ganz gewöhnliche Semmelbrösel oder Paniermehl. Sie werden gleichmäßig auf dem Mürbeteig verteilt, bevor die Zwetschgen darauf kommen. Die Brösel saugen den Saft auf, der beim Backen aus den Früchten austritt, und verhindern so einen durchweichten Boden. Ein echter Game-Changer!
  • 2 Esslöffel Zucker (zum Bestreuen): Dieser Zucker wird über die Zwetschgen gestreut. Er karamellisiert leicht und gibt dem Kuchen eine schöne, glänzende Oberfläche.

Optional für den Guss:

  • 100 ml Sahne: Einige mögen ihren Zwetschgenkuchen mit einem sahnigen Guss. Wenn Sie das auch mögen, verrühren Sie einfach die Sahne mit 1 Ei und 1 Esslöffel Zucker und gießen Sie diese Mischung über die Zwetschgen, bevor der Kuchen in den Ofen kommt. Ich persönlich mag ihn lieber pur, aber probieren Sie es aus!

Welche Küchengeräte Sie benötigen

Für diesen Kuchen brauchen Sie keine teure Spezialausrüstung. Ein paar grundlegende Dinge reichen völlig aus:

  • Eine Springform (26 cm Durchmesser): Ich schwöre auf meine alte Springform von Kaiser. Sie ist schon leicht verbeult, aber sie backt einfach perfekt. Wenn Sie keine Springform haben, tut es auch eine quadratische Backform (ca. 20×30 cm).
  • Backpapier: Unverzichtbar, damit nichts kleben bleibt. Kein Einfetten nötig, wenn Sie Backpapier verwenden.
  • Eine große Schüssel: Für den Mürbeteig. Nichts Besonderes, eine normale Rührschüssel reicht.
  • Ein Nudelholz oder Ihre Hände: Ich rolle den Mürbeteig meistens direkt in der Form aus – mit den Fingern. Das ist schneller und einfacher. Ein Nudelholz brauchen Sie nur, wenn Sie den Teig vorher ausrollen möchten.
  • Ein scharfes Messer: Zum Entsteinen der Zwetschgen. Ein kleines Obstmesser ist ideal. Ein stumpfes Messer macht nur Matsch.
  • Eine Küchenwaage: Für genaue Mengen. Backen ist eine Wissenschaft, und gerade beim Mürbeteig kommt es auf das richtige Verhältnis von Mehl und Butter an.

Ein Tipp von mir: Investieren Sie in eine gute Springform mit Antihaftbeschichtung. Das spart Ihnen viel Ärger. Meine erste Form war ein Billigprodukt, und der Kuchen klebte immer fest. Seit ich eine hochwertige Form habe, klappt es jedes Mal.

So gelingt der Zwetschgenkuchen Schritt für Schritt

Jetzt wird es ernst! Keine Sorge, ich führe Sie durch jeden einzelnen Schritt. Versprochen, es ist einfacher, als Sie denken.

Schritt 1: Den Mürbeteig zubereiten (10 Minuten)

Geben Sie das Mehl, den Zucker, den Zimt und die Prise Salz in eine große Schüssel. Würfeln Sie die kalte Butter in kleine Stücke (ca. 1 cm) und geben Sie sie dazu. Jetzt kommt der wichtigste Teil: Arbeiten Sie die Butter mit den Fingerspitzen in das Mehl ein, bis die Mischung wie feuchter Sand aussieht. Es sollten keine großen Butterstücke mehr zu sehen sein. Das dauert etwa 3-4 Minuten. Geben Sie dann das Ei dazu und verkneten Sie alles schnell zu einem glatten Teig. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh! Wickeln Sie den Teig in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Das ist wichtig, damit der Teig später nicht zusammenfällt.

Schritt 2: Die Zwetschgen vorbereiten (15 Minuten)

Während der Teig kühlt, kümmern wir uns um die Zwetschgen. Waschen Sie die Früchte gründlich und tupfen Sie sie trocken. Jetzt kommt der etwas mühsame Teil: Halbieren Sie jede Zwetschge und entfernen Sie den Stein. Ich mache das immer mit einem kleinen Messer – einfach rundherum einschneiden und die Hälften voneinander drehen. Der Stein fällt dann meist von selbst heraus. Wenn nicht, hebeln Sie ihn vorsichtig mit der Messerspitze heraus. Legen Sie die Hälften beiseite. Wenn Sie sehr große Zwetschgen haben, können Sie sie auch vierteln.

Schritt 3: Den Teig ausrollen (5 Minuten)

Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (Umluft: 160 °C). Fetten Sie die Springform leicht ein oder legen Sie sie mit Backpapier aus. Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank. Jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder rollen Sie den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus (ca. 3-4 mm dick) und legen ihn dann in die Form – oder Sie drücken den Teig direkt mit den Fingern in die Form. Ich mache immer die zweite Methode. Es ist schneller und der Teig reißt nicht. Achten Sie darauf, einen etwa 3 cm hohen Rand hochzuziehen. Das verhindert, dass der Saft ausläuft.

Schritt 4: Die Semmelbrösel-Schicht (2 Minuten)

Hier kommt der Trick, der den Unterschied macht: Streuen Sie die Semmelbrösel gleichmäßig auf den Mürbeteigboden. Sie müssen nicht den Rand bedecken, nur den Boden. Die Brösel werden sich mit dem Fruchtsaft vollsaugen und eine schützende Schicht bilden. So bleibt Ihr Boden schön knusprig.

Schritt 5: Die Zwetschgen anordnen (10 Minuten)

Jetzt kommt der schöne Teil. Legen Sie die Zwetschgenhälften dicht an dicht auf den Boden. Ich beginne immer am äußeren Rand und arbeite mich nach innen. Die Hälften sollten sich leicht überlappen, damit der Boden später nicht durchschimmert. Drücken Sie die Zwetschgen leicht an, aber nicht zu fest. Streuen Sie dann die 2 Esslöffel Zucker gleichmäßig darüber. Wenn Sie Sahneguss möchten, verrühren Sie jetzt die Sahne mit dem Ei und gießen Sie sie vorsichtig über die Früchte.

Schritt 6: Backen (40-45 Minuten)

Schieben Sie die Form auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Ofen. Backen Sie den Kuchen für 40-45 Minuten. Der Rand sollte goldbraun sein, und die Zwetschgen sollten weich sein und Saft abgeben. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, decken Sie den Kuchen in den letzten 10 Minuten locker mit Alufolie ab. Machen Sie die Stäbchenprobe: Stechen Sie mit einem Holzstäbchen in den Teigrand – wenn kein Teig mehr kleben bleibt, ist der Kuchen fertig.

Schritt 7: Abkühlen lassen (30 Minuten)

Nehmen Sie den Kuchen aus dem Ofen und lassen Sie ihn mindestens 30 Minuten in der Form abkühlen. Das ist wichtig, damit er sich setzt und nicht auseinanderfällt, wenn Sie ihn anschneiden. Ich weiß, es ist schwer zu warten, aber glauben Sie mir – es lohnt sich. Nach 30 Minuten können Sie den Rand der Springform lösen und den Kuchen auf ein Kuchengitter stürzen, damit er vollständig auskühlt.

Backtipps & Techniken für den perfekten Kuchen

Im Laufe der Jahre habe ich ein paar Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit Ihnen der Zwetschgenkuchen garantiert gelingt.

Der Teig wird bröselig? Keine Panik!

Wenn Ihr Mürbeteig beim Ausrollen oder Andrücken bröselt, ist er wahrscheinlich zu trocken. Das passiert, wenn das Ei zu klein war oder das Mehl zu viel Feuchtigkeit aufgenommen hat. Einfach 1-2 Esslöffel kaltes Wasser dazugeben und noch einmal kurz durchkneten. Wenn der Teig dagegen zu klebrig ist, streuen Sie etwas Mehl auf die Arbeitsfläche. Kein Grund, den Teig wegzuwerfen!

Der Boden bleibt nicht knusprig?

Das ist der häufigste Fehler bei Zwetschgenkuchen. Die Lösung sind die Semmelbrösel – aber sie müssen auch richtig angewendet werden. Verwenden Sie nicht zu viele, sonst schmeckt der Kuchen nach Paniermehl. Ein dünne, gleichmäßige Schicht reicht völlig. Ein weiterer Tipp: Backen Sie den Kuchen auf der unteren Schiene, wenn Sie einen besonders knusprigen Boden mögen. Die Hitze von unten hilft, den Teig durchzubacken.

Timing ist alles

Planen Sie etwa 1,5 Stunden ein, vom ersten Schritt bis zum fertigen Kuchen. Die 30 Minuten Kühlzeit für den Teig sind nicht verhandelbar – sie sorgen dafür, dass der Mürbeteig seine Form behält. Ich bereite den Teig oft schon am Vorabend zu und lasse ihn über Nacht im Kühlschrank. Dann geht es am nächsten Tag noch schneller.

Die richtige Menge Zwetschgen

Ich habe einmal versucht, mit 750 g Zwetschgen auszukommen. Das war ein Fehler. Der Boden sah durch, und der Kuchen war flach. Nehmen Sie wirklich 1 kg – das klingt viel, aber die Früchte fallen beim Backen zusammen. Lieber ein paar Zwetschgen zu viel als zu wenig. Die übrig gebliebenen können Sie übrigens einfrieren oder zu Kompott verarbeiten.

Variationen & Anpassungen

Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass Sie es nach Herzenslust abwandeln können. Ich habe im Laufe der Jahre einige Varianten ausprobiert, und hier sind meine Favoriten.

Glutenfreie Variante

Ersetzen Sie das Weizenmehl einfach durch eine glutenfreie Mehlmischung. Ich habe gute Erfahrungen mit der Mehlmischung von Schär gemacht. Achten Sie darauf, dass die Mischung Xanthan oder Guarkernmehl enthält, sonst wird der Teig zu bröselig. Die Backzeit bleibt gleich.

Vegane Variante

Für eine vegane Version ersetzen Sie die Butter durch Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt) und das Ei durch 2 Esslöffel kaltes Wasser oder einen Esslöffel Leinsamenmehl, gemischt mit 3 Esslöffeln Wasser (5 Minuten quellen lassen). Der Teig wird etwas fester, aber das Ergebnis ist trotzdem lecker.

Mit anderen Früchten

Dieses Rezept funktioniert auch wunderbar mit anderen Steinobstsorten. Probieren Sie es im Sommer mit saftigen Mirabellen oder im Herbst mit Birnen. Bei Birnen sollten Sie sie in dünne Spalten schneiden, da sie fester sind. Auch Äpfel gehen gut, aber ich würde dann etwas mehr Zucker nehmen, da Äpfel weniger süß sind als Zwetschgen.

Mit Streuseln

Für alle, die es gerne extra knusprig mögen: Machen Sie eine Streuseldecke! Mischen Sie 100 g Mehl, 50 g Zucker, 50 g kalte Butter und 1 Teelöffel Zimt zu Streuseln. Streuen Sie diese über die Zwetschgen, bevor der Kuchen in den Ofen kommt. Das gibt eine herrlich knusprige Kruste.

Tipps zum Servieren & Aufbewahren

Ein guter Kuchen verdient die richtige Präsentation. Und die richtige Aufbewahrung, damit er nicht altbacken wird.

Servieren

Servieren Sie den Zwetschgenkuchen am besten lauwarm – dann ist der Geschmack am intensivsten. Ein Klecks Schlagsahne oder eine Kugel Vanilleeis passt perfekt dazu. Für eine herbstliche Note können Sie auch etwas Zimt über die Sahne streuen. Wenn Sie den Kuchen für eine Kaffeetafel servieren, schneiden Sie ihn in kleine Stücke (ca. 2-3 cm breit) – das sieht hübscher aus und jeder kann sich nehmen, was er möchte.

Aufbewahrung

Der Kuchen hält sich bei Zimmertemperatur, abgedeckt mit einer Kuchenglocke oder Frischhaltefolie, etwa 2-3 Tage. Er wird mit der Zeit sogar noch saftiger, da die Aromen durchziehen. Im Kühlschrank sollten Sie ihn nicht aufbewahren – die Kälte trocknet den Mürbeteig aus und macht ihn zäh. Wenn Sie ihn länger aufbewahren möchten, frieren Sie ihn ein.

Einfrieren & Auftauen

Ja, dieser Kuchen lässt sich hervorragend einfrieren! Wickeln Sie ihn komplett ausgekühlt in Frischhaltefolie und dann in Alufolie. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen legen Sie ihn einfach bei Zimmertemperatur für 2-3 Stunden auf ein Kuchengitter. Wenn Sie ihn warm mögen, geben Sie ihn für 10 Minuten bei 150 °C in den Ofen. Das funktioniert auch mit einzelnen Stücken – perfekt für spontanen Besuch!

Wie die Aromen sich entwickeln

Am ersten Tag schmeckt der Kuchen frisch und fruchtig. Der Mürbeteig ist knusprig, die Zwetschgen sind noch etwas fester. Am zweiten Tag hat sich der Saft besser verteilt, der Teig ist weicher, und die Aromen von Zimt und Frucht verschmelzen. Ich persönlich mag ihn am zweiten Tag fast lieber – aber das ist Geschmackssache. Probieren Sie es selbst aus!

Nährwerte & gesundheitliche Vorteile

Natürlich ist Kuchen kein Diätessen, aber dieser Zwetschgenkuchen hat durchaus seine Vorzüge. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Stück (bei 12 Stücken):

Nährwert Menge pro Stück
Kalorien ca. 280 kcal
Kohlenhydrate 38 g
Fett 12 g
Eiweiß 4 g
Ballaststoffe 3 g

Die Zwetschgen sind die heimlichen Stars in Sachen Gesundheit. Sie sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern, und enthalten viele Antioxidantien, die freie Radikale bekämpfen. Außerdem liefern sie Vitamin C und Kalium. Der Mürbeteig ist zwar nicht besonders nährstoffreich, aber er macht glücklich – und das ist auch etwas wert, oder?

Wenn Sie auf Ihre Ernährung achten, können Sie den Zucker im Teig reduzieren (60 g statt 80 g) und den Zucker auf den Früchten weglassen. Die natürliche Süße der Zwetschgen reicht oft aus. Für eine Low-Carb-Variante müssten Sie das Mehl durch Mandelmehl ersetzen – aber das ist ein ganz anderes Rezept.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich auch Dosen-Zwetschgen verwenden?

Ja, das ist möglich, aber ich empfehle es nicht. Dosenfrüchte sind oft zu weich und geben zu viel Flüssigkeit ab, was den Boden durchweicht. Wenn Sie keine frischen Zwetschgen bekommen, nehmen Sie lieber tiefgekühlte. Tauen Sie sie vorher auf und lassen Sie den Saft abtropfen. Frische Zwetschgen sind aber geschmacklich einfach unschlagbar.

Warum wird mein Mürbeteig immer so hart?

Das passiert, wenn der Teig zu lange geknetet wird oder die Butter zu warm ist. Mürbeteig liebt Kälte und schnelle Hände. Kneten Sie nur so lange, bis alles gerade verbunden ist. Und wenn der Teig beim Ausrollen reißt, keine Sorge – einfach mit den Fingern in der Form andrücken. Das schmeckt genauso gut!

Kann ich den Kuchen auch ohne Ei backen?

Ja, funktioniert! Ersetzen Sie das Ei durch 2 Esslöffel kaltes Wasser oder 1 Esslöffel Apfelessig. Der Teig wird dann etwas bröseliger, aber mit etwas Geduld beim Andrücken in der Form klappt es. Für eine vegane Variante siehe meine Tipps oben.

Wie verhindere ich, dass der Kuchen zu süß wird?

Ganz einfach: Reduzieren Sie den Zucker. Im Teig reichen 60 g völlig aus, und auf den Früchten können Sie den Zucker ganz weglassen oder durch einen Esslöffel Honig ersetzen. Die Zwetschgen bringen genug eigene Süße mit. Wenn Sie sehr süße Früchte haben (z.B. späte Sorten), ist weniger Zucker oft besser.

Kann ich den Kuchen auch in einer größeren Form backen?

Klar! Wenn Sie eine Springform mit 28 cm Durchmesser verwenden, wird der Kuchen flacher. Backen Sie ihn dann etwa 5 Minuten kürzer. Bei einer kleineren Form (24 cm) wird der Kuchen höher und braucht 5-10 Minuten länger. Passen Sie die Backzeit einfach an – die Stäbchenprobe ist Ihr bester Freund.

Fazit

Dieser saftige Zwetschgenkuchen mit Mürbeteig ist mehr als nur ein Rezept – er ist ein Stück Herbst auf dem Teller. Einfach, ehrlich und unglaublich lecker. Ich liebe es, wie der Duft von Zimt und gebackenen Früchten die ganze Küche erfüllt, wenn er im Ofen ist. Und ich liebe es, wie glücklich die Leute sind, wenn sie ein Stück davon probieren.

Probieren Sie es aus! Nehmen Sie sich die Zeit, diesen Kuchen zu backen. Er ist nicht kompliziert, er braucht keine besonderen Fähigkeiten – nur frische Zwetschgen und ein bisschen Liebe. Und wenn Sie ihn einmal gemacht haben, werden Sie verstehen, warum ich ihn immer wieder backe. Vielleicht wird er ja auch Ihr neuer Lieblingskuchen.

Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie Ihr Kuchen geworden ist. Haben Sie eine der Variationen ausprobiert? Oder haben Sie vielleicht eine eigene Idee? Teilen Sie sie mit mir! Und wenn Ihnen das Rezept gefällt, teilen Sie es gerne mit Ihren Freunden. Je mehr Menschen diesen Kuchen backen, desto besser. Versprochen!

Also: Ran an die Zwetschgen und losgebacken! Ich drücke Ihnen die Daumen, dass er genauso gelingt wie bei mir. Und wenn nicht – dann backen Sie ihn einfach noch einmal. Das hab ich auch gemacht. Und beim zweiten Mal war er perfekt.

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Saftiger Zwetschgenkuchen mit Mürbeteig recipe

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Saftiger Zwetschgenkuchen mit Mürbeteig – Das beste Rezept

Dieser saftige Zwetschgenkuchen mit knusprigem Mürbeteig ist schnell zubereitet, perfekt für den Spätsommer und garantiert ein Publikumsliebling. Ein einfaches Rezept, das nach Großmutters Sonntagsbäckerei schmeckt.

  • Author: Anna
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 45 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 15 Minuten
  • Yield: 12 Stücke 1x
  • Category: Dessert
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 125 g kalte Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 1 kg frische Zwetschgen
  • 2 Esslöffel Semmelbrösel
  • 2 Esslöffel Zucker (zum Bestreuen)
  • 100 ml Sahne (optional für Guss)
  • 1 Ei (optional für Guss)
  • 1 Esslöffel Zucker (optional für Guss)

Instructions

  1. Den Mürbeteig zubereiten: Mehl, Zucker, Zimt und Salz in eine Schüssel geben. Kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis die Mischung wie feuchter Sand aussieht. Ei dazugeben und schnell zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.
  2. Zwetschgen vorbereiten: Früchte waschen, trocken tupfen, halbieren und entsteinen.
  3. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) vorheizen. Springform (26 cm) einfetten oder mit Backpapier auslegen.
  4. Teig aus dem Kühlschrank nehmen und entweder auf bemehlter Fläche ausrollen (3-4 mm dick) oder direkt mit den Fingern in die Form drücken. Einen etwa 3 cm hohen Rand hochziehen.
  5. Semmelbrösel gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen.
  6. Zwetschgenhälften dicht an dicht auf dem Boden anordnen, leicht überlappend. Mit 2 Esslöffeln Zucker bestreuen. Optional: Sahne mit 1 Ei und 1 Esslöffel Zucker verrühren und über die Früchte gießen.
  7. Kuchen auf der mittleren Schiene 40-45 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist und die Zwetschgen weich sind. Bei zu dunkler Oberfläche in den letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken.
  8. Kuchen mindestens 30 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann den Rand lösen und auf ein Kuchengitter stürzen.

Notes

Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag noch besser, wenn die Aromen durchgezogen sind. Für eine vegane Variante Butter durch Margarine und Ei durch 2 EL kaltes Wasser oder Leinsamenmehl ersetzen. Glutenfrei mit glutenfreier Mehlmischung möglich.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stück
  • Calories: 280
  • Sugar: 20
  • Sodium: 0.1
  • Fat: 12
  • Saturated Fat: 7
  • Carbohydrates: 38
  • Fiber: 3
  • Protein: 4

Keywords: Zwetschgenkuchen, Mürbeteig, saftiger Kuchen, Spätsommer, Obstkuchen, einfach, schnell

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